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Gutes Benehmen  

Knigge für Kinder: Deshalb brauchen Kinder gutes Benehmen

27.07.2012, 11:01 Uhr | rev, t-online.de

Knigge für Kinder: Deshalb brauchen Kinder gutes Benehmen. Wie können Eltern gutes Benehmen am besten vermitteln?

Wie können Eltern gutes Benehmen am besten vermitteln? (Bild: Imago)

Kleinkinder, die sich im Supermarkt kreischend auf den Boden schmeißen, weil sie nicht die gewünschten Süßigkeiten bekommen. Kinder, die beim Essen im Lokal ihre Langweile damit bekämpfen, dass sie wild unter, über und zwischen den Tischen und anderen Gästen umher toben. Pubertierende Teenager, die gar nicht einsehen können, warum sie am 70. Geburtstag der Großmutter auf ihre geliebten Baggy-Jeans verzichten sollen. Bis der Nachwuchs erst einmal gelernt hat, sich gut zu benehmen, werden Eltern in zahlreiche Situationen verwickelt, in denen sich die Kinder alles andere als höflich und rücksichtsvoll verhalten. Aber wie können Eltern angemessenes und respektvolles Verhalten am besten vermitteln?

Gut benehmen - warum eigentlich?

"Der große Knigge" nennt drei Gründe, warum Eltern ihren Kindern gutes Benehmen beibringen sollten: Den Kindern zuliebe, den anderen zuliebe und sich selbst zuliebe. Kleinen Kindern mögen andere noch nachsehen, wenn sie sich einmal danebenbenehmen. Doch spätestens in der Schule wird sich schlechtes soziales Verhalten und Unhöflichkeit negativ auswirken. Womöglich durch schlechte Noten, mit Sicherheit jedoch durch ein gespanntes Verhältnis zu Mitschülern und Lehrern, eben zum sozialen Umfeld. Das trifft natürlich erst recht auch auf das spätere Arbeitsleben zu, wenn zum Beispiel schon kleinere Formfehler zum Scheitern beim Bewerbungsgespräch führen können. Denn grundsätzlich gilt: Wer anderen Freundlichkeit, Rücksicht und Hilfsbereitschaft entgegenbringt, wird diese Eigenschaften auch von anderen erfahren.

Eltern in der Verantwortung

Wenn Kinder sich schlecht benehmen, belästigen sie damit häufig andere Menschen. Hier stehen die Eltern in der Verantwortung, die dann auch abwägen müssen: Reagiert in einer bestimmten Situation ein anderer vielleicht einfach nur überempfindlich oder ist das Verhalten des eigenen Kindes tatsächlich unhöflich und so nicht zu dulden. Dann sind die Eltern gefragt, denen schnell "schlechte Erziehung" angelastet wird, wenn der Nachwuchs andere stört oder belästigt. Beherrschen die eigenen Sprösslinge die angemessenen Benimmregeln, hilft das also auch sowohl ihrem Umfeld als auch ihnen selbst.

Keine böse Absicht

Kinder müssen die Höflichkeitsregeln des Zusammenlebens erst noch lernen. Wenn sie sich unhöflich benehmen, geschieht das selten aus böser Absicht. Kinder sind sich den Erwartungen, die an sie zumindest später einmal gestellt werden, noch nicht bewusst und sie wissen auch noch nicht, wie man sich angemessen ausdrückt. So äußern Kleinkinder ihre Wünsche oft in Form von Geschrei, Wut und auch körperlicher Gewalt.

Eltern müssen Werte vorleben

Kinder schauen sich Verhalten vor allem von ihrer Umgebung ab. Da sie bis ins Jugendalter hinein einen sehr großen Teil ihrer Zeit in der Familie verbringen, wirkt insbesondere das Benehmen der Eltern als Vorbild. Es ist deshalb wichtig, dass Eltern die richtigen Werte sowie höfliches und respektvolles Benehmen ihren Kindern vorleben. Beschimpft der Vater beispielsweise regelmäßig seinen Chef als "Idioten", wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, wird es für das Kind wenig Gründe geben, warum es nicht auch Leute auf diese Weise beleidigen sollte. Ist das Kind nicht gewohnt, an ordentlich gedeckten Tischen zu essen, wird es sich auch beim Besuch im Restaurant schwerer tun.

Wichtig ist das Warum

Oft wissen Kinder nicht, wenn sie sich "falsch" benommen haben und warum andere verärgert reagieren. Deshalb ist es wichtig mit dem Kind zu sprechen und zu erklären, weshalb das Verhalten nicht in Ordnung war. Denn eigentlich wünscht sich jedes Kind, die Dinge richtig zu machen und dafür respektiert und gemocht zu werden. Eltern sollten Kindern dann nicht nur sagen, was gutes Benehmen ist, sondern auch warum das so ist. Die Begründung "Das ist halt so" reicht Kindern nicht aus und überzeugt sie meistens nicht.

Grenzen setzen

Kinder sollten nicht ohne Grenzen aufwachsen. Ihnen muss bewusst werden, dass sie weder immer bekommen können, was sie wollen, noch dass sie alles machen können, was ihnen gerade einfällt. Zu viel Freiheit führt dazu, dass Kinder leicht die Orientierung in ihrem Verhalten verlieren. Eltern sollten daher darauf achten, dass das Kind die bereits gelernten Verhaltensregeln auch wirklich anwendet. Falsches Benehmen sollte insofern auch Konsequenzen für das Kind haben. Statt einfach wahllos mit Strafen wie Taschengeldentzug oder Hausarrest zu drohen, sollten diese Konsequenzen logisch aus dem falschen Verhalten hervorgehen. Beispiele aus dem "großen Knigge": "Du spielst mit deinem Essen? - Anscheinend bist du satt. Dann kann ich den Teller ja abräumen." Oder: "Du ärgerst Kinder, die schwächer sind als du? - Dann gehen wir jetzt nach Hause, damit die anderen in Ruhe spielen können." Dabei sollten Eltern aber nicht vergessen, die Kinder auch zu loben, wenn sie sich richtig verhalten. Das stärkt die Kleinen in ihrem Selbstbewusstsein, was ihnen noch mehr Sicherheit in ihrem Verhalten geben wird.

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