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Spezialität aus Japan - Kobe-Rindfleisch

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Spezialität aus Japan: Kobe-Rindfleisch

29.12.2011, 19:33 Uhr | jb (CF)

Kobe-Rindfleisch aus Japan gilt als das exklusivste und leckerste Fleisch der Welt und ist damit zu einer echten Legende unter den Delikatessen geworden. Was ist dran an dem Mythos und wodurch zeichnet sich der besondere Geschmack aus?

Das legendäre, japanische Kobe-Rind, dessen Fleisch mehrere Hundert Euro pro Kilo kosten kann, ist auf der ganzen Welt bekannt und um seine besondere Aufzucht ranken sich geradezu mythische Geschichten. Dazu gehört zum Beispiel die Sage darüber, dass die Rinder jeden Tag mit dem japanischen Reiswein Sake eingesprüht werden, und dass die Bauern, die sich um die Versorgung der Tiere kümmern, ihnen täglich eine ausgedehnte Massage mit Spezialhandschuhen verpassen, damit ihr Fleisch seine exzellente Qualität erhält.

Nebenbei sollen die Rinder angeblich mit der Musik eines traditionellen, asiatischen Saiteninstruments, dem Koto, verwöhnt werden und erhalten zur Fütterung nur ausgewählte Gerste, Mineralien und - als kleinen Appetitanreger - ein schmackhaftes Bier. Wer würde nicht von solch einer luxuriösen Behandlung träumen. Doch am Ende landet das Kobe-Rind wie die meisten anderen Rinder auf dem Teller. >>

Die Bezeichnung Kobe-Rind bezieht sich übrigens auf die japanische Region Kobe in der Hyogo-Präfektur und ist rechtlich geschützt. Genauer gesagt gehören die Rinder zur Wagyu-Rasse und liefern mit dem berühmten Kobe-Rindfleisch das teuerste Fleisch der Welt.

Echtes Kobe-Fleisch entspricht höchsten Qualitätsmerkmalen und ist japanischen Genießern einen Preis von bis zu 5.000 Yen für 100 Gramm wert. Umgerechnet sind das etwa 45 Euro. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber dafür soll das Kobe-Rindfleisch mit seinem besonderen Geschmack diese Kosten mehr als wettmachen. Charakteristisch für das Fleisch ist es, dass es von einer intensiven Maserung aus Fett durchzogen wird, das sich innerhalb des Muskelfleisches fein verteilt und sich nicht, wie bei anderen Rindern, außen herum ablagert.

Diese Marmorstruktur sorgt auch für den besonders intensiven Geschmack des Kobe-Rindfleisches, das ansonsten eine dunkelrote Farbe und einen sehr günstigen Anteil von ungesättigten Fettsäuren aufweist und dabei noch extrem zart sein soll. Noch dazu ist das Kobe-Rindfleisch richtig gesund, denn es wird völlig ohne Wachstumshormone aufgezogen und erhält auch keine Antibiotika. Möglich ist die spezielle Aufzucht des Rindes, weil jeder Bauer weniger als zehn Tiere besitzt und ihnen daher seine ganze Aufmerksamkeit widmen kann. Ob Musik und Massagen tatsächlich zur Aufzucht gehören, ist allerdings nicht klar.

Nur echt aus Japan

Kobe-Rinder sind nach etwa zweieinhalb Jahren schlachtreif, wenn sie ein Gewicht von etwa 600 bis 700 Kilo erreicht haben. Damit sind sie ungefähr um ein Drittel leichter als die Zuchtrinder unserer Breiten. Wie jedes andere Rindfleisch kann Kobe-Rindfleisch für ganz unterschiedliche Gerichte verwendet werden, die wertvollsten Varianten sind allerdings Kobe-Filets und Kobe-Steaks, die für ihre Zartheit bekannt sind.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, dann sollten Sie sich aber nicht zu früh freuen, denn in Deutschland werden Sie kein echtes Kobe-Rindfleisch erhalten. Da die Herkunft der Tiere geschützt ist und das Kobe-Rindfleisch aus Japan nicht exportiert werden darf, können sie nur dann in den Genuss der Delikatesse kommen, wenn Sie sich auf eine kleine Reise in den Fernen Osten begeben. >>

Hierzulande wird zwar des Öfteren Kobe-Rindfleisch angepriesen, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber nur um das Fleisch von örtlich gezüchteten Wagyu-Rindern, die meistens nicht reinrassig sind und auch anders aufgezogen werden als echte Kobe-Rinder. Kaufen Sie Wagyu-Fleisch im Handel, dann werden Sie große Preisunterschiede bemerken, die sich teilweise nur auf den legendären Ruf des Kobe-Rindfleisches beziehen.

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