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Gault Millau - Gourmet-Restaurantführer

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Gault Millau: Gourmet-Restaurantführer

28.10.2011, 18:15 Uhr | ah (CF)

Der Restaurantführer Gault Millau wurde in den 60er Jahren zu einem scharfen Konkurrenten des Guide Michelin mit seinen berühmten Sternen. Wie es heute um den Gault Millau steht und welche Gourmettipps er auf Lager hat, erfahren Sie hier.

Die Idee für den Gault Millau stammt ursprünglich von zwei Herren, die sich für ausgesprochen gute Küche interessierten und auch zu den Namensgebern des Restaurantführers wurden: Henri Gault und Christian Millau. Beide waren Anfang der 1960er Jahre Journalisten, die für eine Pariser Zeitung arbeiteten und dort ihr Urteil zu kulinarischen Themen abgaben. Im Jahr 1962 brachten sie ihren ersten Restaurantführer heraus, den Juillard. 1969 legten sie dann mit dem Gault Millau einen neuen Guide auf, der bis heute weltweit bekannt und geschätzt ist.

Zudem bildete das Blättchen gleich zu Beginn einen harten Konkurrenten für den Guide Michelin, der bereits seit dem Jahre 1900 regelmäßig aufgelegt wird und seit 1926 Sterne für hervorragende Leistungen in der Küche von Restaurants und Hotels vergibt. Im Gegensatz zum Guide Michelin zeichnet der Gault Millau kulinarische Leistungen nicht mit Sternen, sondern mit Hauben beziehungsweise Kochmützen aus. >>

Das Bewertungssystem unterscheidet sich aber auch durch einige andere grundlegende Punkte vom Konkurrenten. So stellten die Herausgeber des Gault Millau unter anderem seit 1973 zehn Regeln für die Köche der Haute Cuisine auf, die sich grundlegend von den Geboten des Guide Michelin unterschieden.

Zu den Kriterien des Restaurantführers gehört zum Beispiel die Frage danach, wie sinnvoll die eingesetzten Produkte verwendet werden, wie die Küchen Ihre Gerichte präsentieren und wie das Preis-/Leistungsverhältnis ausfällt. Die Tester des Gault Millau sind erfahrene Feinschmecker, die seit vielen Jahren die Küchenleistung von Restaurants beurteilen. Sie müssen bei Ihrer Arbeit kompetent und vorurteilsfrei sein und bevorzugen dabei keinen bestimmten Kochstil, sondern testen für den Restaurantführer neben klassischen auch moderne und exotische Häuser.

Gorumets in Deutschland mussten übrigens ein paar Jahre länger warten, bis sie in den Genuss des Gault Millau kamen: Hierzulande kommt der Restaurantführer seit 1983 heraus. Das Bewertungssystem des Gault Millau besteht in der Vergabe von Punkten zwischen 0 und 20. 19 und 19,5 Punkte entsprechen vier Hauben und waren damit lange Zeit die Höchstwerte. Ja, genau, denn 20 Punkte wurden bis 2004 grundsätzlich nicht vergeben, weil "nur der liebe Gott, aber kein Mensch Vollkommenheit feststellen kann". Zu der Bewertung durch die Hauben kommt noch eine Beschreibung des Restaurantbesuchs, die um so länger ausfällt, je besser auch die Bewertung ausgefallen ist.

Entwicklungen beim Gault Millau

Neben dem französischen Gault Millau gibt es auch separate Landesausgaben für Deutschland, die Schweiz und Österreich. In diesen Ländern wurde bisher auch der Grundsatz beibehalten, keine 20 Punkte bei einer Bewertung zu vergeben. Bewertet werden von den Testern des Gault Millau übrigens nicht nur Speisen, sondern auch Weine. Weinbetriebe erhielten deshalb bereits über viele Jahre regelmäßig im Frühjahr eine Einladung dazu, ausgewählte Jahrgänge zu einer Prüfung einzureichen. Dabei reichte jeder Teilnehmer in der Regel sechs bis zwölf verschiedene Sorten ein. >>

Im Jahr 2009 kam es bei der deutschen Ausgabe des Gault Millau allerdings zu einem unangenehmen Zwischenspiel für die Winzer und auch den Gault Millau. Der Restaurantführer bot nämlich den Wein-Herstellern an, dass sie gegen eine Gebühr von 195,00 Euro mit zugestellten Urkunden und Türschildern der Redaktion für ihre Tropfen werben dürften. Die Winzer nahmen diesen Vorschlag allerdings gar nicht gut auf und so kündigten sie an, in Zukunft keine Weine mehr einzureichen. Nach dieser Drohung nahm der bisherige Chef der Redaktion seinen Hut und trat von seinem Posten zurück und die Idee wurde fallen gelassen.

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