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Michelin-Stern - Was sagt er aus?

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Michelin-Stern: Was sagt er aus?

03.11.2011, 17:48 Uhr | aj (CF)

Jeder Spitzenkoch, der etwas auf sich hält, will mindestens einen oder gleich mehrere davon haben. Die Rede ist vom legendären Michelin-Stern. Doch was hat es eigentlich mit der genauen Bedeutung der besonderen Auszeichnung auf sich?

Die sogenannten Michelin-Sterne werden schon seit dem Jahr 1926 verwendet, um hervorragende Küchenleistungen in guten Restaurants zu würdigen. Kurz zuvor hatten die Brüder Michelin, die seit der Jahrhundertwende einen Hotel- und Reiseführer veröffentlichten, auch die Bewertung von Restaurants mit in ihr Büchlein aufgenommen. Dabei fand erstmals eine umfassende Klassifizierung von Lokalen in unterschiedlichen Regionen von Frankreich statt. Mit der Idee für den Michelin-Stern konnte dann noch deutlicher gemacht werden, welche Restaurants von besonders großer Bedeutung waren und eine spezielle Auszeichnung verdienten. Zunächst gab es aber nur einen Stern.

Ab 1931 wurden dann ein zweiter und ein dritter Stern für die Bewertung hinzugenommen. Noch heute können Küchenchefs höchstens mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet werden. Eine der Ersten unter denen, die überhaupt mit drei der Auszeichnungssymbole beglückt wurden, war Eugénie Brazier, die später auch den berühmten Paul Bocuse ausbildete. >>

Dieser sicherte sich für sein Restaurant in der Nähe von Lyon im Jahr 1965 ebenfalls drei Michelin-Sterne - und diese Tradition setzt das Etablissement seit dieser Zeit jedes Jahr von Neuem in die Tat um.

Seit 1950 gibt es einen internationalen Gastronomieführer, der sich speziell mit der Bewertung von Restaurant- und Hotelküchen beschäftigt, die mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden: den "Roten Michelin". "Rot" deshalb, weil sein Name einfach von seinem roten Einband abgeleitet wird. Er ist praktisch und klein und passt bestens in eine Damenhandtasche, aber sie können ihn natürlich auch im Mantel mit sich tragen, wenn Sie sich zum Beispiel während einer Reise auf die Suche nach einem hervorragenden Restaurant machen. Aber wie erhalten die Küchenchefs nun eigentlich die begehrten Michelin-Sterne?

Die Bedeutung der drei Sterne-Kategorien wurde im Jahr 1936 festgelegt und hat bis heute ihre Gültigkeit behalten. Wer einen Stern erhält, der führt eine sehr gute Küche. Wer mit zwei Sternen ausgezeichnet wird, dessen Gerichte sind hervorragend und einen Umweg wert. Wem sogar drei Sterne zuteilwerden, dessen Essen ist so gut, dass es wert ist, eine Reise dorthin zu unternehmen. Doch hat ein Restaurant diese guten Bewertungen erhalten, darf es sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen - zumindest nicht, wenn es seine Sterne behalten will.

Eine Auszeichnung von großer Bedeutung

Häuser, die auf Dauer mit der Bedeutung ihrer Sternen werben möchten, müssen die gute Leistung ihrer Küche immer wieder aufs Neue beweisen und ständig einen herausragenden Service bieten. Hält sich ein Restaurant nicht daran und lässt die Arbeit schleifen, dann kann die für die Michelin-Sterne zuständige Kommission die Auszeichnung auch wieder aberkennen.

Wonach genau die Kritiker die einzelnen Häuser beurteilen, ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. So muss sich jeder Koch und jedes Restaurant auf seine eigene Leistung verlassen, um am Ende die Ehrung zu erhalten. >>

Im Jahr 2011 verzeichnete der Hotel- und Restaurantführer in Deutschland neun Restaurants, die drei Sterne besitzen. Außerdem gibt es 23 Häuser, die zwei Sterne erhalten haben und 205 mit immerhin einem Stern. Die Führung unter den Städten mit den meisten Sterne-Restaurants übernimmt Berlin, das insgesamt 13 Sterne nachweisen kann.

Auf Platz zwei liegt München mit 12 Sternen und auf dem dritten Platz Hamburg mit 10 Sternen. Oft überträgt sich die Bedeutung der Sterne auch auf den wirtschaftlichen Erfolg der Restaurants. Garantiert ist dieser allerdings nicht.

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