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Petzen: Ermuntern Sie petzende Kinder zu mehr Selbstständigkeit

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Petzende Kinder zu mehr Selbstständigkeit erziehen

13.10.2008, 18:00 Uhr | ruf, ddp

Petzen: Ermuntern Sie petzende Kinder zu mehr Selbstständigkeit. Viele Kinder erzählen ihren Eltern gern, was sie erlebt haben, wollen damit aber gar nicht petzen..

Viele Kinder erzählen ihren Eltern gern, was sie erlebt haben, wollen damit aber gar nicht petzen.. (Bild: Archiv)

Manche Kinder können Geheimnisse nicht für sich behalten: "Uli hat aus der Keksdose genascht!", "Gesa hat mich gezwickt!", "Torben hat in der Klassenarbeit abgeschrieben!" - ihr Umfeld erfährt immer brühwarm, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. "Petzen ist nicht immer etwas Negatives. Es gibt viele Situationen, in denen es gut ist, wenn ein Kind sich damit jemandem anvertraut", sagt Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Schutz vor sexuellem Missbrauch

Eltern sollten ihren Kindern daher verdeutlichen, dass es durchaus Dinge gibt, die man sagen muss - auch wenn sie eigentlich ein "Geheimnis" sind. "Kinder dürfen sich nicht von Erwachsenen in Geheimnisse einbinden lassen. Bei dem Satz 'Das darfst du aber nicht deinen Eltern erzählen!' müssen alle Warnlampen angehen. Das ist wichtig, um sexuellem Missbrauch vorzubeugen", sagt Gerth. Auch wenn einem anderen Kind etwas Schlimmes geschehen ist, sollte den Kindern klar sein, dass sie in jedem Fall mit ihren Eltern darüber reden müssen. "Diese konkrete Aufforderung von Mama oder Papa hilft dem Kind auch in Krisensituationen, sich zu öffnen - denn die Entscheidung liegt ja nicht bei ihm", erklärt Gerth.

Petzen deutet auf mangelnde Konfliktlöse-Fähigkeit hin

Ein Kind, das sich dauernd bei seinen Eltern über andere beschwert, habe aber möglicherweise Schwierigkeiten, Konflikte selbständig zu lösen. "Eltern können ihr Kind in diesem Fall am besten unterstützen, indem sie mit ihm gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Dabei sollte im Vordergrund stehen, wie das Kind selbst aktiv werden kann, um die Situation zu verbessern", sagt Gerth. Schritten die Eltern nämlich bei jedem Problem ein, mache das Kind nie die Erfahrung, dass es auch selbständig mit Schwierigkeiten fertig werden kann.

Kinder erzählen gern

Oft sei das "Petzen" jedoch auch gar nicht dazu gedacht, ein anderes Kind anzuschwärzen. "Kinder erzählen ihren Eltern gerne, was den Tag über so passiert ist. Sie erwarten aber unter Umständen nicht, dass die Eltern nun einschreiten", sagt Gerth. Man sollte das Kind daher fragen, weshalb es diese Geschichte erzählt und ob es möchte, dass man auf die Situation einwirkt.

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