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Kinder brauchen Sicherheit nach Alpträumen

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Psychologie  

Kindern nach Alpträumen Sicherheit geben

13.10.2008, 18:00 Uhr | ruf, ddp

Kinder brauchen Sicherheit nach Alpträumen. Kinder brauchen nach Albträumen Sicherheit von ihren Eltern.

Kinder brauchen nach Albträumen Sicherheit von ihren Eltern. (Bild:Archiv)

Die meisten Eltern würden ihren Nachwuchs gern vor Alpträumen beschützen. Doch Kinder träumen nicht nur öfter als Erwachsene, sondern haben auch mehr Alpträume. "Darin setzen wir uns mit beängstigenden Erlebnissen oder Gefühlen auseinander", erläutert der Diplompsychologe Andreas Engel, Erziehungsberater im bayerischen Hof. Alpträume seien daher nicht nur normal, sondern auch eine wichtige Form der Bewältigung.

Kinder im Schlaf beruhigen

Wenn Eltern bemerken, dass ihr Kind schlecht träumt, müssen sie es nicht unbedingt aufwecken. Manchmal können sie es im Schlaf durch Streicheln oder leise Worte beruhigen. Häufig wacht ein Kind jedoch von selbst auf, weint oder schreit und ist von seinen Ängsten überwältigt. "Dann ist es gut, wenn ein Elternteil dem Kind Sicherheit geben kann", sagt Engel. Hierbei helfe vor allem körperliche Nähe. Ein Baby oder ein kleineres Kind sollte man beispielsweise aus dem Bettchen heben, ein Größeres in den Arm nehmen und streicheln.

Keine komplizierten Diskussionen

Der Erwachsene könne zudem beruhigend auf das Kind einreden. Gefragt seien einfache Aussagen wie "Ich bin bei dir" oder "dir kann nichts passieren". Wenn der Nachwuchs schon sprechen kann, wird er vielleicht von seinem Traum berichten: "Da ist ein böser Mann, der will mich wegzaubern." Darauf sollten die Eltern eingehen, komplizierte Diskussionen dürften sie aber nicht starten. "Auf keinen Fall sollten sie das Kind in dieser Situation ausfragen", empfiehlt Engel.

Bei großer Angst, Kinder mit ins Elternbett nehmen

Hat sich das Kind beruhigt, schläft es meist von selbst wieder ein. "Wenn es sich weiterhin ängstigt, sollten Eltern sich nicht scheuen, es mit ins eigene Bett zu nehmen", sagt der Erziehungsberater. Das gelte übrigens auch für Kinder im Grundschulalter.

Gespräche über Alpträume tagsüber

Unter Umständen möchten Eltern ein älteres Kind auf einen besonders heftigen oder häufig wiederkehrenden Traum ansprechen. Dies sollten sie unbedingt tagsüber machen und nur dann, wenn das Kind sich gerade wohlfühle. "Vielleicht möchte das Kind den Traum malen und dabei erzählen", schlägt Engel vor. Zusammen könne man sich dann ein gutes Ende für den Traum überlegen, zum Beispiel wie sich der böse Zauberer besiegen lässt.


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