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Saugroboter im Praxistest

15.10.2014, 11:10 Uhr | sj, zuhause.de

Saugroboter im Test bei zuhause.de. Der Miele Scout RX1 überwindet auch kleine Hürden. (Quelle: Miele)

Der Miele Scout RX1 überwindet auch kleine Hürden. (Quelle: Miele)

Staubsaugen ist ebenso laut wie anstrengend und gehört wohl zu den unangenehmsten Hausarbeiten – zumindest, wenn man dabei anwesend sein muss. Wohl dem, der einen Saugroboter sein Eigen nennt. Die kleinen akkubetriebenen und programmierbaren Helferlein versprechen, die Wohnung zu reinigen, während man selbst angenehmeren Beschäftigungen nachgeht. Doch was taugen die Roboter wirklich? Zuhause.de stellt in seinem großen Praxis-Test drei aktuelle Geräte auf die Probe. Die Ergebnisse sind unerwartet gut. Doch es gibt auch einen großen Haken.

Zum Test traten der Miele Scout RX1, der Kobold VR200 von Vorwerk und der Samsung Powerbot VR9000 an. Die Geräte wurden fünf verschiedenen Testern zur Verfügung gestellt, die Saugleistung, Handhabung, Optik und Lautstärke bewerten sollten. Der Samsung-Sauger wurde auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) Anfang September 2014 präsentiert und war zum Zeitpunkt des Tests noch nicht im Handel erhältlich. Der Powerbot konnte aus organisatorischen Gründen nur von drei der fünf Tester unter die Lupe genommen werden. Trotzdem wurden alle drei Geräte unter sehr unterschiedlichen Bedingungen, Bodenbelägen und Verschmutzungsgraden getestet. Sie mussten sich auf Fliesen, Teppich, Parkett und Laminat gegen Staub, Sand und jede Menge Katzenhaare beweisen. Drei der Tester sind Katzenhalter. Im Ergebnis waren sich die Tester erstaunlich einig.

Bewertung von Handhabung und Aussehen

So wurde die Inbetriebnahme bei sämtlichen Geräten von allen Testern als sehr einfach empfunden. Selbst die nach eigener Einschätzung technischen Laien kamen gut zurecht beim Installieren der Ladestation und Montieren des mitgelieferten Zubehörs. Weniger Einigkeit herrschte erwartungsgemäß beim Beurteilen der Optik – ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Immerhin muss der Sauger samt Ladestation bei regelmäßigem Gebrauch in den meisten Haushalten dauerhaft sichtbar im Wohnraum herumstehen. Da die Stationen bei allen Geräten mindestens 30 Zentimeter seitlichen Abstand benötigen, kann man sie nur bedingt in Ecken oder Nischen verstecken. Während der Miele und der Vorwerk mit ihrem schlichten flachen Design den Testern überwiegend gut gefielen (jeweils vier "gefällt mir" und ein "geht so"), stieß das futuristische Äußere des deutlich größeren Samsung nicht auf so viel Gegenliebe (zwei "geht so" und ein "spricht mich nicht an"). Alle Tester fühlten sich wegen der Form und Farbgebung an eine riesige Batterie erinnert. Als vierter Punkt stand in der Bewertungsskala noch zur Auswahl: "Bei einem Sauger ist das Aussehen unwichtig".

Unterschiede bei der Saugleistung

In die Bewertung der Reinigungsleistung flossen neben dem Saugvermögen und der Gründlichkeit auch der Umgang mit Hindernissen und das Verhalten bei verschiedenen Belägen ein. Bei der reinen Saugleistung konnten vor allem der Samsung und der Vorwerk punkten. Wo immer sie lang fuhren, wurden Haare, Staub und Dreck nahezu vollständig entfernt. Der Miele ließ hingegen einige Kümmel auf Teppichen liegen und trieb die Wollmäuse mitunter mehr vor sich her als sie einzusaugen. Dafür war er mit Abstand der leiseste Proband im Test.

Mit seitlichen Bürsten in die Ecken

Allerdings kamen der Miele und der Vorwerk mit ihren rotierenden Seitenbürsten besser in schwierige Ecken. Diese seitlich angebrachten Bürsten kehren den Staub aus den Ecken und an den Kanten unter den Sauger, wo er dann eingesogen wird. Der Samsung hat derlei Bürsten nicht und erreicht dadurch nicht so gut den Staub in den Ecken und an den Rändern. Ein weiterer Nachteil: Aufgrund seiner enormen Höhe von etwa 14 Zentimetern passt er leider unter die wenigsten Sessel, Sofas, Schränke oder Betten und kann damit einen großen Vorteil anderer Saugroboter nicht ausspielen. Gerade unter Möbeln sind die flacheren Modelle eine große Hilfe, weil das Saugen mit dem Handsauger dort besonders schwierig und anstrengend ist. Hier waren der Miele und der Vorwerk mit ihren etwa neun Zentimetern Höhe klar im Vorteil.

Ein großes Problem bei Saugrobotern sind herumliegende Kabel oder ähnliche Hindernisse. Hier können sich die Geräte schnell verheddern und festfahren. Wer einen Saugroboter dauerhaft einsetzen will, sollte alle Kabel so verstauen und befestigen, dass sie nicht mehr zum Hindernis werden. Im Test mussten alle Sauger mit derlei "Stolperfallen" kämpfen. Der Vorwerk und der Samsung konnten sich dabei häufiger und besser aus eigener Kraft wieder befreien als der Miele, dem es dazu offenbar an der nötigen Kraft mangelte.

Sanftes Heranfahren an Hindernisse

Respekt vor Hindernissen zeigten alle drei Sauger. Sie fuhren allesamt sehr vorsichtig an Stuhlbeine, Bodenvasen oder Stehlampen heran, so dass weder empfindliches Mobiliar noch die Sauger bei Kollisionen Schaden zu nehmen drohten. Beim Miele lässt sich ganz leicht die "Kletterhöhe" des Saugers einstellen. Wie die anderen Sauger kann er Kanten bis zwei Zentimeter Höhe erklimmen. Hat man etwa einen flachen Lampenfuß, an dem der Sauger nicht hochfahren soll, kann man die Höhe, die der Sauger zu besteigen versucht, im Menü herabsetzen.

Apropos klettern: Mit kurzflorigen Läufern kamen alle drei Sauger gut zurecht. Der Übergang vom Hartboden auf Teppich gelang dabei in allen Fällen. Allerdings wurden leichte Matten mitunter mitgeschleift. Schwieriger wurde es bei hochfloriger Auslegeware. Hier hatten alle Sauger sowohl Probleme beim Hochklettern als auch bei der Reinigung. Dank eines speziellen Hebemechanismus stellte sich der Vorwerk beim Klettern besonders gut an. Die Kletterhilfe half ihm auch in engen Ecken beim Wenden. Der Samsung versuchte es eher mit Hartnäckigkeit. Konnte er beispielsweise eine höhere Teppichkante nicht überwinden, fuhr er am Rand entlang und probierte die Klippe ein Stück weiter zu erklimmen.

Reinigen nach Plan

Bei der automatischen Reinigung gehen der Vorwerk und der Miele nach erkennbaren Mustern vor, wobei der Vorwerk mehrere Räume oder verwinkelte Zimmer nacheinander abschnittsweise vornahm, während der Miele stets den kompletten Raum berücksichtigte. Beide fuhren nach einem erkennbaren Muster den Raum Bahn für Bahn ab. Beim Samsung war ein Muster nicht zu erkennen, was aber nicht heißt, dass er nicht alles abgesaugt hätte. Bei den anderen beiden war allerdings besser zu erkennen, welche Bereiche bereits gesaugt waren.

Unterschiedlich reagierten die Geräte auf Störungen. Wenn die Sauger wegen eines zu vollen Staubbehälters oder weil sie sich an einem Hindernis festgefahren hatten, die Reinigungssession unterbrechen mussten, stellten mehrere Tester beim Miele fest, dass er anschließend Bereiche vergaß. Auch der Samsung reinigte nach einer Störung bestimmte Bereiche mehrfach.

Alle drei Sauger verfügen über verschiedene Reinigungsprogramme, die sowohl über den Sauger als auch per Fernbedienung aufgerufen werden können. Neben der automatischen Reinigung des ganzen Raums können alle Testgeräte auch kleinere Bereiche gezielt reinigen. Eher eine nette Spielerei als ein nützliches Feature des Samsung ist das Punktsaugen, bei dem man dem Sauger mittels Fernbedienung und einem roten Punkt zeigt, wo er saugen soll. Die Fernbedienung wird dabei wie ein Laserpointer eingesetzt. Fernbedienbar waren übrigens alle drei Geräte und auch den Vorwerk kann man gezielt zu einem Punkt steuern – allerdings weniger komfortabel mit Pfeiltasten auf der Fernbedienung.

Einzelne Bereiche ausklammern

Clever ist die Virtual Guard von Samsung. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das mit Hilfe von Infrarotstrahlen eine virtuelle Wand erzeugt, mit der sich Bereiche abgrenzen lassen, die der Sauger nicht befahren soll. Das können zum Beispiel Ecken mit vielen Kabeln oder empfindliches Mobiliar sein. Die beiden anderen Geräte hatten zu diesem Zweck Magnetbänder mitgeliefert, das allerdings beim Miele mit zwei Metern recht kurz ausfiel. Zumindest reichte die Länge nicht aus, um den Sauger davon abzuhalten, unter die Couch zu fahren. Das von Vorwerk ist etwa vier Meter lang und auch etwas stabiler. Von der Handhabung her gewinnt die Virtual Guard. Einfach hinstellen und einschalten. Die Magnetbänder müssen erst ausgerollt oder bei Bedarf zugeschnitten werden.

Welcher Sauger ist der Beste

Bei der Frage nach dem besten Sauger waren sich alle Tester einig. Der Vorwerk Kobold VR200 hatte in nahezu allen Bereichen die Nase vorn. Gute Reinigungsleistung auf allen Flächen und ansprechende Optik machten ihn zum Favoriten. Vor allem seine Kletterfunktion, mit der es ihm gelang, sich auch aus schwierigen Situationen wieder zu befreien, begeisterte die Tester. Bei der Saugleistung war der Samsung Powerbot VR9000 zwar gleichauf, doch dessen Größe brachte ihm einige Abzüge. Dass er unter vielen Möbeln nicht saugen konnte, weil er schlichtweg zu hoch war, sahen alle drei Samsung-Tester als gravierenden Minuspunkt an. Wegen seines größeren Durchmessers kam er auch schlechter in Nischen als die anderen beiden.

Der Miele Scout RX1 war mit Abstand der leisteste Sauger, was die Tester als Pluspunkt empfanden. Auch bei der Optik konnte er mit seinem dezenten Design punkten. Allerdings ließ er einige Krümmel liegen, die die anderen problemlos aufsaugten. Das brachte ihm Abzüge bei der Saugleistung ein. Handhabung und Bedienung fanden die Tester bei allen drei Modellen intuitiv und leicht verständlich, auch beim Leeren das Staubbehälters hatten die Tester keinen eindeutigen Favoriten.

Als Zweitgerät zu teuer

Die Tester waren sich weitgehend einig, dass die Saugroboter eine Erleichterung bei der Hausarbeit sein können. So muss man weniger oft selbst zum Sauger greifen und kann die Wohnung saugen lassen, ohne dass man selbst anwesend sein muss. Sie können jedoch nur eine gewisse Grundreinigung gewährleisten. Da für enge Ecken, auf Treppen und für Polster weiterhin der herkömmliche Sauger unverzichtbar ist, taugen die Robosauger nur als Zweitgerät. Dafür sind sie den Testern allerdings noch zu teuer. Der Vorwerk Kobold VR200 ist für rund 750 Euro zu haben, den Miele Scout RX1 gibt es ab etwa 570 Euro und der Samsung liegt bei etwa 850 Euro. Dennoch hatten alle Tester viel Spaß mit den Geräten und hätten sie am liebsten weiter genutzt.

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