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Oma und Opa auf Zeit: Wunschgroßeltern

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Oma und Opa auf Zeit: Wunschgroßeltern

13.11.2008, 16:29 Uhr | sca, t-online.de

In einem ersten Gespräch klären die Mitarbeiter des seit 1989 bestehenden Dienstes die Rahmenbedingungen: Wie alt sollen die Wahlenkel sein, und an welchen Tagen haben die Wunschgroßeltern Zeit. "Wie viel Zeit man investiert, ist den Großeltern selbst überlassen", erklärt Krull. "Es sollten jedoch nicht mehr als 20 Stunden pro Monat sein, weil es sonst zu viel wird. Andererseits sollte es sich natürlich auch lohnen, eine Stunde monatlich wäre daher zu kurz."

Agenturen klären rechtliche Voraussetzungen

Außerdem werden von den Vermittlungsstellen im Vorfeld rechtliche Aspekte wie der Schutz durch eine private Haftpflichtversicherung besprochen. Der Kinderschutzbund in Duisburg verlangt von den Bewerbern darüber hinaus ein polizeiliches Führungszeugnis. Weitere Voraussetzungen seien geistige und körperliche Fitness, damit die Wunschgroßeltern mit den Kindern zum Beispiel auch mal einen Ausflug unternehmen können, sagt Honnacker.

"Beide Seiten müssen sich wohl fühlen"

Sind diese Punkte geklärt, suchen die Organisatoren eine geeignete Familie, die in der Nähe wohnt und Kinder im gewünschten Alter hat. "Die Erwachsenen lernen sich zuerst bei uns kennen und entscheiden sich dann für eine sechswöchige Probezeit", sagt Krull. "Unsere Maxime ist: Beide Seiten müssen sich wohl fühlen." Auf diesem Weg kam auch das Ehepaar Kulke vor rund einem Jahr zu seinen beiden Enkelkindern. "Als wir beide zu arbeiten aufgehört haben und zu Hause waren, haben wir uns überlegt, was wir Soziales machen können", erzählt Herbert Kulke, der inzwischen 63 Jahre alt ist. "Als wir von dem Projekt im Radio gehört haben, dachten wir, es wäre schön, etwas mit Kindern unternehmen zu können."

Gleich das erste Treffen klappte

Obwohl die Kulkes keine eigenen Kinder haben, klappte bereits das erste Treffen mit den sechsjährigen Zwillingen bestens. "Die Kinder sind damals gleich aus dem Auto gesprungen und haben uns umarmt", erinnert sich Doris Kulke. Das sei das Schöne an ihrer Tätigkeit als Wunschoma: "Die beiden entwickeln sich unheimlich schnell, und es ist toll, das mitzuerleben."

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