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Mogelpackungen: So tricksen Hersteller mit den Füllmengen

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Der Trick mit den Füllmengen  

Erst schrumpfen die Packungen, dann steigt der Preis

15.04.2016, 16:00 Uhr | cme

Mogelpackungen: So tricksen Hersteller mit den Füllmengen. Damit Verbraucher die Preiserhöhung nicht so deutlich spüren, variieren Hersteller die Packungsgrößen.  (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Damit Verbraucher die Preiserhöhung nicht so deutlich spüren, variieren Hersteller die Packungsgrößen. (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Preiserhöhungen sind bei Verbrauchern nicht beliebt, daher greifen Hersteller zu Tricks, um die Teuerungen zu verstecken. Dabei gehen sie nach einem ganz bestimmten Prinzip vor, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) erklärt. Mit dem sogenannten Füllmengenkarussell werden die Inhalte der Verpackungen so variiert, dass Käufer die Erhöhung kaum merken. 

So würden die Packungen über mehrere Jahre hinweg mehrmals verkleinert und der Preis nicht oder nur minimal angepasst. Am Ende werben die Hersteller laut der Verbraucherzentrale mit größerem Inhalt, während der Preis diesmal mitsteigt. 

Persil 26 Prozent teurer

Als Beispiele für diesen Füllmengentrick nennt die vzhh das Waschmittel Persil. Der Hersteller Henkel habe seit 2011 immer weniger Waschmittel in seine Flaschen gefüllt. So ist die Zahl der Waschladungen von zunächst 20 im Jahr 2011 auf 18, 16 und schließlich 15 im vergangenen Jahr gesunken. Aktuell wirbt Henkel mit einer vergrößerten Flasche, verkauft die 20 Waschladungen aber für einen deutlich höheren Preis.  

Die Preiserhöhung gegenüber 2015 betrage je nach Laden bis zu 26 Prozent, hat die Verbraucherzentrale errechnet. 

Füllmengenwirrwarr: Verbraucher blicken nicht mehr durch

Eine ähnliche Entwicklung haben die Verpackungen der Schokoriegel "Mars Mini" hinter sich. Die Verpackung schrumpfte von 250 Gramm im Jahr 2009 in mehreren Stufen auf 200 Gramm im Jahr 2015. Neuerdings gibt es wieder 250 Gramm in einer Packung. Doch die kostet plötzlich 2,79 statt 1,99 Euro.

Allerdings zahlen Verbraucher laut vzhh bereits seit 2015 bis zu 40 Prozent mehr im Vergleich zum Jahr 2009. Das sei aber durch die kleineren Verpackungen schwer zu erkennen gewesen.   

"Plumpe Ausreden" für versteckte Preiserhöhungen

"Die Hersteller wollen ihren Umsatz mit positiven Werbebotschaften ankurbeln und locken Verbraucher auf eine falsche Fährte, um höhere Preise zu etablieren", sagt Armin Valet von der vzhh. Die häufig vorgebrachten Argumente für die Füllmengenreduzierungen, wie beispielsweise kleinere Packungsgrößen für Singles oder weniger Kalorien pro Packung zur Prävention von Übergewicht, entpuppten sich im Nachhinein als "plumpe" Ausreden. 


Weitere Mogelpackungen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg und auf Facebook.

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