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Schreibaby-Ambulanzen retten verzweifelte Eltern

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Schreibaby-Ambulanzen retten verzweifelte Eltern

13.10.2008, 18:31 Uhr | ruf, dpa

Probleme des Babys liegen oft an Problemen der Eltern

Eigentlich wäre sie auch beim Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie am Sigmund-Freud-Institut gut aufgehoben gewesen. Die vermeintlichen Probleme des Kindes hängen nach Auffassung der dort tätigen Analytiker oft mit den ungelösten Problemen der Eltern zusammen. Eine Geburt "ruft die Gespenster im Kinderzimmer der Eltern" wach, lasse Bilder lebendig werden, die man verbannt glaubte, erklärt Mitarbeiterin Patricia Szogas-Fritsch. Rachel Benedikts Trennungsangst ist typisch für eine solche Übertragung.

Erstkindschock Baby da, Liebe weg
Sauerstoffmangel Kind bei Wutkrampf ablenken

Eltern müssen eigene Probleme aufarbeiten

Szogas berichtet von einer Mutter, die als Zweijährige von ihren Eltern getrennt wurde, weil diese nach Deutschland zogen und sie bei den Großeltern im Heimatland zurückließen. Als diese Frau später selbst Mutter wurde und wieder arbeiten wollte, nachdem ihr Kind zwei Jahre war, übertrug sie ihre nie bewältigte Trennungserfahrung auf das Kleinkind. Die Therapie habe ihr geholfen, zu erkennen, dass sie noch nicht bereit ist, wieder zu arbeiten und die Tochter in eine Betreuung zu geben.

Zeichen richtig deuten

Diesen Zusammenhang erkannte die Therapeutin, als das 14 Monate alte Kind in der Sprechstunde immer wieder in einen Schrank hineinkletterte und die Türen hinter sich zuzog. Szogas deutete dieses "symbolische Spiel" als Wunsch, wieder in den Bauch der Mutter hineinzukrabbeln. "Wir verstehen uns als Übersetzer in einem Eltern-Kind-Dialog, der nicht gelingt", sagt Szogas.

Gespür für die Bedürfnisse des Kindes entwickeln

Szogas, Keller und Kujack und ihre Teams helfen den Familien, zu verstehen, was ihr Kind mit dem Schreien ausdrücken will. Die Eltern müssen langsam wieder ein Gefühl dafür bekommen, wann das Kind trinken, wann es schlafen und wann es wach sein möchte und dabei, wie Keller sagt, "nicht nach der Uhr zu gehen, sondern nach den Signalen des Kindes", zum Beispiel, wenn das Kind auffällig zu einer Seite blickt, den Raum abzudunkeln und es schlafen zu lassen, statt mit einer Rassel vor dem Gesicht herumklappern, weil es sich vielleicht langweilt.

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