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Badezimmer putzen: Tipps gegen Schimmel und Kalk

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Schmutzige Fugen, krabbelnde Tierchen  

Kalk und Schimmel im Bad einfacher loswerden

08.08.2017, 11:00 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Badezimmer putzen: Tipps gegen Schimmel und Kalk. Mit einer Bürste werden Fugen geschrubbt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Eike Leppert)

Mit Backpulver sollten Sie Ihre Fliesen und Fugen nicht reinigen. (Quelle: Eike Leppert/Thinkstock by Getty-Images)

Schmutzige Fugen, krabbelnde Tierchen oder beschlagene Spiegel: Im Badezimmer ärgern wir uns häufig über kleinere und auch größere Probleme. Viele davon lassen sich schon mit einfachen Tricks oder günstigen Hausmitteln beseitigen. Bei manchen jedoch hilft nur ein Spezialmittel. Was Experten bei häufigen Problemen im Badezimmer empfehlen.

Bei Schimmel hilft ein spezieller Reiniger. Aber auch Alkohol bekämpft kleinere Schimmelflecken im Badezimmer. "Keinesfalls sollte Backpulver benutzt werden", sagt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Zwar lässt das Hausmittel die Fugen zunächst weißer erscheinen. "Mehl oder Stärke in den Fugen dient aber den mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückbleibenden Schimmelresten als Nahrung, was den nächsten Schimmelbefall vorprogrammiert", erklärt der Experte.

In Badezimmerfugen sammelt sich der Schmutz besonders gern an. Bei Kalkschmutz empfiehlt Reinigungsexperte Glassl saure Badreiniger. Dann muss das Fugenmaterial aber säurebeständig sein. Ansonsten sollte man Scheuerpulver verwenden.

Schäden an den Fugen verhindern

Laut dem Forum Waschen dürfen säurehaltige Reinigungsmittel nur kurz auf das Füllmaterial der Fuge einwirken. Bei leichten Ablagerungen nur bis zu einer Minute, bei stärkeren bis zu fünf Minuten. Gegen Schäden hilft, die Fugen vorher mit Leitungswasser zu benetzen. Das verhindert ein Eindringen des Mittels in das Fugenmaterial.

Beschlagenen Spiegel freibekommen

Spiegel und Fenster im Badezimmer laufen an, wenn die hohe Feuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden kondensiert. "Dies lässt sich verhindern, indem ein Glasreiniger mit Antibeschlageffekt verwendet wird", rät Glassl. Oder man heizt dem Bad richtig ein: Denn je wärmer die Luft beim Duschen ist, desto weniger Dampf entsteht. Die Stiftung Warentest empfiehlt etwa 24 Grad.

Einen schon beschlagenen Spiegel bekommt natürlich der Föhn wieder frei. Der Spiegel darf aber nicht zu warm werden. Sonst können Risse entstehen, sagt Glassl. "Man hält den Haartrockner nicht dicht vor den Spiegel und zielt nicht nur auf einen Punkt, sondern bewegt ihn zum Beispiel auf Höhe des eigenen Gesichts über eine Fläche von 30 Zentimetern mal 30 Zentimetern hin und her." Beim Abwischen hilft ein Mikrofasertuch. Ein normales Handtuch hinterlässt nur Schlieren.

Keine sauren Reinigungsmittel für Spiegel verwenden

Es kann auch sein, dass der Spiegel schwarz anläuft. "Dann ist die Silberschicht hinter dem Glas geschädigt", erklärt Experte Glassl. Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen. "Das kann man verhindern, indem man an die Spiegelränder keine sauren Reinigungsmittel gelangen lässt und beim Aufhängen des Spiegels die Schutzschicht nicht ankratzt."

Wo Wasser hinkommt, bleiben Kalkflecken zurück. Duschwände aus Glas und Kunststoff sind besonders anfällig. Einen besonderen Tipp hat die Stiftung Warentest: Kalkkrusten von flüssigem Buntwaschmittel aufweichen lassen. In Ecken kann auch ein Kunststoffspachtel dicke Ablagerungen gut lösen. Danach trägt man etwas Zitronensäure auf und lässt sie einwirken. Am einfachsten ist aber, die Flächen wie auch Fliesen direkt trockenzureiben.

Armaturen nicht mit Säure einsprühen

An Armaturen ist Kalk eine heikle Sachen: Denn schrubbt man ihn mit aggressiven Mitteln und groben Lappen weg, verkratzt das Chrom. Dieser Überzug ist meist nur eine dünne Schicht. Ist sie verletzt, kann der Kern rosten. Daher gilt: Reiniger zum Beispiel mit Ameisen- oder Salzsäure sind tabu, erklärt die Stiftung Warentest. Die Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft betont auch, dass Reiniger in Sprühflaschen grundsätzlich nicht direkt auf die Armaturen gegeben werden dürfen, sondern auf ein Tuch. Der Sprühnebel kann sonst durch Ritzen und Öffnungen in die Armatur eindringen und Schaden anrichten.

Hartnäckigen Kalk loswerden

Frischen Kalk entfernen ein paar Tropfen Handseife auf einem feuchten Tuch. Verkrustungen raut man erst mit einem Bimsstein leicht auf. Dann wird etwas Essigreiniger darauf gegeben. Manchmal verbindet sich der Kalk mit Eisen und bildet Rostflecken. Hier hilft ein in Essig getränktes Küchenkrepp. Dieses wird auf Stelle gelegt.

Vorsicht bei Badewannen aus Acryl

Für Kalkbeläge in der Badewanne aus Acryl wird das Küchenpapier in Zitronensäurelösung getaucht. Das Papier darf aber keine Drucke haben. Sonst verfärbt sich das Acryl dauerhaft. Auf keinen Fall darf das Material mit üblichen Entkalkern für Elektrogeräte wie die Kaffeemaschine geputzt werden. Diese können die Wanne ebenfalls verfärben.

Auch bei Emaille muss man aufpassen. Stark saure Reiniger können die Beschichtung angreifen. Sie wird dadurch matt und rau. Bei handelsüblichen Reinigern steht es meist auf der Verpackung, ob sie auch für Emailleoberflächen verwendet werden dürfen. Hausmittel sollte man zunächst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren, bevor man sie großflächig einsetzt.

Tipps gegen Silberfischchen

Auch Silberfischchen finden sich häufig im Bad. Sie lassen sich leicht mit Tüchern einfangen, auf die Zucker oder Mehl gestäubt wird. Pappstreifen mit Honig sind ebenfalls ein gutes Lockmittel. Auch Kartoffeln in einer Schale locken die Tiere an. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) in Hamburg rät, die Fressfallen abends aufzustellen und morgens einzusammeln. Abflüsse von Waschbecken und Badewannen sind ebenfalls Versteckmöglichkeiten der nachtaktiven Silberfischchen. Es hilft, sie über Nacht zu verschließen.

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