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Tische in modernem Design

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Tische mal ganz anders

10.04.2012, 17:23 Uhr | dpa-tmn

Tische in modernem Design. Diese Tische sind mehr Kunstwerk als Möbelstück. (Quelle: Minotti)

Diese Tische sind mehr Kunstwerk als Möbelstück. (Quelle: Minotti)

Ob man mit Freunden über Gott und die Welt diskutiert oder mit der Familie gemeinsam isst: im Mittelpunkt steht meist ein Tisch. Immerhin werden schon seit Generationen alle wichtigen Familienthemen am Küchentisch geregelt. Umso erstaunlicher, dass die Designer-Zunft einem solch zentralen Einrichtungsgegenstand in den vergangenen Jahren nur vergleichsweise wenig Beachtung schenkte. Jetzt haben einige Gestalter den Tisch für sich neu entdeckt und setzen dabei auf außergewöhnliche Materialien und individuelle Gestaltung.

In den letzten Jahren wurde geloungt, gelümmelt, auf der Couch abgehangen. Tische spielten einer eher untergeordnete Rolle. Doch neuerdings rückt der Tisch immer mehr in den Fokus. Schuld daran sind drei aktuelle Strömungen. Zum einen betreiben immer mehr Menschen das Kochen als Hobby. Essen ist dabei mehr als nur Nahrungsaufnahme. Wenn das Menü dann mit viel Liebe und Aufwand zubereitet wurde, sollen die Gäste auch an einem schönen Tisch speisen können.

Die Tischplatte aus Holz hat ausgedient

Der zweite Trend sind innovative Materialien: Sie machen ganz neuartige Konstruktionen möglich. Statt einer zentimeterdicken Holzplatte kommt etwa hauchdünnes Carbon zum Einsatz. Das zunehmende Sammelfieber ist die dritte Strömung, die dem Tisch neue Aufmerksamkeit bringt. Während Designliebhaber ihr Augenmerk in der Vergangenheit auf Stühle und Liegen gerichtet haben, entdecken sie gerade den Tisch wieder.

"Am Tisch verbringt man intensive Zeit des Nachdenkens oder versammelt Familie und Freunde zum gemeinsamen Speisen", erläutert Birgit Gebhard vom Trendbüro Hamburg. "Damit erhält das Möbel einen symbolischen, einen sinnstiftenden Wert." Für Tische namhafter Designer müssen Kunden dabei einiges investieren: Sie kosten schon mal fünf- bis sechsstellige Summen.

Mehr Kunstobjekt als Tisch

Dafür sind solche Tische oft echte Hingucker. Das gilt etwa für die Stücke aus dem Haus der Firma Established & Sons. Die Briten vereinen in ihren Entwürfen ein bisschen Kunst, eine große Dosis Design und eine Prise Mode. Damit ziehen sie Prominente an, die solch extravagante Entwürfe besonders lieben.

Wenn der Tisch nicht durch die Tür passt

Als sich das Unternehmen 2005 erstmals auf der Mailänder Möbelmesse präsentierte, wurde der Auftritt zum Gesprächsthema - auch dank einer Anekdote: Der fast vier Meter lange "Aqua Table" passte nicht durch die Tür des Ausstellungsraums. Um die Präsentation trotzdem stattfinden zu lassen, organisierte die Crew kurzerhand einen Kran, ließ das Metalldach aufsägen, den Tisch ins Innere der ehemaligen Sporthalle hieven und das Dach flicken.

Der Tisch, oder besser die Raumskulptur – ein Entwurf der Stararchitektin Zaha Hadid – scheint aber jegliche Masse zu leugnen: Er ist elegant geschwungen und wirkt nahezu schwerelos. Eine ähnliche Faszination löst der "Surface Table" von Terence Woodgate und Formel-1-Ingenieur John Barnard aus, der ebenfalls für Established & Sons kreiert wurde.

Formel-1-Technik für das Wohnzimmer

Die beiden Designer entwarfen in einer kühnen Kombination von aktuellster Rennwagen- und Flugzeugtechnik ein hauchdünnes Etwas aus Carbonfasern: Die Platte des Tisches hat bei einer Länge von drei Metern gerade einmal eine Stärke von zwei Millimetern. Das ist fünfmal weniger als jedes annähernd vergleichbare Objekt.

Ein Tisch für Brad Pitt

Ein weiteres Beispiel für die neue "Tischkultur" kommt aus Holland: "Wir lieben das Alte, aber wir wollen was Neues und auch scheinbar unmögliche Wege einschlagen", erklärt Jeroen Verhoeven, einer von drei Designern des Trios Demakersvan aus Rotterdam. Ein Beispiel ihrer Arbeit ist der "Cinderella Table", ein Realität gewordenes Fantasiemöbelstück.

Es ist eine Neuinterpretation alter Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in dem sich Tisch und Kommode vereinigen. Von vorne wirkt das Möbel kompakt, auf der Rückseite zeigt es sich als hohles Gebilde. Es gibt die hölzerne Version und nur sechs 200 Kilogramm schwere Stücke aus Carrara-Marmor. Einen hat Schauspieler Brad Pitt gekauft, einer steht im Londoner Victoria & Albert Museum.

Ohne digitale Zeichenprogramme und eine computergesteuerte Fräse wäre diese Tischskulptur unmöglich gewesen. "Es geht darum, etwas Einzigartiges mit einer intelligenten Maschine zu schaffen, die normalerweise für die Massenproduktion eingesetzt wird", erklärt Verhoeven.

Ein echtes Einzelstück mit Geschichte

Um einzigartige und auserlesene Stücke geht es auch der Firma e15 aus dem hessischen Oberursel in ihrer neuen Kollektion "Selected", die sie erstmals auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln im Januar vorgestellt hat. "Trunk" ist ein circa vier Meter langer Tisch, der aus vier versetzt zusammengesetzten Nussbaum-Planken besteht. Der Architekt Philipp Mainzer hat das Material so belassen, dass die Tischkanten den rohen, nur gebürsteten Rand des Baumstammes zeigen. Die Tischplatte liegt wie schwebend auf rohrförmigen Stahlbeinen auf.

Edles Marmor oder massentaugliche MDF-Platte

Die Qual der Wahl überlässt die italienische Möbelmarke Minotti beim Esstisch "Claydon" seinen Kunden: Für den Tisch von Rodolfo Dordoni mit mittigem, vierfüßigem Sockel kann für die Platte zwischen Portoro- oder Emperador-Marmor, mokkafarbener Esche oder einer MDF-Platte mit Hochglanzlackierung gewählt werden. Dadurch und durch die verschiedenen Preiskategorien dürfte der Tisch für einen größeren Kundenkreis interessant sein - schließlich kann nicht jedes Unternehmen auf die Sammler von Einzelstücken setzen.

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