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Eier sind oft falsch gekennzeichnet

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Eier  

Eier sind oft falsch gekennzeichnet

24.03.2010, 11:58 Uhr | apn

Eier sind oft falsch gekennzeichnet. Eier müssen einen Herkunftsstempel tragen. Der Zifferncode verrät Haltungsform, Herkunftsland und  Betrieb. (Foto: dpa)

Eier müssen einen Herkunftsstempel tragen. Der Zifferncode verrät Haltungsform, Herkunftsland und Betrieb. (Foto: dpa)

Verantwortungsbewusste Verbraucher achten bei Eiern nicht nur auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch auf artgerechte Hühnerhaltung. Beides sollte aus Packungsaufschrift und Eierstempel hervorgehen. Aber oft stimmen die Angaben nicht. In vier von zehn Fällen wird im Handel bei den Angaben zur Haltungsform und den Erzeugercodes getrickst oder geschlampt. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausgefunden. Betroffen seien Bio- und Käfigeier gleichermaßen, erklärten die Tester. Sie hatten rund 400 Eier aus 72 Geschäften und von 14 Wochenmärkten untersucht.

Lose Eier sind besonders oft falsch gekennzeichnet

Vor allem bei loser Ware, die oft auf Wochenmärkten, aber auch in Bio-Läden angeboten wird, fanden die Verbraucherschützer auffällig viele Gesetzesverstöße. Auf den Wochenmärkten sei unter 98 Stichproben nur ein Angebot vorschriftsmäßig ausgezeichnet gewesen. Bei Bio-Läden und Bio-Supermärkten beanstandeten die Tester rund ein Drittel aller Proben. In Supermärkten waren 22 Prozent der untersuchten Eierpackungen falsch deklariert und bei Discountern 13 Prozent. Insgesamt wurde bei knapp 40 Prozent der Proben geschummelt oder die Händler und Produzenten machten Fehler bei der Kennzeichnung.

Ist den Händlern die Kontrolle zu mühsam?

Die Verbraucherzentrale kommt zu dem Schluss, dass vielen Erzeugern das Stempeln der Eier und den Händlern die nötige Kontrolle zu mühsam ist. Bei loser und verpackter Ware fehlte demnach 39 Mal der Erzeugerstempel auf der Schale oder er war nicht zu entziffern. Bei über 100 Angeboten vom Wochenmarkt wurde der obligatorische Eier-Aufdruck nicht durch erläuternde Hinweise erklärt. In 46 Fällen war am Eierstand die Haltungsform - Bio, Freiland, Boden oder Käfig - nicht angegeben. Auch bei der Frischeangabe nehmen es viele Wochenmarkthändler nicht so genau: Das Mindesthaltbarkeitsdatum wurde 54 Mal nicht angegeben. Bei drei Angeboten entdeckten die Tester frei erfundene Haltbarkeitsdaten. In fünf Fällen waren die Eier unappetitlich und unzulässig stark verschmutzt.

Wie Käfighaltung vertuscht wird

Negativ überrascht wurden die Tester auch von den Kennzeichnungstricks bei Eiern aus Käfighaltung: Bei 36 Proben stellten die Verbraucherschützer erst nach akribischer Suche fest, dass sie auf Käfigeier gestoßen waren. Meist fehlten eindeutige Hinweise auf der Verpackung oder am Verkaufsstand.

Eier müssen eindeutig gekennzeichnet sein

Beim Eierkauf haben Kunden laut Verbraucherzentrale jedoch ein Recht auf Transparenz und Qualität. In den EU-Mitgliedstaaten gelten seit Juli 2005 auch für Direktvermarkter auf Wochenmärkten einheitliche Kennzeichnungsregeln zur Herkunft und Haltung von Eiern. Demnach müssen sämtliche nach Güte- und Gewichtsklassen sortierten Eier mit einem Zifferncode auf ihrer Schale gestempelt sein. Dieser verrät, woher die Ware kommt. Eine 0 an erster Stelle steht für Herkunft aus ökologischer Erzeugung, eine 1 für Freilandhaltung, die 2 für Boden- und die 3 für Käfighaltung. An nächster Stelle steht die Länderkennung, zum Beispiel DE für Deutschland. Es folgen sieben Ziffern, von denen die ersten beiden für das Bundesland stehen, beispielsweise 01 für Schleswig-Holstein. Die letzten Ziffern kennzeichnen Legebetrieb und Stallnummer.

Augen auf beim Eierkauf!

Die Verbraucherschützer appellierten an den Handel stärker auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu achten und eine bessere Sortimentspflege zu betreiben. Die Tester raten Verbrauchern, beim Eierkauf die Angaben des Erzeugercodes auf der Eierschale zu studieren - nicht nur zu Ostern.

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