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Stille Nacht ohne Elternzoff

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Stille Nacht ohne Elternzoff

13.11.2008, 16:22 Uhr | sca

Auch wenn es gut gemeint ist - zuviele Geschenke überfordern Kinder.Auch wenn es gut gemeint ist - zuviele Geschenke überfordern Kinder. (Foto: imago)

Geschwister niemals trennen

Bevor die Eltern dann der Kinder zuliebe völlig verkrampft zusammensitzen, feiern sie Weihnachten besser getrennt. "Die Kinder bekommen die schlechte Stimmung ja mit", sagt Hirsch. Leben die Eltern in einer Stadt, sind Wechsel der Kinder vom einen zum anderen relativ einfach zu organisieren. "Aber auch das würde ich erst Kindern im Grundschulalter zumuten", sagt Schmidt. Geschwister sollten grundsätzlich nicht getrennt werden - auch wenn das eine scheinbar faire Lösung für die Eltern wäre.

Größere Distanzen erschweren Regelung

Schwierig wird es bei größeren Distanzen: "An Weihnachten ein Kind allein in den Zug setzen, um zum Vater zu fahren, das kann ich nicht befürworten", sagt Hirsch. Also müssen sich die Eltern einigen, wo das Kind die Feiertage verbringt. "Liegen die Eltern so im Clinch, dass sie nicht miteinander verhandeln können, müssen sie eine professionelle Beratung aufsuchen", sagt Hirsch.

Ältere Kinder einbinden

Ältere Kinder können bei der Weihnachtsplanung mit eingebunden werden, etwa durch die Frage "Was magst du Weihnachten eigentlich machen?", rät Schmidt. Ist die Situation sehr angespannt, lassen Eltern solche Fragen besser bleiben. "Die Kinder sollen die schwere Entscheidung treffen, können das aber gar nicht." Im Zweifelsfall äußerten sie sich so, wie der jeweilige Elternteil es haben möchte.

Absprachen über Geschenke sinnvoll

Doch nicht nur das Wo, auch das Wie sorgt oft für Ärger. Bei der Frage, wie der Festtag gestaltet wird und welche Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen, wollen sich Mütter und Väter laut Schmidt häufig als der jeweils bessere Elternteil profilieren. "Die Geschenke werden dann missbraucht, um das Kind mehr an sich zu binden." Natürlich ist es besser, wenn sich die Eltern vor Weihnachten über die Geschenke absprechen: Was wünscht sich das Kind, und was ist sinnvoll? Verstehen sie sich aber schlecht, wird der Vater genau das kaufen, was die Mutter nicht wollte und umgekehrt, sagt Regina Hirsch. Leidtragende sind die Kinder, die mit zu vielen Geschenken überhäuft werden und dann plötzlich zwei Feuerwehrautos bekommen.

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