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Was ist wichtig, wenn Ihr Kind ein Smartphone möchte?

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18 Prozent der Acht- und Neunjährigen haben eins  

Was sollten Sie beachten, wenn Ihr Kind ein Smartphone möchte?

23.06.2017, 15:28 Uhr | t-online.de/MHa, dpa

Was ist wichtig, wenn Ihr Kind ein Smartphone möchte?. Wann ist der beste Zeitpunkt, um Ihrem Kind ein Smartphone zu schenken? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/p_ponomareva)

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Ihrem Kind ein Smartphone zu schenken? (Quelle: p_ponomareva/Thinkstock by Getty-Images)

„Aber alle anderen haben auch ein Smartphone!“ Ab einem bestimmten Alter hören viele Eltern diesen Satz. Aber ist ein Smartphone für Kinder sinnvoll? Was sollten Eltern beachten und welche Chancen oder Gefahren stecken in dem Gebrauch von iPhone, Samsung Galaxy und Co?

Für Jugendliche ist es längst Standard, aber auch im Grundschulalter haben immer mehr Kinder ein eigenes Smartphone. 18 Prozent der Acht- und Neunjährigen verfügten 2016 über ein Mobiltelefon mit Internetzugang, Apps und Touchscreen. Zwei Jahre zuvor waren es erst 10 Prozent.

Bei den Sechs- und Siebenjährigen stieg die Zahl binnen zwei Jahren von 2 auf 4 Prozent. Das geht aus der KIM-Studie hervor, der Basisstudie zum Medienumgang der 6- bis 13-jährigen in Deutschland.

Experten sehen zunehmende Verjüngungstendenz

"Nicht nur beim Smartphone, auch bei anderen Medien sehen wir eine Verjüngungstendenz", bestätigt Claudia Lampert vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Die Medienpädagogin forscht zur Rolle digitaler Medien in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen.

Dass immer mehr Grundschüler ein eigenes Handy mit Internetzugang und Apps haben, sieht sie kritisch. Die Kinder seien noch zu jung, um das Gerät in all seinen Funktionen verstehen zu können.

Ohne Apps droht der soziale Ausschluss

Der Hauptgrund, warum Kinder ein Smartphone möchten, ist die Vielzahl an Apps. Zum Beispiel wird heute über Messenger wie WhatsApp und Threema sowie über soziale Medien wie Facebook oder Instagram miteinander geschrieben. Die SMS ist "out". Wenn Ihr Kind kein Smartphone hat, kann es aus diesem Grund nicht mehr an der Kommunikation mit Gleichaltrigen teilnehmen. Ausgrenzung und "Mobbing" könnten die Folgen sein. Das belastet Kinder sehr, wenn sie von ihren Freunden ausgeschlossen oder gehänselt werden, weil sie kein Smartphone haben beziehungsweise nicht "cool" sind.

"Notfallhandy" oder Smartphone?

Mit dem Handy kann Ihr Kind telefonieren und Kurznachrichten verschicken. Es ist in Notfällen immer erreichbar und kann selbst kommunizieren. Für Grundschulkinder ist ein solches "Notfallhandy" durchaus sinnvoll. Der entscheidende Unterschied zum Smartphone liegt darin, dass es nicht internetfähig ist.

Ab welchem Alter ist ein Smartphone sinnvoll?

Eine wichtige Frage, die sich Eltern stellen: Ab wann ist mein Kind bereit für ein Smartphone? Die Angst, dass das Kind verstörende Videos sieht oder süchtig wird und das Smartphone kaum noch aus der Hand legt, ist groß. Deswegen empfiehlt der Elternratgeber "Schau hin!" ein Smartphone ab dem elften Lebensjahr. In diesem Alter sind Kinder emotional so gefestigt, dass sie auch "Nein" sagen, wenn sie zum Beispiel ein gewalttätiges oder verstörendes Video gezeigt bekommen. Mit elf haben Kinder in der Regel ausreichend Erfahrungen gesammelt und haben ein Verantwortungsbewusstsein für den Umgang mit dem Internet entwickelt.

Dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter mit dem Smartphone Zugang zum Internet hat, birgt Vor- und Nachteile.

Wie gefährlich kann das Smartphone sein?

Wenn Sie Ihrem Kind ein Smartphone erlauben, gilt es einige Gefahren im Auge zu behalten.

Gefahr: Der ungesicherte Internetzugang stellt ein Risiko dar und sollte eingeschränkt werden. Sonst können Ihre Kinder zum Beispiel Apps herunterladen, von denen Sie nichts wissen.

Lösung: Eine Prepaidkarte mit begrenztem Datenvolumen statt eines Vertrages mit Flatrate kann dieses Problem zumindest eingrenzen. Ebenso wie die Regel, dass Ihr Kind nur daheim mithilfe des WLANs und unter Aufsicht im Internet surfen darf.

Gefahr: Die Vielfalt der Apps birgt Suchtpotenzial.

Lösung: Als Eltern sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder nicht zu viel Zeit mit dem Smartphone verbringen. Regeln, wie am Esstisch ist das Smartphone tabu, bieten sich an.

Gefahr: Versteckte Kosten. Oftmals versuchen Apps eine Internetverbindung herzustellen, um dem Nutzer Angebote zu unterbreiten, beispielsweise Probe- oder Premium-Versionen zu einem Spiel. In diesen können sich allerdings Kosten oder Abos verstecken. Das kann im schlimmsten Fall teuer werden.

Lösung: Wählen Sie zusammen mit Ihrem Kind die Apps aus, die es auf sein Smartphone laden darf.

Gefahr: Ebenfalls kostspielig und zudem strafbar kann die Verbreitung von fremden Daten wie Fotos oder Musik sein. Nicht immer sind die Quellen bekannt und mit dem Versenden könnten Urheber- oder Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Lösung: Hier hilft Aufklärung. Reden Sie mit Ihrem Kind und machen Sie ihm klar, welche Konsequenzen die Verbreitung haben kann.

Wie kann das Smartphone Ihrem Kind helfen?

Es gibt viele Funktionen und Apps, die schon für Kinder sinnvoll sein können.

  1. Mit einer Nahverkehrs-App können Kinder nachschauen, wann der nächste Bus kommt. Oder Sie suchen sich mit einer Navigations-App den kürzesten Weg nach Hause.
  2. Positiv sind zum Beispiel auch Funktionen wie der Kalender oder die App für Erinnerungen. Diese können Kinder nutzen, um Termine nicht zu vergessen. Auf diese Weise lernen sie auch, sich zu organisieren.
  3. Hilfreich ist das Smartphone, weil sich die Kinder über Messenger oder soziale Medien besser vernetzen können. Sie können sich zum Beispiel schnell und unkompliziert zum Lernen verabreden oder Dinge für ein Schulreferat recherchieren.

So machen Sie das Smartphone kindersicher

So machen Sie das iPhone kindersicher. (Quelle: screenshot/t-online.de)So machen Sie das iPhone kindersicher. (Quelle: screenshot/t-online.de)

Für Android-Smartphones bieten sich Kinder- und Jugendschutz-Apps wie „Kids Place mit Kindersicherung“ an.
Für das iPhone von Apple sind die internen Sicherheitseinstellungen über den Menüpunkt "Einschränkungen" hilfreich.

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