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Studentenfutter: Gesunde und nahrhafte Knabbermischung

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Nuss und Frucht  

Studentenfutter: Gesunde und nahrhafte Knabbermischung

06.07.2016, 14:23 Uhr | rk (CF)

Studentenfutter: Gesunde und nahrhafte Knabbermischung. Studentenfutter als Zwischenmahlzeit beugt Heißhunger auf Ungesundes vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Studentenfutter als Zwischenmahlzeit beugt Heißhunger auf Ungesundes vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Studentenfutter ist eine Mischung aus Nüssen und Trockenfrüchten. Doch ist der Snack gesund? Und woher kommt der Name? Antworten auf diese Fragen und zwei Rezepte finden Sie hier.

Warum heißt Studentenfutter "Studentenfutter"?

Bis in das 17. Jahrhundert geht die Bezeichnung zurück, denn so lange ist Studentenfutter bereits bekannt. Ursprünglich bestand es aus Rosinen und Mandeln. Später wurden der Mischung noch weitere Trockenfrüchte und andere Nüsse hinzugefügt, zum Beispiel Cashewkerne, Walnüsse, Erdnüsse, Haselnüsse oder Paranüsse.

Als "Schleckerey deutscher Gymnasiasten und Burschen" war das Studentenfutter vor allem finanziell bessergestellten Menschen vorbehalten, da Mandeln damals noch relativ teuer waren. Studenten konnten sich die Knabberei leisten und schrieben den enthaltenen Mandeln außerdem eine hilfreiche Wirkung gegen einen Kater zu – daher der Name Studentenfutter.

Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Daher gibt es mittlerweile auch vielfältige Varianten der Nuss-Frucht-Mischung, zum Beispiel mit exotischen Früchten und unterschiedlich großen Anteilen der einzelnen Nusssorten. 

Nüsse als Nervennahrung

Auch wenn der Name ursprünglich nicht viel mit der Denkleistung zu tun hat: Laut dem Fitness-Magazin "Fit for Fun" soll sich der Verzehr von Studentenfutter tatsächlich positiv auf das Gehirn auswirken können. Deshalb ist Studentenfutter mittlerweile auch außerhalb der Universitäten als sogenanntes Brainfood beliebt.

Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B und Magnesium in den Nüssen wird die Konzentration gesteigert. Als Snack im Büro hält Studentenfutter außerdem länger vor als ein Schokoriegel. Heißhungerattacken werden dadurch seltener.

Ist Studentenfutter gesund? Kalorien und Nährwerte

Auf den ersten Blick ist Studentenfutter eine Kalorienbombe: 570 Kilokalorien sind in 100 Gramm Studentenfutter enthalten – ähnlich viel wie in einer Tafel Nussschokolade. Das ist durch den hohen Fettgehalt der Nüsse zu erklären. Allerdings handelt es sich dabei um ungesättigte Fettsäuren, die eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben und außerdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können.

100 Gramm der Knabbermischung enthalten darüber hinaus durchschnittlich 17 Gramm Eiweiß, 30 Gramm Kohlenhydrate und 30 Gramm Fett. Die enthaltenen Ballaststoffe haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Außerdem finden sich im Studentenfutter auch viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Kalium unterstützt den Wasserhaushalt, Kalzium stärkt die Knochen und Magnesium beugt Muskelkrämpfen vor. Dadurch eignet sich die Mischung auch für Läufer und andere Sportler. Die Vitamine A und E wirken als Antioxidantien. Wer abnehmen möchte, sollte beim Studentenfutter zwar sparsam sein. Dennoch stellt es eine gesunde Alternative zu Chips und Schokolade dar.

Studentenfutter selber machen: Basis-Rezept

Es ist vergleichsweise einfach, Studentenfutter selbst zusammenzustellen. Sie können auf Ihre individuellen Vorlieben eingehen und beispielsweise bestimmte Nüsse oder Früchte weglassen, die Ihnen nicht schmecken. Für 500 Gramm selbst gemachtes Studentenfutter benötigen Sie zum Beispiel:

  • 100 g Rosinen
  • 100 g Haselnüsse
  • 100 g Cashewkerne
  • 50 g Mandeln
  • 50 g Paranüsse
  • 100 g Walnüsse

(Quelle: ikk-gesundplus.de)

Füllen Sie die Zutaten einfach in ein Glas oder in eine Dose und vermischen Sie sie gut. Das gelingt besonders gut, wenn Sie beim Mischen immer nur kleine Mengen auf einmal einfüllen. Die Anteile der Zutaten können Sie natürlich nach Belieben verändern.

Vielfältiges Studentenfutter selber mischen

Wenn Sie etwas mehr Abwechslung wünschen, können Sie sich auch ein Studentenfutter mit deutlich mehr Zutaten mischen. Zum Beispiel in dieser Kombination, die mehr Früchte und eine größere Vielfalt an Nüssen enthält:

  • 125 g Haselnüsse
  • 75 g Mandeln
  • 125 g Walnüsse
  • 250 g Cashewkerne
  • 125 g Sonnenblumenkerne
  • 125 g getrocknete Marillen
  • 125 g Rosinen
  • 125 g Macadamianüsse
  • 100 g Kokosflocken
  • 100 g Kürbiskerne
  • 100 g Cranberrys

(Quelle: netdoktor.at)

Bei Bedarf fügen Sie Ihrer Mischung Kokosflocken, Bananenchips und getrocknete Ananas- oder Mangostücke hinzu – so entsteht exotisches Urlaubsfeeling. Alternativ können Sie Ihr Studentenfutter auch noch etwas versüßen und Schokolinsen oder gehackte Schokolade beimischen. Probieren Sie verschiedene Zutaten aus und entwickeln Sie Ihre eigenen Rezepte.

Wenn Sie direkt größere Mengen auf einmal mischen, können Sie das Studentenfutter auch in mehrere kleine Gläser, Dosen oder Tütchen füllen. 

Rezept für Studentenfutter-Aufstrich

Wenn Sie beim Frühstück direkt nussig in den Tag starten wollen, probieren Sie doch einmal diese schmackhafte Creme, die die wertvollen Nährstoffe aus der Knabbermischung ebenfalls liefert. Für das Rezept für zwei Personen benötigen Sie:

  • 50 g Rosinen
  • 2 EL Mandeln
  • 2 EL Haselnüsse
  • 2 EL ungesalzene Erdnusskerne
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken

(Quelle: kuechengoetter.de)

Schritt 1: Vorbereitung

Spülen Sie die Rosinen in einem Sieb sorgfältig ab und lassen Sie sie anschließend mit rund 50 Millilitern warmem Wasser für fünf bis sechs Stunden zugedeckt quellen. Die Nüsse rösten Sie in einem beschichteten Pfännchen ohne Zugabe von Fett leicht an und lassen sie abkühlen.

Schritt 2: Zutaten pürieren

Zerkleinern Sie die gerösteten Nüsse in einem Mixer oder mit einem Pürierstab und geben Sie die Rosinen und die Einweichflüssigkeit hinzu. Würzen Sie die Mischung mit Zimt und Nelken und pürieren Sie sie, bis eine Creme entsteht. Diese können Sie entweder in einem Schälchen direkt servieren oder in ein Glas mit Schraubverschluss füllen. Sie eignet sich sowohl als Brotaufstrich als auch als Ergänzung zu einem Müsli.

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