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Erwachsene Kinder  

Wenn die Kinder keine Kinder mehr sind

16.12.2009, 14:00 Uhr | das geflügelte wort

Die Kinder sind keine Kinder mehr

Es fällt schwer, sich bewusst zu machen, dass die eigenen Kinder zwar immer die eigenen Kinder bleiben werden, dass sie jetzt aber ihr Leben selbst in die Hand genommen haben. Und damit dauernde Ratschläge und Einmischungen erst recht nicht mehr erwünscht sind. Man kann es noch so gut meinen: Die Partnerwahl, der Lebensstil oder die Erziehung der Enkel gehen die Eltern nichts mehr an. Einfacher fällt das, wenn die Kinder beruflich und damit wirtschaftlich absolut selbstständig sind und bereits eine eigene Familie haben. Es gelingt dann beiden Seiten eher, das Gefühl von Gleichwertigkeit aufrechtzuerhalten.

Reifeprozess aller Beteiligter

Trotzdem fällt es oft gerade den Frauen schwer, sich von der Mutter abzugrenzen. Kündigt sie ihren Besuch an, dann wird in vielen Familien der Putzalarm ausgelöst. Schließlich will man zeigen, dass man sein Leben und als dessen Spiegelbild seinen Haushalt im Griff hat. Dass die Kinder gut erzogen sind und man alles ganz wunderbar managt. Sich von den inneren Erwartungen zu befreien, fällt schwer und ist oft ein jahrelanger aber sehr notwendiger Reifeprozess. Auf beiden Seiten.

Hotel Mama

Eine lange Ausbildung, Arbeitslosigkeit oder befristete Arbeitsverträge führen im Allgemeinen dazu, dass Deutschlands Jugendliche sich oft erst mit Mitte zwanzig zu einem Auszug entscheiden. Und im Durchschnitt ziehen junge Männer später von zuhause aus als Frauen. Diesen Trend kann man seit Jahrzehnten beobachten. Viele Männer wissen das Hotel Mama zu schätzen und bleiben oft länger als es ihnen und den Eltern gut tut. Ein immer wohlgefüllter Kühlschrank, eine saubere Toilette und gebügelte Hemden kombiniert mit einem zur Verfügung stehenden Ansprechpartner für kleine oder große Sorgen oder aber auch nur zum Zeitvertreib sind die bequemliche Seite. Oft ist es aber auch der finanzielle Aspekt, der zum „Nesthocker-Phänomen“ führt. Der typische Nesthocker, so hat die Erziehungswissenschaftlerin Christiane Papastefanou festgestellt, ist aber männlich, ledig, gebildet und mit Eltern versehen, die sich das auch leisten können.

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