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Mietrecht: Kinderlärm muss toleriert werden

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Kindergeräusche kein Beschwerdegrund

01.08.2011, 17:12 Uhr | dpa-tmn

Mietrecht: Kinderlärm muss toleriert werden. Wenn Kinder auf der Straße spielen, kann es schon mal laut werden. (Foto: Imago)

Wenn Kinder auf der Straße spielen, kann es schon mal laut werden. (Foto: Imago)

Wer zu Hause ist, möchte abseits von Arbeit und Hektik gern seine Ruhe haben. Leider ist das häufig nicht möglich. Verkehr und benachbarte Baustellen verbreiten oft so viel Lärm, dass an gemütliches Entspannen nicht zu denken ist. Viele Menschen stören sich auch an Kinderlachen und Babygeschrei. Doch das muss laut dem Gesetzgeber in den meisten Fällen hingenommen werden.

Es ist Sonntagnachmittag und die beste Zeit, um im Ohrensessel ein gutes Buch zu lesen. Doch die Ruhe währt nur kurz: Nachbars Baby fängt gerade zum fünften Mal an diesem Tag zu schreien an und im Hof sind spielende Kinder geräuschvoll zu Gange.

Lärm ist nicht gleich Lärm

Wen das stört, dem bleibt auf Dauer nur der Umzug. Denn laut Gesetzgeber kann Kinderlachen nicht mit Verkehrs- oder Baustellenlärm gleich gesetzt werden. Das wurde nun auch durch eine Änderung im Bundesemissionsschutzgesetz festgehalten.

Kinderlachen kein "schädlicher Umwelteinfluss"

Unter anderem ist dort verankert, dass durch Kindertageseinrichtungen, Spiel- oder Bolzplätze hervorgerufene Geräuschpegel keine "schädlichen Umwelteinwirkungen" und damit in aller Regel hinzunehmen sind. Hier wird eine erweiterte Toleranzgrenze eingefordert.

Mehrfamilienhaus ist kein Kloster

Insbesondere bei Lachen, Weinen und Schreien von Kleinkindern sollten Mieter nachsichtig sein. Auch Störungen nach 22.00 Uhr sind hinzunehmen, denn niemand kann verhindern, dass ein Baby nachts einmal schreit. Die Aussage eines Düsseldorfer Richters dazu: "Ein Mehrfamilienhaus ist kein Kloster, Kinder können nicht wie junge Hunde an die Kette gelegt werden."

Mieter können Miete kürzen

Trotz des erweiterten Spielraums ist das aber nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) kein Freifahrtschein. Denn bei extremen Lärmstörungen können sich Nachbarn bei ihrem Vermieter beschweren und haben unter Umständen das Recht, die Miete zu kürzen.

Vermieter kann Familien kündigen

Das gilt etwa, wenn kleine Kinder schreien und lärmen, weil die Eltern sie vernachlässigen oder ihren Aufsichtspflichten nicht nachkommen. Erfährt der Vermieter von solchen Umständen, ist er verpflichtet, einzugreifen. Ist der Lärmpegel unerträglich, kann er der lärmenden Familie auch kündigen.

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