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Wein: Winterweine aus dem Discounter

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Wein  

Winterweine aus dem Discounter im Vergleichstest

04.01.2009, 12:42 Uhr | Uwe Kauss

Winterweine: Discounter-Weine sind besser als erwartet. (Foto: imago)Discounter-Weine sind besser als erwartet. (Foto: imago)Reh, Hase, Gans, Pilze und Pastinaken: Im Winter wird traditionell und deftig gekocht. Ein regionaler Tropfen ist dazu der perfekte Essensbegleiter – doch eignen sich auch günstige deutsche Rotweine aus dem Discounter zum Wintergenuss? Wir haben neun Weine von Aldi Süd, Lidl, Penny, Plus, Norma und Rewe getestet, um herauszufinden, was sie zu bieten haben. Das Ergebnis: überraschend positiv.

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Deutscher Wein passt am besten im Winter

Der Winter hat einen besonderen Geschmack. In der kalten Jahreszeit schmecken Wild, Gans und Hase ebenso gut wie Pilze, Rotkraut, Maronen und Wurzelgemüse, also Pastinaken, Petersilien- oder Schwarzwurzeln. Der passende Wein für diese erdige, oft deftige traditionelle Küche stammt am besten aus der Region. Denn schwere internationale Rotweine, etwa aus Spanien, USA, Argentinien oder Chile sind meist zu mächtig und intensiv für zartes Fleisch und nussiges Wurzelgemüse. Unter den deutschen Rotweinen eignet sich für festliche Tafeln mit solchen Gerichten am ehesten der Spätburgunder; denn verbreitete Sorten wie Dornfelder und Portugieser mit ihren oft sehr dünnen, süßlichen Noten passen so gar nicht zu den herben Winteraromen von Wild und Co.

Spätburgunder – perfekt zum Wild

Der Spätburgunder, der auf Französisch Pinot Noir heißt, schmeckt dagegen genau richtig: Pflaume, Beeren, Kirsche, Leder, Waldboden, Kohle und viel Mineralität sind seine Aromen, die sich je nach Qualität mehr oder weniger ausprägen. Die Sorte hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland zu großer Klasse entwickelt: Die Top-Weine gewinnen Preise bei internationalen Wettbewerben und kosten weit über 50 Euro. Doch es geht auch deutlich günstiger. In den Regalen der Discounter und Supermärkte stehen Spätburgunder ab zwei Euro. Aber es ist klar, dass in dieser Liga keine Superweine zu erwarten sind.

Das Testergebnis: Kein Aromenfeuerwerk, aber besser als erwartet

Wir haben insgesamt neun Discounterweine getestet, die gut zu Pilzen, Wild und Wurzelgemüse passen – mit unerwartet positivem Ergebnis: Der Testsieger hinterließ einen ordentlichen Eindruck, die folgenden Plätze fielen ebenfalls kaum ab. Das ist neu: Bei früheren Vergleichen blieben die Discounterweine meist weit hinter den ohnehin nicht zu hohen Erwartungen der Tester zurück. Doch diesmal waren sieben der neun verkosteten Weine immerhin sauber gemacht und fehlerfrei, manche sogar sortentypisch und recht ausgewogen in den Aromen. Es sind ehrliche Weine für wenig Geld – nicht mehr und nicht weniger. Sie entzünden zwar kein Aromenfeuerwerk, runden aber deftige Wintergerichte auf schlichte Weise ab. Das Ergebnis ist auch auf den guten Jahrgang 2007 zurückzuführen, aus dem die allermeisten Weine stammen.

Bei 18 Grad Trinktemperatur

Mit dabei waren auch zwei Weine der Sorte Schwarzriesling, die wahrscheinlich als Mutation aus der Spätburgunderrebe entstand und mit der Weißwein-Sorte Riesling nichts zu tun hat. Im Burgund ist sie seit über 400 Jahren bekannt, wird aber auch in einigen deutschen Regionen angebaut. Sie passt ebenfalls hervorragend zu den Wintergerichten – deswegen sind die beiden Weine ebenfalls ins Testfeld einbezogen worden. Alle Weine wurden direkt aus den Regalen von Aldi Süd, Lidl, Penny, Plus, Norma und Rewe gekauft, eine halbe Stunde vor dem Test geöffnet und bei 18 Grad Trinktemperatur verkostet.

Eine gute Note drei auf Platz eins

Den ersten Platz im Test belegt ein badischer Wein aus dem Regal von Penny, der aus den beiden Sorten Spätburgunder und Schwarzriesling besteht. Die Tester loben die gute Balance der Aromen, die sortentypischen Noten sowie die Eignung als Essensbegleiter. Dafür gab es 14-15 Punkte im Wein-Bewertungssystem mit 20 Punkten, was „sehr gut“ bedeutet und in Schulnoten übersetzt eine „3+“ bedeuten würde. Dieser Wein war mit 4,50 Euro aber auch der teuerste Wein im Test; der Wein auf Platz 2 kostet ebenso viel. Eine alte Winzerregel besagt, dass man erst ab einem Verkaufspreis von vier Euro einen ordentlichen Wein erzeugen kann. Sie hat sich in diesem Test eindeutig bestätigt.

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