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Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

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Rezepte mit beiden Früchten  

Pflaumen und Zwetschgen: Was ist der Unterschied?

25.09.2017, 16:28 Uhr | Felicitas Fehrer, dpa

Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen. Wer es weiß, dem fällt die Unterscheidung zwischen Pflaume und Zwetschge ganz leicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/YelenaYemchuk)

Wer es weiß, dem fällt die Unterscheidung zwischen Pflaume und Zwetschge ganz leicht. (Quelle: YelenaYemchuk/Thinkstock by Getty-Images)

Rund ein Kilogramm Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden isst jeder Deutsche pro Jahr, heißt es beim Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Das Steinobst hat noch bis Mitte Oktober Saison. Was ist aber der Unterschied zwischen Pflaume und Zwetschge?

Pflaume ist nicht gleich Zwetschge

Zwetschgen und Pflaumen werden zwar häufig synonym verwendet, sind aber unterschiedliche Früchte. "Zwetschgen sind bläulich-lila, Pflaumen dagegen können von violett über rot bis hin zu gelb sein", erklärt Kochbuchautorin Sophie Schwaiger.

Rund und mit einer deutlichen Furche: Das sind Pflaumen (oben). Zwetschgen sind deutlich ovaler. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)Rund und mit einer deutlichen Furche: Das sind Pflaumen (oben). Zwetschgen sind deutlich ovaler. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)

Auch die Form ist verschieden: "Die längliche Form der Zwetschgen unterscheidet sich deutlich von den eher kugeligen Pflaumen mit der ausgeprägten Furche außen", erklärt Schwaiger. Außerdem haben Pflaumen ein süßeres, weicheres Fruchtfleisch und lassen sich deswegen nicht so leicht entkernen wie Zwetschgen.

Zum Entkernen schneidet man die Früchte einfach mit einem kleinen Obstmesser vom oberen Ansatz aus einmal rundherum ein und dreht anschließend beide Hälften gegeneinander. Dann lässt sich der Kern herausnehmen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Neben Aspekten wie dem biologischen Anbau sollte man beim Kauf der Früchte auf Farbe und Konsistenz achten. Pflaumen und Zwetschgen gehören zu den Obstsorten, die nicht nachreifen. "Sowohl Pflaumen als auch Zwetschgen sollten prall sein und eine feste, glatte Haut haben", empfiehlt Schwaiger. Zu fest ist aber auch nicht gut: "Dann sind sie noch nicht reif genug und schmecken eher säuerlich", sagt Kochbuchautorin Katja Müller-Langenau.

Je nach Sorte halten sich Pflaumen und Zwetschgen zwei bis drei Tage im Kühlschrank, maximal eine Woche. "Die Früchte sollten immer in einem Plastikbeutel oder einem feuchten Tuch aufbewahrt werden, da sie sonst im trockenen Kühlschrank-Klima viel Wasser verlieren", sagt Elke Schickedanz vom Pressebüro für Deutsches Obst und Gemüse.

Die sogenannte Beduftung, die natürliche Wachsschicht, darf möglichst nicht beschädigt werden. Man wäscht sie erst kurz vor dem Verzehr ab, erläutert die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse.

Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Zwetschge, Quetsch oder Kölner Prumm: Die Früchte haben nicht nur viele Namen, sondern sind auch in ihrer Zubereitung vielseitig. Als Blechkuchen oder umhüllt von Speck: So kennen die meisten Menschen Pflaumen und Zwetschgen. Weniger bekannt, aber mindestens genauso lecker sind Pflaumeneis oder mit Pfeffer und Rotwein marinierte Früchte.

Rezept-Klassiker Zwetschgenkuchen

Ein Rezept-Klassiker ist der Zwetschgenkuchen. Für die Variante von Müller-Langenau benötigt man:

  • 200 Gramm Margarine
  • 175 Gramm Zucker
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • drei Eier
  • 375 Gramm Mehl
  • einen Teelöffel Backpulver
  • und den Saft einer halben Zitrone.

Diese Zutaten werden vermengt und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben. Dann ein Kilogramm Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen und anschließend auf dem Kuchen verteilen. Das Ganze wird im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 50 Minuten gebacken. Zum Schluss kann man den Kuchen mit Hagelzucker bestreuen und mit frischer Schlagsahne krönen.

So kennen und lieben die meisten Zwetschgen: auf dem Blech als Kuchen. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)So kennen und lieben die meisten Zwetschgen: auf dem Blech als Kuchen. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)

Schwaiger verwendet Pflaumen und Zwetschgen unter anderem als Topping für Cheesecakes oder leicht erwärmt in einem Zimtparfait. Auch in Smoothies, als Marmelade oder in einem frischen Obstsalat kann man die Früchte gut verarbeiten.

Selbstgemachtes Pflaumeneis

Wenn die Temperaturen draußen hoch sind, lässt sich die Hitze mit einem selbst gemachten Pflaumeneis gleich viel besser aushalten. Müller-Langenau legt dazu 500 Gramm gewaschene, halbierte und entkernte Pflaumen mit der Schnittseite nach oben in eine ofenfeste Form und gibt einen Teelöffel braunen Zucker sowie eine Messerspitze Kardamom darüber. Das Ganze wird eine halbe Stunde bei 175 Grad im Ofen gebacken.

Kühl und sahnig: Im Ofen gebackene Pflaumen geben dem Eis das gewisse Extra. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)Kühl und sahnig: Im Ofen gebackene Pflaumen geben dem Eis das gewisse Extra. (Quelle: Katja Müller-Langenau/headsandfood-photography.com/dpa-tmn)

Währenddessen erwärmt man ein Ei, zwei Eigelb, 100 Gramm Zucker und einen Teelöffel Vanillezucker über einem heißen Wasserbad und quirlt das Ganze mit einem Handrührgerät auf. Nachdem die Masse abgekühlt ist, hebt man 300 Gramm geschlagene Sahne unter und rührt die abgekühlten Pflaumen dazu. Alles in eine große Form gießen und das Eis für vier bis sechs Stunden einfrieren.

Aber die lila Früchte können nicht nur süß. Laut Schickedanz passt das süß-würzige Aroma von Pflaumen besonders gut zu herzhaften Speisen. "Die Früchte lassen sich wunderbar mit Linsen und Kartoffeln kombinieren. Außerdem verleihen sie sämtlichen Fleischgerichten das gewisse Etwas."

Pflaumen im Speckmantel als deftiger Snack

Als deftigen Snack empfiehlt Schwaiger getrocknete Pflaumen im Speckmantel. Um die Früchte zu trocknen, einfach den Kern entfernen und das Obst anschließend halbieren. Danach auf ein Blech legen und bei 50 bis 60 Grad im Ofen zwei bis drei Stunden langsam trocknen.

Wer gerne einfache Gerichte veredelt, kann seinen Feldsalat mit Szechuanzwetschgen verfeinern. Für dieses Rezept halbiert und entsteint man zuerst die Zwetschgen. Anschließend karamellisiert man 100 Gramm Zucker mit zwei Esslöffeln Wasser langsam in einem Topf. Diese Mischung löscht man dann mit 300 Milliliter Rotwein ab. Parallel löst man drei Gramm Maisstärke in 50 Millilitern Rotwein auf und rührt das Ganze in die kochende Flüssigkeit ein. Mit Szechuanpfeffer abschmecken und fünf Minuten leicht köcheln lassen. Die Zwetschgen zugeben, einmal aufkochen und auskühlen lassen. Das Ganze kann man warm zum Salat servieren.

Zimtparfait mit warmen Pflaumen

Für sechs Personen braucht man:

  • drei Eigelb
  • 75 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 EL Zimt
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Glas Pflaumen
  • Rosé-Wermut nach Belieben.

Die Eigelbe und Zucker in der Küchenmaschine oder mit Hilfe eines Handrührers sehr schaumig schlagen. Anschließend den Zimt vorsichtig unterheben. Wenn an dieser Stelle zu stark gerührt wird, wird die Parfaitmasse nicht so luftig. Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unter die Eiscreme heben. Eine Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen und die Parfaitmasse hineingeben. Für circa fünf Stunden in den Tiefkühler stellen.

In der Zwischenzeit die Pflaumen mit dem Saft in einen Topf geben und bei geringer Hitze erwärmen. Nach Belieben Rosé-Wermut zugeben. Das Parfait 10-15 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und auf einen Teller stürzen. Anschließend in Scheiben schneiden und mit den warmen Wermut-Pflaumen anrichten.

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