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Heiligabend: Würstchen mit Kartoffelsalat sind beliebt

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Weihnachtsessen  

Würstchen mit Kartoffelsalat als Festschmaus

07.12.2016, 12:03 Uhr | dpa, msh

Heiligabend: Würstchen mit Kartoffelsalat sind beliebt. Würstchen mit Kartoffelsalat (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

An Heiligabend sind Würstchen mit Kartoffelsalat sehr beliebt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ausgeklügelte Festmenüs sind an Heiligabend meist nicht angesagt. In vielen Familien bleibt an diesem Tag keine Zeit zum aufwändigen Kochen, stattdessen kommt etwas Einfaches auf den Tisch - Würstchen mit Kartoffelsalat. Wer es ausgefallener mag, kann den Klassiker köstlich variieren: Zum Beispiel mit Trüffeln, mit farbigen Kartoffelsorten, weihnachtlich gewürzt oder als Kartoffelsalat-Buffet.

Die Kartoffelsorte ist entscheidend

Entscheidend für das Gelingen des beliebten Salates ist die Kartoffel selbst. Damit die Scheiben später nicht zerfallen, nimmt man eine festkochende Kartoffel. Die Sorten Bio-Linda oder kleine Varianten wie Drillinge oder Bamberger Hörnchen sind gut geeignet und bringen Abwechslung auf den Tisch. Mit rötlichen oder blauen Exemplaren wie der alten Sorte "Blauer Schwede", bekommt der Salat auch mal Farbe. Zudem haben die bunten Sorten ein würziges Aroma und passen auch bestens zu Meerestieren wie Süßwassershrimps oder norwegischem Hummer.

Nicht zu weich kochen

Kochen Sie die Kartoffeln in der Schale nicht zu weich. Oft wird das Gemüse bereits am Vortag gekocht, es soll dadurch mehr Festigkeit bekommen. Lassen Sie die Kartoffeln etwas abdampfen und schälen Sie sie. Wer unbeschädigte Scheiben möchte. lässt die Kartoffeln abkühlen und schneiden Sie sie dann in gleichmäßige Scheiben. Dazu kann man auch einen Eierschneider benutzen. Kombiniert werden können die Knöllchen dann mit allerlei Zutaten, sie sind sehr anpassungsfähig.

Weihnachtlich mit Orange, Vanille und Kardamom

Auf die Zutaten abgestimmt wird das Dressing oder eine Marinade, in der die Kartoffeln ziehen. Einen weihnachtlichen Sud verwendet Gerald Zogbaum, Küchenchef und Eigentümer des Restaurants "Küchenwerkstatt" in Hamburg: Er reduziert Orangensaft gewürzt mit Vanilleschote, einer angedrückten Kardamomkapsel und einer mit Schale angedrückten Knoblauchzehe. "So ist ihr Aroma nicht penetrant", erklärt er diesen Trick. Unter die Reduktion mischt er etwas Weißweinessig und Olivenöl und hebt das Ganze unter die gekochten Kartoffeln, die er zuvor in Würfel geschnitten hat.

Trüffel und Artischocken veredeln den Salat

Spitzenkoch Markus Semmler, Inhaber des gleichnamigen Restaurants in Berlin, schwitzt in feine Würfel geschnittene Schalotten in Olivenöl an und löscht sie mit weißem Balsamico ab. Dann fügt er Olivenöl, etwas Senf, Salz, Pfeffer und einen Tropfen Trüffelöl hinzu und gibt alles über die in Scheiben geschnittenen, gekochten Kartoffeln. Dann hebt er Frühlingszwiebeln, in Scheiben geschnittenen Artischockenboden und einen Hauch schwarze Wintertrüffel unter die Kartoffeln. Zu dieser edlen Ausgabe des Knollensalates reicht er kross gebratene Gänsebratwürstchen oder Putenkochwürstchen.

Tolle Sache: ein Kartoffelsalatbüffet

Wer es weniger ausgefallen, aber trotzdem abwechslungsreich haben möchte, bereitet einfach Kartoffelscheiben oder -würfel gemischt mit etwas frischen Kräutern zu und stellt weitere Zutaten klein geschnitten in Schüsseln auf den Tisch. Dafür eignen sich beispielsweise Paprika, Maiskörner, Rucolasalat, Schafskäsewürfel und Frikadellen. Dazu kommen Dressings mit Essig und Öl oder Mayonnaise. Aus den einzelnen Zutaten kann sich jeder am Tisch einen Kartoffelsalat ganz nach seinem eigenen Geschmack mischen. Wer mag, reicht auch noch verschiedene Würstchen dazu: Je nach Geschmack Wiener, Bockwürste, Rindswurst, Käsewürstchen oder auch Debrecziner.

Heiligabend als Fast- oder Abstinenztag

Mit dem Brauch, sich an Heiligabend beim Essen zurückzunehmen, soll der Armut von Maria und Josef gedacht werden und wie sie in einem einfachen Stall die Geburt Jesu Christi erlebten. "Er geht aber auch darauf zurück, dass es bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine zweite Fastenzeit gab, die am Martinstag begann und am 25. Dezember endete", erläutert Ellen Lieske, Leiterin des "Kartoffel-Hotels" in Lübeln in der Lüneburger Heide. Die fleischlose Zeit ließ sich Lieske zufolge wunderbar mit der sättigenden Kartoffel überbrücken.

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