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Hecht: Der schillernde Wolf des Wassers

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Hecht: Der schillernde Wolf des Wassers

23.02.2012, 19:03 Uhr | aw (CF)

Nicht jeder Fisch hat es zum Sprichwort gebracht. Wohl aber der "tolle Hecht", der sich von seinen Konkurrenten merklich abhebt und dem nicht nur unerfahrene "Backfische" zum Opfer fallen. Nicht umsonst, versichern die Experten.

Der Künstlername dieses extravaganten Lebewesens namens Hecht lautet Esox Lucius, was auf Lateinisch so viel wie "schillernder Wolf" bedeutet. In der Tat glänzt der Hecht mit einem farbenprächtigen Gewand: Ein dunkelgrüner Rücken hebt sich vom Kontrast des weißen Bauches ab und an den Seiten blinken gelbe Flecken. Mit Kilo-Preisen von bis zu fünfzig Euro für sein Filet zählt der Hecht zur kulinarischen Spitzenklasse.

Wirklicher Trendfisch war er in den Siebzigern. Aufgrund seines geringen Fettgehaltes macht er allerdings einen etwas trockenen Eindruck. Dem können Sie natürlich mit einer schmackhaften Soße abhelfen, wobei der Fisch selbst aufgrund des niedrigen Fettgehaltes kalorienarm bleibt. Genießt man ihn nicht als Filet, wird er oft zu Hechtklößchen verarbeitet, wobei dann auch schon die großen, Y-förmigen Gräten entfernt werden können. Die Farbe seines Fleisches ist dabei nicht so schillernd, wie es von außen scheinen könnte, sondern schlicht weiß. >>

Von der Konsistenz her ist es fest. Beliebte Zubereitungsmethoden konzentrieren sich, wie angedeutet, auf die Soße: Ob Kapern-, Senf- oder Weißweinsoße – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Rustikale Beilagen wie Kartoffeln und Gemüse runden so den Hecht zu einem Highlight regionalen Zuschnitts ab.

Wenn Sie es ganz lokal mögen und vor dem Genuss des Fisches noch Ihren sportlichen Ehrgeiz beweisen wollen, können Sie den Hecht auch in Ihrer Umgebung selber fangen. Was die Körperform des Hechtes betrifft, so zeigen After- und Rückenflosse brav zur Schwanzflosse, während das zackige Gebiss mit dem vorstehenden Unterkiefer und den nach innen gebogenen Zähnen einen ganz und gar ungezogenen ungestümen, ja wilden Eindruck macht. Längen von 50 bis 100 Zentimetern sind normal, doch es sind auch schon Exemplare von anderthalb Meter Länge gefangen worden.

Bei allen Schwankungen lässt sich aber der klare Trend beobachten, dass die weiblichen Exemplare die eigentlichen "tollen Hechte" sind. Einerseits sind die sogenannten "Rogner" schließlich länger als die männlichen "Milchner", andererseits verschlingen sie ihre "Männer" nach dem Befruchten des Laichs sogar gelegentlich. Mit solch schillernden Allüren trägt diese Wolfsdiva ihren Namen also zurecht. Und es wird noch unverfrorener: Selbst Teichrallen, eine Entenart, sollen nicht sicher vor dem Raubfisch sein. Frösche, Vögel und Küken sind da schon nur noch kleine Happen zwischendurch.

Kulinarischer Edelfisch

Überhaupt hat der Hecht einen Beißreflex: Egal, was ihm vor die Nase kommt, er schnappt zu. Selbst bei Bananenschalen. Entsprechend beliebt ist der Fisch bei Anglern, verschmäht er doch die Köder nur selten. Und auch da beißt er getreu seines lateinischen Künstlernamens am liebsten bei blinkenden Ködern an. Was das Wasser betrifft, ist der Hecht aber eher wählerisch: Er beschränkt sich auf Süßwasser. Dafür ist er aber auch fast im gesamten Süßwasser der nördlichen Hemisphäre heimisch. Allerdings ist für eine echte schillernde Diva Süßwasser natürlich nicht gleich Süßwasser: Fließen sollte es nämlich schon, zumindest ein bisschen. >>

Ufernähe wäre auch nicht schlecht und Schilf und andere Flora sagen ihm fast so zu wie Teichrallen. Ihren Laich legt die Rognerin nämlich bevorzugt auf Grünzeug ab, von dem sich die Jungfische noch eine Zeit lang ernähren, bevor sie auf Plankton umsteigen und sich dann langsam die Nahrungskette hoch fressen. Bis sie, wie gesagt, irgendwann bei sich selbst angelangt sind, weswegen Hechte nur schwer in Aquakulturen gehalten werden können.

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