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Chili: Das Gewürz für echte Kerle

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Chili: Das Gewürz für echte Kerle

20.01.2012, 18:27 Uhr | em (CF)

Mit Chili bringen Männer beim Kochen Feuer in leckere Gerichte. Aber nicht nur das: Als Gewürz oder Zutat kann Chili den Appetit, den Kreislauf und die Verdauung anregen. Ein echtes Multitalent, das Sie in der Küche nicht missen sollten.

Chilischoten gehören zu den sogenannten Nachtschattengewächsen und stamm aus der Pflanzenfamilie der Paprika. Fast jeder Mann kennt den scharfen Geschmack dieser Pflanze und hat vielleicht sogar schon einmal eine Portion zu viel davon genossen. Im Süden Amerikas ist das für kaum einen Mann ein Problem, denn dort gehört die Chilischote praktisch zu den Grundnahrungsmitteln. Die meisten kennen die Pflanze von dem südamerikanischen Nationalgericht Chili con Carne und üblicherweise wird die Schote auch nur als Chili bezeichnet.

Als Zutat wird die Chili vor allem in Ländern mit hohen Temperaturen verwendet, denn ihre Inhaltsstoffe haben eine ganz bestimmte Wirkung: Sie regen durch ihre Schärfe die Schweißproduktion an und sorgen so dafür, dass sich der Körper desjenigen, der sich eine Portion mit dem feurigen Gewürz genehmigt, besser abkühlt. Außerdem fördern sie die Verdauung und die Fettverbrennung und bringen den Kreislauf in Schwung. Vor allem in Mexiko ist die Chili weit verbreitet und hier sollen auch ihre Ursprünge liegen. >>

Von Mexiko aus hat sie sich anschließend bis nach Brasilien und Kolumbien ausgebreitet. Nach Europa kam die Pflanze, nachdem die Europäer den südamerikanischen Kontinent entdeckt hatten und begannen, die Chili in ihre Heimat zu exportieren.

Schon der Schiffsarzt von Christoph Columbus soll einige Chilischoten mit nach Europa genommen haben, weil er annahm, die scharfe Pflanze habe eine heilende Wirkung. Doch die Chili war nicht nur als Heilpflanze beliebt, sondern wurde auch zu einem begehrten Gewürz und ersetzte teilweise sogar den Pfeffer, der zu jener Zeit als kostspieliges Gewürz galt.

Da man nach ihrer Einführung in Europa damit begann, die Chili vor allem in Spanien anzubauen, war sie nun sehr viel einfacher zu bekommen. Noch heute wird sie von manchen als spanischer oder auch roter Pfeffer bezeichnet. Obwohl der Begriff Chili für uns erst mal sehr allgemein nach der typisch scharfen Pflanze klingt, gibt es zwischen verschiedenen Chilisorten deutliche Unterschiede.

Eine besonders bekannte unter ihnen ist die Jalapeno aus Mexiko, die besonders dickes Fleisch und eine fruchtige Schärfe aufweist. Werden Jalapenos geerntet so lange sie noch grün sind, dann sind sie besonders scharf, sind sie dagegen voll ausgereift und haben sich rot gefärbt, dann bringen sie zu einer angenehmen Schärfe noch eine gewisse Süße und Fruchtigkeit mit. Andere Sorten sind beispielsweise der Tabasco, Serrano, Pasilla und die milderen Poblano, Mulato und Ancho, die auch für mexikanische Schokoladensoßen verwendet werden.

Scharf, schärfer - Chili

Die Schärfe von Chilischoten wird in der Einheit Scoville gemessen, benannt nach Wilbur L. Scoville, der im Jahr 1912 die sogenannte Scoville-Skala entwickelte. Ursprünglich wurde die Schärfe in Scoville nach dem subjektiven Eindruck gemessen, indem Probanden den Geschmack zwischen verschiedenen Chiliextrakten beurteilen mussten. >>

Heute ist der Wert beziehungsweise der Gehalt des Inhaltsstoffs Capsaicin, das den Schärfeeffekt bewirkt, aber auch durch ein Verfahren mit dem Namen „High Performance Liquid Chromatography“ (HPCL) experimentell bestimmbar. Neben Scoville gibt es heute aber noch weitere Skalen, mit denen der Schärfegrad von Chili gemessen wird. Nicht nur die Sorten der Chilischoten zeichnen sich durch verschiedene Eigenheiten aus, auch die Verarbeitung der Pflanze fällt unterschiedlich und sehr vielseitig aus.

Frische Chilis eignen sich mit ihrer beißenden Schärfe besonders gut für Chili-Soßen. Getrocknete Chilis zeigen einen stärkeren Gewürzcharakter und eine harmonische Schärfe. Auch gebraten, und gekocht werden die feurigen Schoten gerne verwendet. In südlichen Ländern gehören in der Regel immer bestimmte Chilisorten zum Rezept eines bestimmten Gerichts.

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