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Grill-Mythen: Welche sind wahr?

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Vor oder nach dem Grillen würzen?  

Grill-Mythen: Welche sind wahr?

21.05.2016, 00:00 Uhr | am (CF)

Grill-Mythen: Welche sind wahr?. Grill in Nahaufnahme (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Micha? Bednarek)

Das Fleisch sollten Sie mit einer Zange wenden (Quelle: Micha? Bednarek/Thinkstock by Getty-Images)

Ob Bier zum Ablöschen oder der angeblich unverwechselbare Rauchgeschmack von Holzkohle: Die Männerdomäne Grillen hält viele Mythen bereit. Doch welche sind wahr und welche entpuppen sich als Spleen selbst ernannter Grillmeister?

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Bereits beim Fleischkauf erweisen sich manche Männer als unverbesserlich: Mariniertes Fleisch schmeckt eigentlich immer großartig, da kann es dann auch ruhig die fertig abgepackte Variante aus dem Supermarkt sein. Die Betonung liegt eindeutig auf dem Wort "kann". Ob sie es sein "sollte" darf hingegen angezweifelt werden. Zum einen sind die Marinaden hier oft überwürzt, zum anderen können Sie sich kein eigenes Urteil mehr über die Frische des Fleischs bilden. Kaufen Sie also besser pures Fleisch, das sich als frisch identifizieren lässt, und marinieren es selber, oder gehen Sie zum Schlachter Ihres Vertrauens. Alternativ lassen Sie das Fleisch doch unangerührt, so kann es den typischen Rauchgeschmack annehmen, der beim Grillen durch die Holzkohle entsteht. Aber ist das wirklich wahr? Oder gehört das Raucharoma auch zu den Grill-Mythen?

Rauchgeschmack durch Holzkohle

In der Tat hat der Rauch beim Grillen keinen großen Einfluss auf das Aroma des fertiggebrutzelten Grillguts.

Verantwortlich hierfür ist allein die charakteristische Hitze des Holzkohlegrills: Sie ist sehr hoch und besonders trocken. Durch sie karamellisieren die Proteine im Fleisch und sorgen für die schmackhafte Kruste. Glück also für die Gasgriller unter Ihnen: Modernen Geräten gelingt eine ebenso trockene Hitze, sodass Sie auf den beißenden Rauch getrost verzichten können.

Mit Bier ablöschen?

Wenn man also nicht der eigene Herr über das Raucharoma ist, dann kann der selbstlose Grillmeister aber immer noch mit seinem Bier in Sachen Geschmack nachhelfen. Schlagen nämlich die Flammen beim Grillen hoch, greift er beherzt zur Flasche und löscht das kleine Feuer. Positiv auf den Geschmack wirkt sich der Einsatz allerdings nicht aus. Weil das Bier viel zu schnell verdampft, hat es keine Chance, etwas von seinem Aroma an das Fleisch abzugeben. Das Ablöschen mit Bier zur Veredelung beim Grillen gehört damit absolut ins Reich der Mythen. Im Gegenteil kann Bier, das in der Grillkohle landet, das Fleisch sogar ungenießbar machen.

Durch die Kohlensäure wird unnötig viel Kohlenstaub aufgewirbelt, der sich anschließend am Fleisch festsetzt – so wird aus einem eigentlich perfekten Steak schnell eine wahre Enttäuschung. Dabei haben Sie doch sicher extra darauf geachtet, dass dieses auf den Punkt gegart ist. Kurz mit der Grillgabel angestochen, lässt sich der optimale Zeitpunkt feststellen, wann es vom Grill muss. Hierfür sind Grillgabeln ja schließlich auch da. Oder etwa nicht? Auch diese Grilltechnik gehört zu den Mythen, die es zu vergessen lohnt. Denn ein perfektes Steak wird ihnen so wahrlich nicht gelingen.

Gabel und Salz machen das Fleisch trocken: Ist das wahr?

Wer sein Fleisch mit einer Gabel zu Leibe rückt, sollte sich darauf einstellen, dass es wenig später trocken ist. Denn durch die verletzte Oberfläche entweicht genau das, was einen guten Fleischgeschmack ausmacht: Der Fleischsaft. Und der lässt sich auch nicht mit Bier ersetzen, wie manch einer jetzt vielleicht einwenden möchte. Grillen Sie also besser mit einer Grillzange, sie verletzt das Fleisch nicht und Sie sitzen nicht wieder einmal einem dieser Mythen auf. Um herauszufinden, ob Ihr Steak gar ist, machen Sie stattdessen besser einen Drucktest oder bitten denjenigen den Gargrad zu testen, der sein Fleisch ohnehin nicht ganz durch haben wollte.

Ob Ihr Fleisch saftig bleibt, hängt aber auch noch von einem anderen Faktor ab: Haben Sie es zuvor gesalzen? Glaubt man den Mythen, sollte man dies vor dem Grillen nicht tun – und daran ist durchaus etwas Wahres dran: Salzen Sie das Grillfleisch lange vor dem Grillabend und zudem auch zu ausgiebig, entzieht ihm das Salz zu viel Flüssigkeit und es wird trocken. Daher sollte auch in der Marinade keines oder nur sehr wenig Salz sein. Direkt vor dem Grillen spricht allerdings nichts dagegen, mit etwas Salz beim Geschmack nachzuhelfen. Aber wie so oft gilt hier: Weniger ist mehr.

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