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Diese Restaurants und Gerichte sind 2016 Trend

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Das sind die Gastro-Trends 2016

21.04.2016, 09:54 Uhr | Uwe Kauss

Diese Restaurants und Gerichte sind 2016 Trend. Wir verraten, was 2016 auf den Tellern landet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wir verraten, was 2016 auf den Tellern landet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das neue Restaurant ist lange im Voraus ausgebucht, zwei Straßen weiter ist ein Laden mit ähnlicher Küche gähnend leer. Nicht hip - da will keiner hin. Welche Trends in diesem Jahr in der Gastronomie wichtig sind, erklärt einer der wichtigsten Berater und Trendexperten in Deutschland, Pierre Nierhaus. wanted.de hat er verraten, was Gourmets demnächst erwartet.

Foto-Serie mit 9 Bildern

In den Städten drängen sich die Hypes von veganer Küche und Paleo über Food Trucks bis zu Popup-Restaurants, die nur wenige Wochen öffnen. Doch eins gelte nach Ansicht von Pierre Niehaus in diesem Jahr für alle, die Speisen servieren: "Authentische, echte Gastfreundschaft ist abends zu einem Konzept für die Zukunft geworden. Herzlichkeit wird immer wichtiger, Gäste haben eine Sehnsucht nach einem Ort, den sie ihr Zuhause nennen können." Nierhaus ist Hotelfachmann und langjähriger Gastro-Unternehmer und: Er ist viel unterwegs. Das Interview mit wanted.de führt er am Flughafen von London, wo er mit Restaurant-Betreibern auf Trendexpedition die für ihn wichtigsten Locations besucht und Trends erforscht.

Drei Megatrends

Die drei Megatrends in Deutschland sind für ihn seit vielen Jahren "Asia Food, mediterrane und bürgerliche Küche". Doch sie verändern sich stetig.

"Bio ist für Restaurants nicht mehr so wichtig." Selbst in den Regalen der Discounter gibt’s Bioware zum Schnäppchenpreis – klar, dass Gastronomen damit keine Anziehung mehr erzeugen.

Für Nierhaus hat aber ein sehr verwandtes Thema eine große Bedeutung bekommen: "Regionale Speisen mit guter Story, guter Qualität der Zutaten, einer kleinen, ausgesuchten Karte sowie Können in der Küche - das sind die Themen, die in diesem Jahr ganz weit oben stehen." Der Herkunft der Rohware müssten die Gäste vertrauen können. So sei es wichtig, dass beispielsweise die Eier vom besten Züchter der Umgebung stammten, der liebevoll und naturnah seine Hühner halte.

Oder die Zutaten kommen von Anbietern, die uralte Traditionen pflegen. Das erzählt man den Gästen gerne. "Storytelling ist für Restaurantbetreiber mittlerweile einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren – denn diese Geschichten schaffen eine Verbindung zum Gast." >>

Dazu seien hier Restaurants im Kommen, die keine Karte mehr brauchen. Nierhaus kennt den Trendsetter: "In London waren wir heute bei 'Burger & Lobster': Da gibt es entweder einen hervorragend zubereiteten Burger oder kanadischen Hummer für je 20 Pfund. Das war's." Doch der Laden läuft so erfolgreich, dass die Betreiber mittlerweile zwei Dependancen in der britischen Metropole eröffnet haben. Das spiegelt für Nierhaus "den Trend zur Vereinfachung einer immer größeren Komplexität unseres Lebens". Er trage den Namen "Carte blanche", weil das Angebot so reduziert sei, dass eine Speisekarte nicht mehr nötig ist.

In Frankfurt hat ein Restaurant genau mit diesem Namen bereits beachtlichen Erfolg. Es gibt abends das, was der Koch tagesfrisch einkauft. Was serviert wird, findet sich auf seiner Website sowie in den sozialen Netzwerken. Bei seiner Trend-Expedition in Helsinki besucht Nierhaus mit den Teilnehmern ein In-Restaurant, das ausschließlich ein mehrgängiges Menü serviert. Ohne Wahlmöglichkeit. "Der Service fragt nach Allergien, empfiehlt passende Weine und los geht’s", erzählt er.

Bulgur, Couscous und Tabouleh Zudem sieht Nierhaus in Deutschland ein immer größeres Interesse an nordafrikanischer und südamerikanischer Küche: Die aromatische Weizengrütze Bulgur aus Marokko sowie seine Verwandten Couscous und Tabouleh landen immer öfter auf den Speisekarten, weil sie ungewohnt, anders und interessant schmecken, dazu sind sie leicht und aromatisch. Gleiches gilt für Quinoa, das stark Eiweiß-haltige Powerfood aus den Anden. Dazu sei das peruanische Fischgericht Ceviche (wanted.de berichtete) weiter angesagt: "Das kommt jetzt richtig", prognostiziert er die Eröffnung neuer Bars und Restaurants. Die osteuropäische Küche

Außerdem sei nicht nur in Berlin auch ein Trend zur osteuropäischen Küche zu beobachten. Dort haben etwa einige neu eröffnete georgische Restaurants für Aufsehen in der Szene gesorgt.

"Das ist kein Berliner Phänomen, das werden wir auch in anderen Städten sehen", kommentiert er knapp, "unentdeckte Küchen werden halt irgendwann entdeckt." Blini, Piroggen und viele weitere Spezialitäten dieser Länder bestehen aus bekannten Zutaten, schmecken aber völlig ungewohnt – das macht diesen Nischentrend für neugierige Gourmets interessant.

Das Comeback der Roulade

Doch auch längst Bekanntes kommt neu auf den Teller: "Die Renaissance der bürgerlichen Küche ist voll im Gange. Es wird wieder gekocht wie vor hundert Jahren, nur leichter und kalorienärmer", beschreibt Pierre Nierhaus die Entwicklung. Ein gutes Beispiel ist für ihn die Roulade: "Ich habe kürzlich mit einer bundesweiten Hotelkette gearbeitet. Bei deren Restaurants ist die Roulade nicht mehr von der Karte wegzudenken." Doch Restaurants verändern sich, weil sich ihr Publikum verändert. Diesen Trend beschreibt Gastro-Experte Nierhaus so: "Essen entwickelt sich immer mehr zur Selbstdarstellung. Restaurants werden so zum neuem Forum der Repräsentation. Essen löst immer mehr das Darstellen von Besitz ab." Dabei will der Gast im Mittelpunkt stehen, will liebevoll und nachsichtig umsorgt werden, sich wohlfühlen, entspannen und genießen. Die Gerichte bestellt er sowieso alle um, weil er dies und das nicht mag. Der Service hat dafür ebenso große Empathie wie für echte und vorgebliche Allergien. Genau das gibt’s weder im Netz noch im Schnellrestaurant. Da gibt’s alles und sofort. Aber sonst nichts.  Alle Gastro-Trends für 2016 sehen Sie auch in unserer Fotoshow.

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