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EM 2008: EM-Fans lieben Würstchen

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EM 2008  

Der EM-Fan beißt lieber in die Wurst

16.06.2008, 12:39 Uhr | dpa

Der EM-Fan steht auf Bratwurst. (Foto: imago)Der EM-Fan steht auf Bratwurst. (Foto: imago)Zartes Wiener Schnitzel, knusprige Rösti, Wein aus der Wachau, echter Emmentaler und Schweizer Schokolade - das könnten die Gäste der EM 2008 in den Gastgeberländern verspeisen. Doch in der Praxis liebt der Fußballfan schlicht und einfach Wurst. Das jedenfalls haben die ersten Tage in Österreich und der Schweiz gezeigt. Die österreichischen Käsekrainer oder die schweizer Cervelat waren die Favoriten in den Fanzonen - gehobene Regionalküche landet in der Gunst noch hinter Döner, Burger und Thai- Curry.

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Täglich 15 000 Bratwürste

Entsprechend haben sich die Caterer auch eingedeckt. So wollen in Zürich von der Firma Two Spice täglich an die 15.000 Bratwürste an die Frau oder den Mann gebracht werden. In Wien sind es mit 300.000 paar Würsteln ähnliche Dimensionen. Da spielen Krebs-Papaya-Salat, rosa gebratene Lammkeule oder andere Raffinessen in VIP-Zelten nicht wirklich eine Rolle.

Der Blick über den Tellerrand lohnt sich

Allerdings lohnt sich der Blick über den kulinarischen Papptellerrand. Wenn die beiden Länder in ihrer Fußballkunst auch noch kein Fünf-Sterne-Niveau erreicht haben, in ihrer Esskultur sehen sich etwa die Österreicher europaweit als klare Favoriten. Und die Schweiz schwört auf ihre regionale Vielfalt sowie italienische und französische Einflüsse, "und behauptet ihren Spitzenplatz in der europäischen Gastronomie", wie der jüngste Gourmetführer "Guide Michelin" schreibt.

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Österreichische Küche mit Mehlspeisen-Raffinessen

"Die österreichische Küche basiert auf wunderbaren Grundlagen und frischen, regionalen Produkten", sagt der Direktor des Hotels Sacher in Wien, Reiner Heilmann. Dabei kann das Angebot auf Österreichs Speisekarten leicht manchen Hosenbund an die Grenzen seines Fassungsvermögens bringen. Eine große Mitschuld haben da sicherlich Kaiserschmarrn, Topfenknödel, Palatschinken und Co. "Die österreichischen Mehlspeisen sind ein Muss", sagt der Hoteldirektor. Zuallererst nennt er natürlich die weltbekannte Torte aus seinem Haus, von der jährlich rund 360 000 Stück verkauft werden. Das mehr als 175 Jahre alte Rezept des prominenten Schokokuchens mit Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade) liegt im Safe, mit dem Markenschutz der "Original Sachertorte" ist eine ganze Rechtsabteilung beschäftigt.

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Auch Liebhaber von Herzhaftem kommen auf ihre Kosten

Wer es herzhafter mag, der findet in Österreich von zahlreichen Tafelspitz-Variationen (gekochtes Rindfleisch) mit Apfel-Meerrettich und Schnittlauchsoße bis zum in Eier-Semmelbrösel-Panade gekleideten Backhendel ein großes Angebot. Auch die Schweizer Küche ist eher rustikal. Zu Rösti (in Öl gebackenen geraffelten Kartoffeln) passt das Zürcher Geschnetzelte aus Kalbfleisch und morgens das ebenfalls in der Schweizer Metropole erfundene und inzwischen selbst in China bekannte Bircher Müsli des Arztes Maximilian Oskar Bircher-Brenner.

Sprach-Missverständnisse beim Bestellen

Generell könnte das Gebiet der Kulinarik zwischen Deutschen, Österreichern und Schweizern zu einigen sprachlichen Missverständnissen führen. Bietet der Kellner in Klagenfurt "Gebäck" an, meint er Brot und nicht Kuchen, für den "Vogerlsalat" (Feldsalat) mussten ebenso keine Piepmatze sterben wie in Basel für den "Fleischvogel" (Roulade). Und der österreichische "Lungenbraten" besteht nicht aus gerösteten Innereien, sondern aus Filet. Wer beim "Rindsvoressen" ein ungutes Gefühl bekommt, darf sich doch einfach nur auf ein Schweizer Rindergulasch freuen - am besten mit "Herdöpfelstock" (Kartoffelbrei).

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