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Grillen: Saures und Salziges besser nicht in Alu grillen

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Umstrittenes Grillzubehör  

Saures und Salziges nicht in Alu grillen

20.07.2016, 12:23 Uhr | Martina Schüttler-Hansper

Grillen: Saures und Salziges besser nicht in Alu grillen. Grillen mit Alufolie (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alufolie schützt das Grillgut vor zu großer Hitze. Für Saures und Salziges ist Alu aber ungeeignet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ohne Aluminium geht bei vielen Grillfans nichts. Sie legen Steak und Wurst auf Aluschalen und wickeln Kartoffeln, Gemüse und Fisch sogar komplett in die Folie. Das ist zwar praktisch, schadet aber nicht nur der Umwelt, sondern manchmal auch der Gesundheit. Zumindest wenn man das Falsche in die Alufolie packt.

Alufolie und -schalen werden beim Grillen häufig genutzt, um zu verhindern, dass Fett in die Glut tropft. Dann nämlich können krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen, kurz PAKs, entstehen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist der Gebrauch von Aluschalen beim Grillen von Fleisch vertretbar. Salzen und würzen sollten Sie dann aber erst am Ende des Garvorgangs.

Hinweise auf dem Produkt beachten

Saure und salzige Lebensmittel sollten hingegen nicht mit Alu in Kontakt kommen. Denn das Metall kann sich unter dem Einfluss von Säure oder Salz lösen und in die Lebensmittel übergehen, so das BfR. Der Hinweis, dass man Aluminiumfolien nicht in Verbindung mit stark säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln benutzen sollte, finden Sie häufig auch auf dem Etikett.

UMFRAGE
Versuchen Sie Alufolie und -schalen beim Grillen zu vermeiden?

Gesunde Alternativen zu Alufolie

Wer auf Alufolie beim Grillen verzichten möchte, hat einige Möglichkeiten. Statt Einwegschalen aus Aluminium können Sie Schalen aus Edelstahl oder Emaille verwenden. Diese lassen sich nach Gebrauch ganz einfach in der Spülmaschine reinigen.

Käse, Gemüse oder Fisch lassen sich auch in Bananenblätter - gibt es im asiatischen Supermarkt - oder in Kohl-, Mangold-, Rhabarber- oder Weinblätter einpacken. Das rät die Stiftung Warentest. Auch feuerfeste Porzellanschälchen oder Grillpfannen sind gut dafür geeignet. Muss das Grillgut nicht direkt in der Hitze garen, können Sie es auch mit zwei bis drei Lagen angefeuchtetem Backpapier probieren.

Mit passendem Grillzubehör Alu vermeiden

Auch Zubehör wie Grillgitter, Fischgriller oder Grillbretter machen Alufolie und -schalen oft überflüssig. In Gittern mit Griff lassen sich beispielsweise kleine Gemüsestücke gleichzeitig grillen. Auch Fisch, Käse oder Burgerpatties, die auf dem Grill schnell auseinander fallen oder durch den Rost rutschen, sind darin gut aufgehoben. Ein Grillbrett oder eine Planke - oft aus Zedernholz - ist hervorragend geeignet für das schonende Garen von Fisch. Das Grillgut bekommt dadurch zudem ein köstliches Aroma.

Da es beim direkten Grillen schnell passiert, dass das Grillgut verbrennt, ist es ratsam, auf dem Grill mehrere Temperaturzonen einzurichten. Das erreichen Sie die Kohlemenge oder den Abstand vom Rost zur Glut verändern. Wird es dem Steak oder der Wurst zu heiß, können Sie diese einfach in eine weniger heiße Zone bringen.

Wie viel Alu ist unbedenklich?

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, nicht mehr als 1 Milligramm (mg) Aluminium je Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Laut dem BfR schlucken viele Menschen allein über das Essen so hohe Mengen Aluminium, dass die wöchentlich verträgliche Menge dadurch bereits ausschöpfen.

Aluminium ist laut Experten Gift für das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben. Es beeinflusse außerdem die Knochenentwicklung, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Das BfR verweist darauf, dass die Datenlage in Bezug auf gesundheitliche Risiken, darunter auch Alzheimer und Brustkrebs, bisher nicht eindeutig ist und weitere Forschungen notwendig sind.

Um die Belastung durch Aluminium zu verringern, empfehlen die Verbraucherzentralen folgendes:

  • Alufolie nicht in Kontakt mit salzigen oder sauren Lebensmitteln wie gepökelter Wurst, Tomaten, Rhabarber, Apfelmus oder Zitronensaft bringen.
  • Nicht oder selten in Alufolie garen. Ausnahme: Grillschalen - hier muss das Risiko aber genau abgewogen werden.
  • Beschädigte Alu-Trinkflaschen nicht mehr verwenden, Flaschen schonend reinigen.
  • Keine Kochutensilien aus Alu verwenden, insbesondere kein Campinggeschirr, aber auch keine Dampfentsafter.
  • Selten Fertiggerichte aus Aluschalen verzehren.
  • Verzicht auf aluminiumhaltige Kosmetika wie Deos, Lippenstifte, Sonnenmilch und Zahnpasta, insbesondere bei geschädigter Haut.
  • Den Arzt nach aluminiumfreien Medikamenten fragen.

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