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Fußboden mit automatischer Notruffunktion entwickelt

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Deutsche Forscher entwickeln völlig neuen Fußboden

16.01.2014, 12:38 Uhr | zuhause.de

Fußboden mit automatischer Notruffunktion entwickelt. Forscher des Fraunhofer-Instituts haben einen Fußboden entwickelt, der bei einem Sturz automatisch einen Notruf sendet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild)

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben einen Fußboden entwickelt, der bei einem Sturz automatisch einen Notruf sendet. (Quelle: Symbolbild/Thinkstock by Getty-Images)

Gerade bei Senioren erhöht sich mit dem Alter die Unfallgefahr. Stürze gehören zu den häufigsten Ursachen von schweren Verletzungen. Forscher des renommierten Fraunhofer-Instituts haben mit "CapFloor" einen völlig neuen Fußboden entwickelt, der Stürze registriert und automatisch einen Notruf absendet. Das System soll dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

Auch mit 80 Jahren noch in den eigenen vier Wänden wohnen, mobil und unabhängig bleiben. Das ist das Ziel vieler Senioren. In einer Emnid-Studie im Jahre 2011 gaben zweidrittel der Befragten an, den Lebensabend am liebsten in den eigenen vier Wänden verbringen zu wollen. Häufig leben Senioren allerdings allein, sind bei Unfällen aber auf fremde Hilfe angewiesen. Bisherige Systeme mit tragbarem Notrufknopf müssen ständig am Körper mitgeführt werden. Sonst sind sie im Notfall nicht greifbar.

Der neue Fußboden ist aktueller Technik weit voraus

"CapFloor" hingegen soll dieses Problem vollautomatisch lösen. Der von den Fraunhofer-Forschern entwickelte Fußboden setzt auf eine Lösung, welche flexibel unter üblichen Bodenbelägen, wie Parkett oder Teppichen, angebracht werden kann. Der Vorteil gegenüber mobilen Sturzerkennungs-Systemen besteht darin, dass das System nicht am Körper getragen wird und somit weder stört noch vergessen werden kann.

Auch Fehlalarme sollen so reduziert werden, erklärt Tobias Große-Puppendahl vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Fraunhofer IGD). Weil das Fußboden-Notrufsystem vollautomatisch arbeitet, kann es anders als mitgeführte Notrufknöpfe nicht versehentlich ausgelöst werden.

So funktioniert der neue Fußboden

Die unsichtbare Technologie unter dem handelsüblichen Fußbodenbelag soll zudem preisgünstig und einfach zu warten sein, verspricht Große-Puppendahl. Weil keine Elektronik, sondern nur Drähte unter dem Bodenbelag zum Einsatz kommen, sei das System nicht sonderlich teuer.

Und so funktioniert der clevere Fußboden: Ein älterer Mensch stürzt in seiner Wohnung. Sensoren registrieren über die Drähte unter dem Fußboden die Bewegung und können zwischen Stehen, Sitzen und Liegen unterscheiden. Sie können dabei auch einen Sturz lokalisieren und automatisch einen Notruf an eine Servicezentrale absetzen. Diese verständigt dann nach einer erfolglosen Rückmeldung bei der betroffenen Person den Rettungsdienst.

Auch weitere Anwendungsgebiete für den Fußboden sind denkbar

"Die Anwendungsbereiche von 'CapFloor' sind vielseitig" schwärmt man bei Fraunhofer IGD. "Sie reichen von der Unterstützung bei der Sturzerkennung in Privatwohnungen oder Pflegeeinrichtungen über eine Einbruchserkennung bis hin zur Evakuierung eines Gebäudes." In ersten Pilottests habe sich "CapFloor" bereits als alltagstauglich erwiesen und bestens bewährt. "Vielleicht ist das System in einigen Jahren bereits Standard in jeder Wohnung", hoffen die Entwickler. In der kommenden Woche wird "CapFloor" auf dem 7. Deutschen AAL-Kongress (AAL = Ambient Assisted Living; deutsch: umgebungsunterstütztes Leben) einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

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