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Dopingmittel EPO könnte Frühchen vor Gehirnschäden schützen

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Frühchenforschung  

"Dopingmittel" könnte Frühgeburten vor Gehirnschäden schützen

27.08.2014, 16:38 Uhr | t-online.de

Dopingmittel EPO könnte Frühchen vor Gehirnschäden schützen. Dank EPO könnte man bei Frühchen womöglich auf Bluttransfusionen verzichten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dank EPO könnte man bei Frühchen womöglich auf Bluttransfusionen verzichten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten bringen das Hormon Erythropoetin - besser bekannt als EPO - vor allem mit Sportdoping in Verbindung. Einen ganz anderen Nutzen haben Forscher der Universitätsklinik in Genf festgestellt: EPO könnte Kinder, die viel zu früh auf die Welt gekommen sind, vor Gehirnschäden schützen.

An der im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Untersuchung nahmen fast 500 Babys teil, die in der Schweiz zwischen der 26. und 31. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Gehirnscans zeigten, dass EPO den Frühchen helfen kann, wenn es innerhalb von zwei Tagen nach der Geburt verabreicht wird.

EPO statt Bluttransfusionen

Bei EPO handelt es sich um ein Hormon, das die Produktion von roten Blutkörperchen fördert. Synthetisches EPO wird zur Behandlung von Krankheiten wie Anämie eingesetzt, bei denen ein Mangel an roten Blutkörperchen vorliegt. EPO könnte aber auch Frühchen verabreicht werden, um dadurch auf Bluttransfusionen zu verzichten.

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Deutlich geringere Gehirnschädigung

Russia Ha-Vinh Leuchter, eine der Autorinnen der Studie, erklärt, dass die Schädigung der Gehirne bei den Kindern, die EPO erhalten hatten, viel geringer ist als bei der Kontrollgruppe, der ein Blindpräparat verabreicht worden war. Damit wurde laut der Wissenschaftlerin erstmals die positive Wirkung des Hormons auf die Gehirne von Frühchen nachgewiesen. Mit weiteren klinischen Studien wollen die Forscher diese Ergebnisse bestätigen.

Jane Hawdon vom Barts Health NHS Trust erklärt dazu, dass jeder Behandlungsansatz, der langfristige Gesundheitsprobleme bei Frühchen verringern könnte, weiter untersucht werden sollte. "Es ist aber auch wichtig festzustellen, dass es beim Großteil der Frühgeborenen zu keinen signifikanten Verletzungen des Gehirns kommt."

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