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Oktoberfest: Das sind die besten Wiesn-Würste

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Wurst  

Das sind die besten Wiesn-Würste

23.09.2010, 10:36 Uhr | dpa, dpa

Oktoberfest: Das sind die besten Wiesn-Würste. Eine gute Wiesn-Wurst muss hohen Anforderungen genügen. (Foto: dpa)

Eine gute Wiesn-Wurst muss hohen Anforderungen genügen. (Foto: dpa)

Würzig soll sie sein, und beim Schneiden darf sie keinen Fettfilm an der Oberfläche bilden! Auf dem Oktoberfest gibt es nicht nur Bier-Experten, sondern auch eine offizielle Wurstprüfungskommission, denn die optimale Wurst auf dem Oktoberfest muss hohen Anforderungen genügen. Die "Wurst-Sommeliers" testen Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz. Ihr Ergebnis: Die beste Wurst gibt es im "Schützen-Festzelt". Platz zwei machte das "Festzelt Bräurosl", Platz drei eine Wurstbude.

Keine sehr gute, aber auch keine schlechte

Prüfer von Veterinäramt und Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Vertreter von Metzgern, Wirten, Stadtrat und Verbraucherschützern - unter ihnen auch zwei Teilnehmerinnen des Hausfrauenverbandes - waren angetreten, um die Würste zwischen die Zähne zu nehmen. Ihr Ergebnis: Sechs von acht Schweinswürsteln aus Zelten und Buden sind gut, zwei bekamen die Note befriedigend, ganz durchgefallen ist keine. Ein "sehr gut" vergab die Jury allerdings auch nicht. Nur die Würste auf den ersten drei Plätzen werden zugeordnet.

Auch Wurst hat einen Abgang

Auch Metzgermeister Berti Gaßner, der mehrere Wiesn-Betriebe beliefert, gehört zur Kommission. Er riecht an der Wurst, schneidet sie bedächtig, kaut vorsichtig. Er unterscheidet auch beim "Abgang": Leicht pfeffrig, oder eher mit Majorannote. Für ihn gehört Test-Essen zum täglichen Geschäft. Ein Wienerwürstchen müsse knacken, sagt er, und auch bei der Weißwurst sei ein Qualitätskriterium, wenn das Brät nach dem Aufschneiden ein wenig herausquelle.

Mogeleien auf der Spur

Ein einziges Mal fiel eine Wurst bei der seit 1953 tagenden Kommission durch, wie Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle sagt. Seine "echten" Kontrolleure sind sowieso täglich inkognito unterwegs, in Kühltaschen bringen sie Lebensmittelproben mit, die dann im Labor untersucht werden. Sie prüfen auch, ob ein 100-Gramm-Tütchen mit gebrannten Mandeln auch wirklich 100 Gramm wiegt - und ob die Maß gut genug eingeschenkt ist.

Das Essen wird jedes Jahr besser

"Es gibt keine Wirtschaft auf der Welt, die so überprüft wird wie die Wiesn", sagt Festleiterin Gabriele Weishäupl. Einen Gammelfleisch-Skandal will hier wohl keiner riskieren: Wer erwischt würde, wäre seine Lizenz los - und die ist viel wert. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagte kürzlich, es heiße zwar immer, alles werde schlechter, aber: "Das Essen auf der Wiesn wird jedes Jahr besser."

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