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Mieterhöhung oft fehlerhaft: Mieter-Tipps von Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest: Mieterhöhung genau prüfen

15.01.2013, 13:59 Uhr | rw, zuhause.de

Mieterhöhung oft fehlerhaft: Mieter-Tipps von Stiftung Warentest. Mieterhöhungen sind oft fehlerhaft. Stiftung Warentest rät zur genauen Prüfung. (Quelle: imago/INSADCO)

Mieterhöhungen sind oft fehlerhaft. Stiftung Warentest rät zur genauen Prüfung. (Quelle: INSADCO/imago)

Wenn Vermieter eine Mieterhöhung ankündigen, sollten Mieter handeln. Denn Mieterhöhungen sind sehr oft fehlerhaft. Darauf weist die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest hin. Widerstand kann sich demnach für den Mieter lohnen. In einigen Fällen ist sogar die gesamte Mieterhöhung unwirksam.

Die Mietpreise in Deutschland steigen vor allem in den attraktiven Ballungszentren ganz massiv. Im Jahresrhythmus setzen viele Vermieter und Wohnungsgesellschaften erhebliche Mieterhöhungen durch. Doch Fehler können die Mieterhöhung unwirksam machen, so dass ein Mieter sie nicht mehr bezahlen muss.

Für die Mieterhöhung gelten klare Regeln

Nur alle 15 Monate dürfe die Miete von frei finanzierten Wohnungen steigen, so Finanztest. Obergrenze seien Steigerungen um 20 Prozent innerhalb von drei Jahren. Auch darüber hinaus müsse sich der Vermieter bei der Mieterhöhung an bestimmte Regeln halten, erklären die Experten. So dürfe die Miete beispielsweise nur bis zur sogenannten ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden.

Experten können Fehler bei der Mieterhöhung aufdecken

Nicht selten unterliefen dem Vermieter aber Fehler, die im Einzelfall sogar die ganze Mieterhöhung unwirksam machen könnten. In jedem Fall sei eine fehlerhafte Mieterhöhung angreifbar. Finanztest rät Mietern, sich gründlich beraten zu lassen, bevor sie auf ein Mieterhöhungsschreiben reagieren – zum Beispiel bei einem örtlichen Mieterverein.

Mieterhöhungen aufgrund umlagefähiger Investitionen

Bei Mietsteigerungen infolge von Modernisierungen gilt: Der Vermieter darf elf Prozent der Kosten auf die Jahresmiete umlegen. Die Investition muss allerdings die Energieeffizienz oder den Wohnwert langfristig verbessern. Instandhaltungskosten für Renovierung und Reparaturen zählen nicht dazu. Zudem kann der Mieter die Modernisierung in Härtefällen stoppen – und damit die Mieterhöhung. Diese Investitions- und Sanierungskosten dürfen Vermieter auf die Miete umlegen.

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