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Die teuerste und edelste Bratwurst der Welt

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Die teuerste und edelste Bratwurst der Welt

05.10.2015, 08:57 Uhr | dpa

Die teuerste und edelste Bratwurst der Welt. Metzgermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern in Hessen macht die teuerste Bratwurst der Welt. (Quelle: dpa)

Metzgermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern in Hessen macht die teuerste Bratwurst der Welt. (Quelle: dpa)

Wer nicht die Billig-Bratwurst vom Discounter auf den Grill legen will, sondern eine echte Delikatesse sucht, der sollte sich an Metzgermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern in Hessen wenden. Denn der stellt die teuerste Bratwurst der Welt her. In Handarbeit aus edelstem Kobe-Rind für 30 Euro pro 40 Gramm.

Foto-Serie mit 12 Bildern

Die Spitzen-Gastronomie giert nach immer neuen Schmankerln, mit denen sie anspruchsvolle Gaumen verwöhnen kann. Gefragt sind ungewöhnliche Geschmackserlebnisse, mit denen sich die Gourmet-Tempel von der Branchen-Konkurrenz abheben können.

Der Mann für spezielle Wünsche

Einer, der spezielle Wünsche erfüllt, ist Dirk Ludwig. Der experimentierfreudige und in Fachkreisen bekannte Metzgermeister aus Schlüchtern in Hessen macht mit einer neuen Kreation von sich reden. Er hat bereits in Mineralwasser ("Aqua Aged Beef") als auch in Asche ("Asche Aged Beef") gereiftes Rind ausgetüftelt. Nun hat er die "teuerste Bratwurst der Welt" geschaffen, wie er sagt. Als Basis für die eigentlich recht gewöhnlichen Bratwürste verwendet Ludwig ungewöhnliche Ware: sündhaft teures Fleisch vom Kobe-Rind aus Japan. Je nach Teilstück kostet ein Kilo davon zwischen 300 und 500 Euro. "Kobe Beef ist das teuerste Fleisch der Welt", erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Kathrin Grünewald von der Fachzeitschrift "Fleischwirtschaft".

Und da der Rohstoff so hochpreisig sei, dürfte Ludwigs Einschätzung, die teuerste Bratwurst der Welt zu produzieren, stimmen, sagt die Expertin. Gero Jentzsch vom Deutschen Fleischer-Verband in Frankfurt am Main findet: "Kobe-Bratwürste sind eine außergewöhnliche Idee. Das ist neu, davon habe ich noch nie gehört. Der Drang nach Exklusivität in der Spitzengastronomie wird immer größer."

Der ungewöhnliche Wunsch nach Kobe-Bratwürsten kam von einer Edel-Restaurantkette. Sie hat unter anderem Lokale in London, New York und Las Vegas. Dort werden die Bratwürste aus Hessen als Teil eines umfangreichen Kobe-Menüs serviert.

Meister musste lange tüfteln

Um den außergewöhnlichen Wunsch nach der Edel-Bratwurst zu erfüllen, musste Ludwig lange tüfteln. "Die ersten Versuche waren ungenießbar", gesteht der Metzger. Doch später gelang ihm die passende Zusammensetzung.

Die enthält neben diversen speziellen Gewürzen auch Rohrzucker, um den Vorlieben des Auftraggebers gerecht zu werden.

Edel-Bratwurst nicht für jedermann Wer jetzt das Portemonnaie zückt und nach Schlüchtern reist, wird allerdings enttäuscht, denn die Edel-Bratwurst gibt es bei Dirk Ludwig nicht für jedermann an der Wursttheke. "Das ist eine Auftragsproduktion für den Kunden", erklärt der Metzger, der das Kobe-Fleisch extra aus Japan bezieht. Kobe-Rind ist eine geschützte Bezeichnung ähnlich wie die von Champagner. Es handelt sich dabei um Fleisch von japanischen Rindern, die in der Region Kobe geboren werden, aufwachsen und geschlachtet werden. Außerdem muss das Fleisch der edlen Rasse viele Qualitätskriterien erfüllen, um zertifiziert zu werden. Kobe-Rinder werden gehegt und gepflegt

Die Tiere werden sehr lange und aufwendig gemästet. Sie sollen auch besonders gehegt und gepflegt werden. Das Resultat ist ein extrem marmoriertes, von Fett durchzogenes Fleisch, das sehr zart ist. "Weil es davon nur geringe Mengen auf dem Markt gibt, ist es sehr teuer", erklärt Fleischfachmann Jentzsch. Die Verwendung von japanischem Rindfleisch für weithin bekannte Produkte ist nicht völlig neu. Es wird in deutschen In-Lokalen bereits für Wagyu-Burger verwendet. Wagyu ist die Sammelbezeichnung für Kobe- und andere japanische Rinderrassen.

Nicht jedes Experiment wird ein Erfolg

Für Ludwig sind die Kobe-Bratwürste nicht die ersten ungewöhnlichen Produkte. Jedoch muss er auch Misserfolge einstecken: Das Experiment, Rindfleisch auch in Champagner einzulegen, sei zum Beispiel misslungen. Für einen neuen Auftraggeber soll er demnächst Fleisch in Kokoswasser einlegen.

Solche verrückten Ideen können Fleisch-Fachmann Jentzsch nicht mehr verwundern. Ihm ist schon einiges untergekommen: Wurst-Sushi, Schokoladen-Mettwürste und etwa Saumagen-Pralinen – der Experimentierfreude der Metzger scheinen keine Grenzen gesetzt.

Bilder zur Herstellung der verschiedensten Premium-Bratwürste finden Sie in unserer Fotoshow

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