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Putzlappen reinigen und pflegen. Tipps für den richtigen Putzlappen

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Tipps gegen Keime und Bakterien  

Den perfekten Putzlappen finden und pflegen

21.07.2017, 08:07 Uhr | sikoe

Putzlappen reinigen und pflegen. Tipps für den richtigen Putzlappen. Wechseln Sie alle Putzlappen regelmäßig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ kosmos111)

Wechseln Sie alle Putzlappen regelmäßig. (Quelle: kosmos111/Thinkstock by Getty-Images)

Spül- und Putzlappen sind im Haushalt unentbehrlich. Steht man allerdings vor den Verkaufsregalen wird schnell klar, dass es eine riesige Auswahl gibt: Mikrofasertücher, Fenstertücher, antistatische Tücher, Spül- und Wischtücher und sogar fusselarme Tücher. Aber braucht man wirklich für jeden Reinigungsvorgang einen speziellen Putzlappen? Wir haben Tipps, wie Sie ihre Putzlappen sauber halten und welcher Putzlappen wofür am besten geeignet ist.

Bei den täglichen Putzaufgaben haben die meisten so ihre Vorlieben, was Reinigungsmittel und auch Putzutensilien wie Lappen oder Bürsten angeht. Der eine trocknet die geputzten Fenster mit einem speziellen Fensterleder, der andere verwendet einfach Zeitungspapier. Gläser kann man mit einem weichen Baumwolltuch oder mit einem speziellen Poliertuch zum Strahlen bringen. Gemeinsam ist aber allen Putzlappen, dass sie nach dem Gebrauch immer gut gereinigt werden sollten.

Keime und Bakterien in Putzlappen

Deutsche Hygiene-Forscher fanden heraus, dass Geschirrschwämme und Putzlappen ein Schlaraffenland für Erreger sind. Mehr als sieben Milliarden fanden sie auf einem normal großen Geschirrtuch oder Spülschwamm. Auch auf häufig angefassten Küchenarmaturen sind noch durchschnittlich 299.000 Keime pro zwei bis drei Quadratzentimeter nachweisbar. Deshalb ist es besonders wichtig, Schwämme und Lappen nach dem Gebrauch gut auszuspülen, richtig trocknen zu lassen und jeden zweiten Tag auszutauschen. Die meisten Putzlappen kann man zudem einfach in die Waschmaschine geben.

Putzlappen in der Waschmaschine waschen

Geschirrtücher aus Baumwolle, Spüllappen, Putzlappen und Schwämme sollten Sie bei mindestens 60 Grad waschen, damit die Bakterien abgetötet werden. Wenn Sie Tücher aus Mikrofaser waschen, sollten Sie auf Weichspüler verzichten, denn dieser vermindert die Saugfähigkeit der Tücher. Der Einsatz von Wäsche desinfizierenden Waschmitteln oder Sprays ist unter normalen hygienischen Verhältnissen unnötig. Statt dessen können Sie aber etwas Essig mit in die Einspülkammer Ihrer Waschmaschine geben. Keime, die sich auf den Textilien angesammelt haben, werden durch die Säure im Essig abgetötet, außerdem wirkt Essig kalklösend.

Auch wenn Sie ihre Putzlappen und Geschirrtücher regelmäßig waschen, sollten sie dennoch regelmäßig und je nach Verschmutzungsgrad erneuert werden, um die Ausbreitung von Bakterien erfolgreich zu verhindern. Das Gleiche gilt für Spülschwämmen und Spülbürsten. Letztere vertragen übrigens von Zeit zu Zeit auch einen Waschgang im Besteckkorb des Geschirrspülers.

Putzlappen in der Mikrowelle reinigen

Eine Mikrowelle ist in viele Haushalten vorhanden und man kann sie nicht nur für das Aufwärmen und Auftauen von Speisen nutzen. Spüllappen und Schwämme, die schon eine Weile benutzt wurden, aber noch recht sauber aussehen, kann man beispielsweise wunderbar für ein bis zwei Minuten bei maximaler Strahlungsleistung in die Mikrowelle legen. So werden Keime und Bakterien zu großen Teilen abgetötet. Damit das funktioniert, muss der Lappen oder Schwamm aber ordentlich nass sein.

Putzlappen für Bad und Küche auseinanderhalten

Aus hygienischen Gründen sollten Sie Lappen, die Sie für das Spülbecken in der Küche benutzen von denen unterscheiden, die Sie im Bad zum Reinigen der Toilette verwenden. Ein praktisches System ist die Trennung nach Farben: Ordnen Sie jedem "Putzbereich" im Haushalt – also zum Beispiel Küche, Bad, Wohnzimmer, Fußböden – eine Farbe zu und verwenden Sie entsprechend gefärbte Putzlappen und Schwämme.

Soll ein Zuhause "keimfrei" sein?

Erreger gehören zu unserem Leben und wie gefährlich sie im Einzelfall sind, hängt von der Art, der Menge sowie der Art der Aufnahme ab. Unbelastete Luft enthält zum Beispiel 100 bis 1000 Bakterien und Pilze pro Kubikmeter – also schon eine ganze Menge.

Für den Umgang mit Alltagskeimen reichen daher im Normalfall einfache Mittel aus. "Händewaschen ist die Hygienemaßnahme Nummer eins“, rät Wolfgang Dott, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen, bei FOCUS Online. "Desinfektionsmittel haben in Haushalten dagegen bei aller Vorsicht nichts verloren – normale Reinigungsmittel genügen völlig.“

Welche Putzlappen gibt es?

Putzlappen können aus unterschiedlichem Material bestehen: oft sind sie aus Baumwolle, können aber zum Beispiel auch aus Frottee und Mikrofaser gefertigt sein. Je nach Beschaffenheit der zu reinigenden Gegenstände oder Flächen kann es sinnvoll sein, mit verschiedenen Putzlappen zu arbeiten. Ist die Oberfläche, die man putzen möchte, kratzempfindlich, muss man besonders auf ein weiches Material beim Lappen achten.

Mikrofasertücher als Alleskönner

Mikrofasertücher eignen sich für fast alle Anwendungsbereiche und bieten zudem den Vorteil, dass man kein oder nur wenig Putzmittel verwenden muss. Oft genügt warmes Wasser oder ein Schuss Essig im Putzwasser. Man kann mit ihnen zum Beispiel Fenster und Spiegel reinigen und es gibt sie sogar in Form eines Handschuhs. So lassen sich schwer erreichbare oder "unförmige" Stellen leichter reinigen. Zum Staubwischen sind sie ebenfalls bestens geeignet.

Fußböden putzen

Für Fußböden gibt es spezielle Bodenwischer mit austauschbaren Bezügen. Die Bezüge gibt es von vielen Herstellern auf die speziellen Pflege-Bedürfnisse von Bodenbelägen wie zum Beispiel Parkett, Laminat oder Fliesen abgestimmt und man kann sie meistens problemlos in der Waschmaschine mit waschen und somit häufig wieder verwenden. Wenn man einen traditionellen Schrubber benutzt, eignen sich grobe Putzlappen für gründliches Reinigen am besten.

Küchen-Schwämme im Bad recyceln

In der Küche ist es meistens ausreichend, wenn Sie herkömmliche Schwammtücher zum Reinigen von Oberflächen und Kochfeld verwenden. Man kann sie zwischendurch immer mal mit ein wenig Essig "desinfizieren", sollte sie allerdings nach längerem Gebrauch auch austauschen.

Für härtere Fälle beim Spülen können Sie Schwämme mit einer weichen und einer rauen Seite verwenden, die aber ebenfalls immer gründlich ausgespült und auch regelmäßig erneuert werden sollten. Wenn Sie die in der Küche ausrangierten Schwämme und Lappen noch nicht in die Mülltonne werfen wollen, geben Sie ihnen beim Badputzen noch eine zweite Chance.

Dass sich viele Keime auch im Kaffeevollautomaten tummeln können, lesen Sie hier.

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