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Karibischer Hochgenuss: Blue Mountain-Kaffee aus Jamaika

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Hochgenuss: Blue Mountain-Kaffee

29.06.2011, 13:36 Uhr | Benedikt Sauer, wanted.de

Karibischer Hochgenuss: Blue Mountain-Kaffee aus Jamaika. „Jamaica Blue Mountain“ -  Gönnen Sie sich doch mal eine echte Kaffeespezialität. (Quelle: dpa)

„Jamaica Blue Mountain“ - Gönnen Sie sich doch mal eine echte Kaffeespezialität. (Quelle: dpa)

Die edle Arabica-Kaffeesorte „Jamaica Blue Mountain“ ist etwas ganz Besonderes. Sie zählt zu den teuersten der Welt und beglückt Feinschmecker mit einem außergewöhnlichen Aroma. Ilona Schmidt, Kaffee-Kennerin aus Berlin, kennt alle Vorzüge dieser einzigartigen Delikatesse.

Zum einen macht das Anbaugebiet den Jamaica-Blue-Mountain-Kaffee so einzigartig. Die Kaffesorte kommt, wie der Name schon verrät, aus der Bergregion Blue Mountains, rund 20 Kilometer nördlich von Kingston, der Hauptstadt Jamaikas.

„Diese Gegend ist geografisch wie klimatisch einzigartig“, sagt Kaffee-Expertin Schmidt. „Hier herrschen in 900 bis 1700 Metern Höhe für den Kaffeeanbau relativ kühle Temperaturen von 20 bis 23 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsmenge.

Das führt dazu, dass die Bohnen besonders langsam wachsen und so innerhalb von etwa zehn Monaten Reifezeit enorm viele Aroma-Vorstufen bilden können.“ Durch das langsame Wachstum werden die Kaffeebohnen auch sehr hart. Und je härter die Bohne, desto ausgeprägter das Aroma nach dem Rösten, womit wir beim wohl wichtigsten Merkmal von Jamaica-Blue-Mountain-Kaffee sind: dem Geschmack.

Der Geschmack des Kaffees ist „sehr ausgewogen," erklärt Schmidt. "Keinerlei Bitterkeit mit ausgeglichener Säure, die im Mund und Rachen nicht unangenehm wirkt. Eher gibt sie ein leichtes Prickeln ab, ähnlich wie bei Champagner, nur viel zahmer.

Das facettenreiche Aroma erinnert vor allem an Früchte und Blumen, mit einem milden, süßlichen Abgang, der bei Kaffee äußerst selten zu finden ist. Der Körper, also das Gefühl von Fülle im Mund, ist ebenso perfekt. Nicht wässrig, auch nicht ölig, sondern irgendwo dazwischen. Perfekt ausbalanciert. Eben genau so, wie Kaffee sein sollte.“

Was kostet der Luxus-Kaffee?

Exklusivität und Geschmack haben ihren Preis. Das Anbaugebiet umfasst gerademal 6000 Hektar, was den Hochlandkaffee auch noch außerordentlich rar macht. „Etwa 90 Prozent der Ernte geht direkt nach Japan. Dort wird die Sorte besonders geschätzt“, erklärt Schmidt. In Deutschland ist Jamaica Blue Mountain-Kaffee nicht so leicht zu bekommen. Wenn überhaupt, dann im Fachgeschäft. Besser: übers Internet.

„Mit etwa 35 Euro für 250 Gramm Kaffee müssen Sie schon rechnen, die Preise können aber auch stark variieren“, so Schmidt. „Und Vorsicht vor Fälschungen! Als Endverbraucher ist es mitunter schwer, die Echtheit zu überprüfen.“ Eigentlich überwacht die jamaikanische Organisation „Coffee Industry Board“ den Export. Im besten Fall findet man deren Zertifikat auf der Verpackung. Feinschmecker kaufen Kaffee stets in ganzen Bohnen, um das volle Spektrum an Aromen zu erhalten. Am besten erst kurz vor der Zubereitung mahlen und die gerösteten Bohnen nicht zu lange aufbewahren, sonst werden die darin enthaltenen Fette irgendwann ranzig. Die ätherischen Öle, die das Aroma ausmachen, verflüchtigen sich. Jamaica Blue Mountain ist perfekt für Kaffee-Puristen, die auf Milch und Zucker verzichten. „Alles andere verpanscht das Geschmackserlebnis“, sagt Schmidt. „Und vor dem Genuss den Mund unbedingt mit Wasser neutralisieren.“ Als Espresso wird die Edelsorte übrigens nicht serviert, sondern als ganz normaler Filterkaffee. Auch sollte man auf eine Mischung mit anderen Sorten verzichten. Der Kaffee ist bereits perfekt ausbalanciert. Der Geschmack kann allerdings von Jahr zu Jahr leicht variieren. „Wie beim Wein kann jeder Jahrgang anders schmecken. Aus dem Grund werden von großen Kaffeeherstellern wie Tchibo oder Jacobs auch meist nur Mischungen angeboten, damit der Kaffee stets genau so schmeckt, wie man ihn kennt“, erklärt die Expertin.

„Wie beim Wein kann jeder Jahrgang anders schmecken"

Als die wohl schonendste Zubereitungsform gilt die so genannte Karlsbader Methode. Hierbei tropft der Kaffee durch einen Porzellanfilter in eine Kanne, das Aroma wird nicht verfälscht und kommt perfekt zur Geltung. Die traditionelle „Karlsbader Kanne“ gibt es beispielsweise beim Porzellanhersteller Walküre ab 50 Euro. Ansonsten tut es aber auch eine herkömmliche Filtermaschine. Die perfekte Menge Kaffee: 8 Gramm pro Tasse (125 ml). Grob gemahlen für die Karlsbader Kanne, mittelfein gemahlen für handelsübliche Filtermaschinen. Zu einer weiteren Kaffe-Spezialität zählt der „Hawaii Kona“. Die Sorte ist zwar kein Hochlandkaffee, aber durch die nährstoffreiche Vulkanerde entsteht ebenfalls ein bemerkenswertes Aroma mit süßlich-nussigen Geschmacksnoten, ähnlich dem Jamaica Blue Mountain-Kaffee, dafür aber nicht ganz so teuer: Für 250 Gramm fallen beim „Hawaii Kona“ etwa 25 Euro an.

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