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Bakterien fühlen sich in Kaffeevollautomaten wohl

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Keime ähnlich wie im Abfluss  

Bakterien fühlen sich in Kaffeevollautomaten wohl

05.09.2017, 15:54 Uhr | Claudia Hamburger, Katja Fischer, dpa, t-online.de

Bakterien fühlen sich in Kaffeevollautomaten wohl. Kaffeemaschinen – egal ob Vollautomat, Pad-, Filterkaffee- oder Kapselmaschine – sollten regelmäßig gesäubert werden. Sie sind anfällig für Keime.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AdrianHancu)

Kaffeemaschinen – egal ob Vollautomat, Pad-, Filterkaffee- oder Kapselmaschine – sollten regelmäßig gesäubert werden. Sie sind anfällig für Keime. (Quelle: AdrianHancu/Thinkstock by Getty-Images)

Eines vorweg: Wenn Sie Ihren morgendlichen Kaffee weiterhin ohne Bedenken genießen wollen, lesen Sie jetzt besser nicht weiter. Denn das Ergebnis einer Masterarbeit im Fach Lebensmittelwissenschaft ist nichts für den empfindlichen Magen.

Keime im Kaffee: Sie gelangen durch den Vollautomaten hinein

Die Abschlussarbeit von Jan Schages, Student an der Hochschule Rhein-Waal, zeigt nämlich: Kaffeevollautomaten bieten oft ein optimales Zuhause für Bakterien. Und die können sogar in den frisch gebrühten Kaffee gelangen.

Die Mikroorganismen würden sich unter anderem in den wasserführenden Elementen, also in den Schläuchen und im Wassertank, ansiedeln, sagte Jan Schages der "Rheinischen Post". In diesen Teilen des Kaffeevollautomaten bildeten sie einen Biofilm, auf dem sich weitere Keime vermehren können. Solche Biofilme kenne man auch aus dem Abfluss, wird Schages weiter in der "Rheinischen Post" zitiert.

So schützen Sie Ihren Kaffee vor Keimen

Bisher gebe es keine Belege für eine gesundheitliche Gefährdung durch die Keime im Kaffee, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie. Trotzdem ist die Vorstellung, Keime wie aus dem Abfluss mitzutrinken keine schöne.

Immerhin gibt die wissenschaftliche Arbeit ein paar Tipps an die Hand, wie man seinen Kaffee vor Bakterien schützen kann. Zum einen könne es helfen, den Vollautomaten regelmäßig zu reinigen. Zum anderen schütze eine hohe Kaffeetemperatur laut Studie vor der Keimbelastung. Ein Großteil der Keime kann demnach bei 68 Grad abgetötet werden.

Auch in der Kapselmaschine tummeln sich Bakterien

Kapselmaschinen haben übrigens ein ähnliches Problem. Wie eine Studie der Universidad de Valencia zeigt, bieten der Auffangbehälter für verbrauchte Kapseln sowie die Tropfschale ein feuchtes Milieu, in dem bis zu 67 verschiedene Bakterienarten entstehen können. Ihnen ist die Lust auf Kaffee erstmal vergangen? Sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht vorgewarnt.

Richtig reinigen – so geht's

Zwar haben viele Kaffeeautomaten Selbstreinigungsprogramme. Trotzdem bleiben für den Besitzer auch noch ein paar Aufgaben:

  • Die Brühgruppe: Eine herausnehmbare Brüheinheit lässt sich mit klarem Wasser ohne Spülmittel von Hand reinigen. "Einmal pro Woche reicht aus", sagt Bärbel Neher vom DHB-Netzwerk Haushalt. Die Brühgruppe dann trocknen lassen, bevor sie wieder in den Automaten eingesetzt wird. Ein Pinsel kann ein verstopftes Sieb wieder freilegen. "Brühgruppen, die nicht ausgebaut werden können, sind in aller Regel so aufgebaut, dass kein Kaffeemehl austreten kann und so das Schimmelrisiko minimiert ist", erläutert Neher. Hier genügt das Reinigungsprogramm.


  • Der Auffangbehälter: Der Tresterbehälter nimmt den Kaffeesatz nach dem Zubereiten auf. "Er sollte jeden Tag geleert, gereinigt und gut getrocknet werden", erklärt Werner Scholz vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Auch die Tropfschale muss häufig gesäubert werden, wenn möglich in der Spülmaschine.


  • Der Milchaufschäumer: Mit heißem Wasser sollte der Milchaufschäumer jeden Tag gespült werden. Wichtig ist, dass keine Milchreste zurückbleiben und eintrocknen - sonst haben Keime ein leichtes Spiel.


  • Der Wassertank: "Auch der Wassertank muss täglich entleert, mit Bürste und Spülmittel gesäubert und gut abgetrocknet werden", sagt Neher. "Das Wasser darf nicht zu lange darin stehen." Ihr Rat: Spätestens nach vier Stunden wechseln.

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