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Rote Beete roh oder gekocht: Wie gesund ist das Gemüse?

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Als Salat oder Suppe  

Rote Beete roh oder gekocht: Wie gesund ist das Gemüse?

16.10.2017, 09:30 Uhr | rk (CF), ar

Rote Beete roh oder gekocht: Wie gesund ist das Gemüse?. Eine Rote Beete Knolle liegt aufgeschnitten auf einem Holzbrett (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/dianazh)

Rote Bete ist besonders in roher Form zu empfehlen (Quelle: dianazh/Thinkstock by Getty-Images)

Auf die Frage, ob Rote Beete (alternative Schreibweise: Rote Bete) gesund ist, lautet die Antwort: Ja! Welche wertvollen Inhaltsstoffe in dem Wintergemüse enthalten sind und ob Sie Rote Beete besser gegart oder roh essen sollten, erfahren Sie hier.

Rote Beete ist ein Wintergemüse, das durch seine rote Farbe auffällt. Verantwortlich für das Rot ist das Polyphenol Betanin. Der Stoff stärkt das Immunsystem nachweislich und wirkt entzündungshemmend – vor allem, wenn man Rote Beete roh isst. Deshalb ist das Wintergemüse bestens geeignet, um Erkältungen vorzubeugen oder zu behandeln. Zudem wirkt sich Betanin positiv auf die Blutgerinnung aus.

Fit durch den Winter mit Roter Beete

Doch Betanin ist nicht der einzige Grund dafür, dass Rote Beete gesund ist. Wenn Sie das Wintergemüse roh essen, versorgen Sie Ihren Körper mit Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und Folsäure. Die Kombination aus Vitamin C, Folsäure und Eisen unterstützt den Körper bei der Blutbildung. Das Wintergemüse enthält rund ein Milligramm Eisen pro 100 Gramm. Rote Beete ist daher auch bei Eisenmangel gesund, einer der häufigsten Mangelerscheinungen überhaupt.

Mit nur 41 Kilokalorien pro 100 Gramm eignet sich Rote Beete auch perfekt zum Abnehmen und für figurbewusste Menschen. Hier können Sie also ohne schlechtes Gewissen zugreifen.

Diese Stoffe können schädlich sein

Allerdings ist Rote Beete nicht für alle Menschen gesund. Die enthaltene Oxalsäure kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Die "Apotheken Umschau" empfiehlt aus diesem Grund Menschen, die zu Nierensteinen neigen, den Genuss des Wintergemüses stark einzuschränken oder ganz vom Speiseplan zu streichen. Oxalsäurereiche Lebensmittel verschlechtern die Aufnahme von Calcium und erhöhen das Risiko von Harnsteinbildung.

Rote Beete ist reich an Nitrat. Daher wird empfohlen, bei Säuglingen unter sechs Monaten auf die Rübe zu verzichten. In den ersten Lebensmonaten haben Babys noch nicht ausreichend Magensäure. Dadurch können sich Bakterien bilden, die Nitrat zu giftigem Nitrit umwandeln. 

Laut der deutschen Ausgabe von "National Geographic" hat Nitrat allerdings auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. So soll es den Blutdruck senken und für eine gesunde Verdauung sorgen. Sind Sie sich unsicher, ob Sie Rote Beete verzehren dürfen, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Rote Beete roh essen oder kochen?

Beim Kochen kann ein Teil der im Wintergemüse enthaltenen Nährstoffe verloren gehen. Wenn Sie die Knolle aus gesundheitlichen Gründen verzehren möchten, raspeln Sie das Gemüse und machen es als rohen Salat oder Carpaccio an. Auch als Saft ist die gesunde Rübe ein Genuss.

Gegart ist Rote Beete ebenfalls gesund. Um den Fitmacher möglichst nährstoffreich zuzubereiten, schälen Sie ihn beim Kochen oder Backen nicht. So bleiben viele Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Außerdem eignet sich die Rote Beete auch sehr gut, um daraus eine schmackhafte Suppe zuzubereiten.

So schneiden Sie rohe Rote Beete

1. Der Saft der Roten Beete färbt unerbittlich alles, mit dem er in Berührung kommt. Deshalb sollten Hobbyköche als erstes Einmalhandschuhe anziehen. Wer Rote Beete roh anrichten möchte, legt die Knolle vor sich auf ein Schneidbrett. Dann schneidet man oben und unten mit einem mittelgroßen Kochmesser den Stiel- und Wurzelansatz ab. "Ganz wichtig ist, kein Sägemesser zu nehmen. Das reißt sonst viel ein, und der rote Saft tritt aus", erklärt Spitzenkoch Oliver Röder.

2. Den Rest der Knolle befreit man rundherum mit einem Sparschäler von der Schale.

3. Von dem Gemüse kann man dann einfach dünne Scheiben herunterschneiden – oder sie in Würfel schneiden. "Wer besonders dünne, gleichmäßige Scheiben haben möchte, kann dafür auch die Brotmaschine oder einen Küchenhobel verwenden", sagt Röder.

So kochen Sie Rote Beete richtig

1. Man gibt das Gemüse mit Schale und Strunk in den Kochtopf. "Das ist wichtig, denn wenn man die Beete anschneidet, blutet sie im Kochwasser aus", erklärt Röder. Wer das erdige Aroma unterstreichen möchte, kann Kümmel mit ins Kochwasser geben. Insgesamt lässt man die Rote Beete etwa 30 bis 40 Minuten kochen. Alternativ kann man sie auch in Alufolie einschlagen und mit etwas Butter und Salz bei 180 Grad 35 bis 40 Minuten im Backofen weich garen.

2. Ob die Rote Beete gar ist, kann man mit einer Rouladennadel überprüfen, mit der man sie kurz einsticht.

3. Danach schreckt man die Beete unter kaltem Wasser ab.

4. Die Schale kann man entweder mitessen, wenn sie dünn ist. Wer das nicht möchte, zieht sie von der gekochten Beete mit einem kleinen Küchenmesser wie bei einer Pellkartoffel ab.

5. Danach kann man sie in Scheiben schneiden.

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