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Roboter-Staubsauger: Taugen die automatischen Haushaltshelfer?

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Staubsauger  

Staubsauger-Roboter: nützlich oder überflüssig?

05.01.2012, 14:46 Uhr | dpa-tmn

Roboter-Staubsauger: Taugen die automatischen Haushaltshelfer?. Einfach ausspannen, während der Robo-Sauger die Arbeit macht? (Foto: dpa/tmn/Kärcher)

Einfach ausspannen, während der Robo-Sauger die Arbeit macht? (Foto: dpa/tmn/Kärcher)

"Mehr Zeit, mehr Sauberkeit" - das Versprechen der Hersteller von Haushaltsrobotern klingt verlockend. Doch mit der Vision von autonomen Robotern, die eigenständig die Wohnung sauber halten oder andere Jobs erledigen, haben die Geräte noch wenig gemein.

"Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann", klagte vor Jahren die Schauspielerin Johanna von Koczian in einem Evergreen über die ungerechte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau bei der Erledigung lästiger Alltagsaufgaben.

Intelligente Helfer bei der Hausarbeit

Wie schön wäre es, wenn futuristische Maschinen dazu beitragen könnten, den Streit über die unangenehmen Jobs im Haushalt gar nicht erst aufkommen zu lassen. "Warum sollten Sie noch Ihre kostbare Zeit mit Staubsaugen verbringen, wenn Ihnen dieser intelligente Staubsauger-Roboter die lästige Arbeit zuverlässig und gründlich abnehmen kann?" fragt beispielsweise der Gerätehersteller iRobot.

Vielfältige Produktpalette

Unter der Marke Roomba führt das US-Unternehmen iRobot den Markt der Reinigungsroboter an, die den Boden saugen oder wischen. Aber auch traditionelle Hersteller von Haushaltsgeräten wie Siemens, Kärcher, Electrolux ("Trilobite") und Samsung ("Navibot") bieten inzwischen solche Serviceroboter an. In der Vergangenheit vermarkteten sogar Tchibo oder Metro Reinigungsroboter als Sonderposten.

So reinigen die Robo-Sauger

Roboterstaubsauger sind in der Regel flache rollende Zylinder mit dem Durchmesser einer großen Pizza. In vielen Geräten bewegen sich gegenläufig rotierende Bürsten, um Staub, Haare und Krümel vom Boden aufzunehmen. Andere sind als Wischroboter mit feuchten oder Antistatik-Tüchern konzipiert.

Bei einigen Modellen erkennen Schmutzsensoren, ob der Boden stärker verunreinigt ist und wiederholen dann die Reinigung im gerade durchquerten Bereich. Bei den meisten Staubsauger-Robotern landet der Schmutz in einem beutellosen Staubbehälter, der geleert und gelegentlich ausgewaschen werden kann. Im Gegensatz zum herkömmlichen Staubsauger müssen die meisten Roboter nach jedem Einsatz entleert werden. Nach seinem Einsatz fährt der "Roomba 581" eigenständig an seine Ladestation, um nach drei Stunden wieder mit vollem Akku bereitzustehen.

Sensoren verhindern Kollisionen

Die ersten Staubsauger-Roboter, die vor über zehn Jahren ihre Premiere hatten, hatten lediglich einen einfachen Kollisionssensor, der sie nach dem Aufprall auf ein Hindernis die Richtung ändern ließ.

Moderne Roboterstaubsauger wie der rund 430 Euro teure "Roomba 581" von iRobot verfügen hingegen über Ultraschall- oder Infrarot-Sensoren, um Tischbeinen und anderen Hindernissen schon vor einer möglichen Kollision auszuweichen oder Treppenabsätze zu erkennen. Sie können auch mit virtuellen Wänden auf ein bestimmtes Einsatzgebiet beschränkt werden. Während der "Roomba 581" bis zu vier Zimmer hintereinander säubern kann, beherrschen kleinere Modelle wie der "Roomba 555" den gesteuerten Raumwechsel nicht.

Wie finden die Staubsauger ihren Weg?

"Die iRobot-Modelle setzen bei den Fahrwegen auf eine Zufallsstrategie, überfahren die Flächen doppelt und dreifach und erzielen damit eine recht gute Reinigungsleistung", erklärt Uwe Fritz, der das Fachportal saugrobot.de betreibt, das Reinigungsprinzip iRobot-Sauger. Neuere in China entwickelte Modelle, die von Samsung und Philips vermarktet werden, versuchten hingegen, in parallel verlaufenden Bahnen zu fahren. "Das geht zwar schneller, aber dafür benötigt der Saugroboter auch mehr Sensoren", sagt Fritz.

Schon Einsteiger-Modelle sind recht teuer

Nach seiner Einschätzung hat iRobot - auch wegen der besseren Bürstentechnik - noch die Nase vorn. "Die Amerikaner müssen aber etwas tun, sonst werden sie demnächst von den chinesischen Geräten überholt." Außerdem sollte iRobot die Preise für seine Geräte in Europa an das deutlich niedrigere Niveau in den USA anpassen.

Für den kleineren Geldbeutel empfiehlt Fritz die Einsteiger-Modelle des Schweizer Importeurs und Saugroboter-Spezialisten Veluce, die ab 207 Euro zu haben sind. Im Gegensatz zu den Roomba-Geräten sitzt der Staubsaugermotor bei den einfachen Veluce-Modellen vor dem Staubfach, was etwas mehr Wartung erfordert.

Nur bedingt praxistauglich

Egal ob iRobot, Samsung, Kärcher, Philips oder Veluce: Vor dem Einsatz der Roboter müssen zunächst die Besitzer ran und aufräumen. "Man muss die Räume vorbereiten", sagt Fachmann Fritz. Sonst können sich etwa lose Kabel in den Geräten verheddern oder kleine Spielzeuge im Schlund des Roboters verschwinden. "Ich habe im Wohnzimmer sogar die Heizung etwas höher gesetzt, damit der Saugrobot auch richtig an der Wand entlang fahren kann.

Dieser Aufwand vor dem Saugen ist auch der Grund dafür, dass Silvia Frank vom Netzwerk Haushalt in Karlsruhe dem Einsatz von Reinigungsrobotern in der Wohnung skeptisch gegenüber steht. Die Geräte, die sie bislang testen konnte, seien eigentlich nur für größere Räume geeignet. "In einem herkömmlichen Privathaushalt steht einfach zu viel auf dem Boden herum."

Auch Jürgen Kuri, stellvertretender Chefredakteur der Computerzeitschrift "c't", rät dazu, die Erwartungen an die jetzige Generation der Reinigungsroboter nicht zu hoch zu hängen. "Die sind noch weit von der Zaubermaschine eines Daniel Düsentrieb entfernt." Kein Roboter könne eine am Boden liegende Socke zur Waschmaschine bringen oder in den Schrank legen, wenn sie bereits frisch gewaschen ist.

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