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Die Zahl der Vögel in Deutschland geht dramatisch zurück

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Kiebitze und Lerchen in Gefahr  

Zahl der Vögel geht dramatisch zurück

04.05.2017, 10:33 Uhr | dpa, t-online.de, jb

Die Zahl der Vögel in Deutschland geht dramatisch zurück. Es gibt nur noch wenig Grünfinken (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/lues01)

Die Zahl der Vögel – und vor allem des Grünfinks – sinkt deutlich (Quelle: lues01/Thinkstock by Getty-Images)

Die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa geht dramatisch zurück. Vor allem Vögel, die in Agrarlandschaften leben, sind zunehmend bedroht. Droht uns ein "stummer Frühling"?

Seit Dezember gibt es Anzeichen, dass die Zahl der Vögel in Deutschland drastisch abgenommen hat. Deutlich wurde dies bereits bei der Vogelzählung in der bundesweiten "Stunde der Wintervögel" vom Naturschutzbund im Januar. Hier wurden damals bis zu 17 Prozent weniger Tiere als noch in den Vorjahren gemeldet. "So wenige Vögel wie in diesem Winter hatten wir schon lange nicht mehr“, erklärt Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU.

Es gibt allerdings auch regionale Unterschiede. So sind bei der Zählung vor allem im Südwesten deutlich weniger Meisenarten gesichtet worden als im Norden. Akuter ist jedoch eine andere Vogelart bedroht: Bundesweit ist laut NABU ein Grünfinksterben durch die Krankheit Trichomoniasis zu beobachten. Die Zahl des Grünlings sank seit 2011 um 60 Prozent.

So steht es um die heimischen Vogelarten 

In Deutschland hat etwa der Bestand der Kiebitze zwischen 1990 und 2013 um 80 Prozent abgenommen, die Zahl der Braunkehlchen um 63 Prozent, die der Uferschnepfen um 61 Prozent und die der Feldlerchen um 35 Prozent. Die Zahl der Rebhühner hat zwischen 1990 und 2015 sogar um 84 Prozent abgenommen. Ein Drittel aller Vogelarten zeigte seit Ende der 90er Jahre "signifikante Bestandsabnahmen".

Warum geht die Zahl zurück?

Gründe dafür gibt es viele: Das Fehlen geeigneter Lebensräume und das Insektensterben gehören zu den wichtigen. Bei manchen Insektenarten ist der Bestand demnach um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. Unkraut- und Insektengifte stellten dabei Studien zufolge einen "relevanten Einflussfaktor" dar, heißt es in der Antwort der Regierung. Aber auch der Trend zu Monokulturen wie Raps und Mais spielt eine wichtige Rolle. 

Ein weiterer Grund sind die ausbleibenden Bruterfolge der Vögel. Durch die nasse und kalte Wetterlage frieren die Jungvögel und können nicht ausreichend mit Futter versorgt werden. Zudem fehlten zunehmend schützende Hecken und Bäume, in denen die Vogeleltern geschützte Nester errichten konnten.

Wie kritisch ist die Situation?

"Die Situation der Vögel ist dramatisch", kommentierte die Grünen-Politikerin Steffi Lemke die Zahlen. "Es droht ein stummer Frühling." Der Bundesregierung warf sie vor, zu wenig gegen den Einsatz von Giften und Monokulturen in der Landwirtschaft zu unternehmen.

Was können Sie tun?

Damit der Vogel als natürlicher Schädlingsvernichter in Ihrem Garten erhalten bleibt, können Sie ihn durch Kleinigkeiten sein Leben vereinfachen. 

Neben einem Vogelbad und einer Vogeltränke sind die gefiederten Freunde während der kalten Tage über vogelgerechtes Futter dankbar. Auch auf das Schneiden von Hecken und Bäumen, die ideal als Brutplätze geeignet sind, sollte Sie ab März verzichten.

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