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Kinder-Invaliditätsversicherungen decken nicht alle Krankheiten ab

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Kinder-Invaliditätspolicen

17.04.2009, 09:21 Uhr | iri, dpa, ddp

Kinder-Invaliditätsversicherungen decken nicht alle Krankheiten ab. Kind mit Pflaster auf der Wange liegt im Krankenhaus.

Kinder-Invaliditätspolicen decken nicht alles ab. (Bild: Archiv)

Eltern können ihre Kinder nicht gegen alle Unfälle oder Krankheiten versichern. Die sogenannten Kinder-Invaliditätsversicherungen decken meist nicht alles ab, vor allem nicht psychische Erkrankungen: "Bei den meisten Anbietern sind Psychosen, Neurosen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ausgeschlossen", erläutert Lilo Blunck, Vorsitzende des Bundes der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg.

Angeborene Krankheiten dürfen nicht ausgeschlossen werden

Außerdem lehnten viele Gesellschaften die Versicherung des ersten Lebensjahres ab. Häufig werde vor Abschluss des Vertrags nach Erkrankungen gefragt, die bis zu zehn Jahre zurückliegen können, kritisiert die Verbraucherorganisation. Ein Ausschluss angeborener Krankheiten per Klausel im Vertrag sei überdies nicht zulässig - das habe der Bundesgerichtshof entschieden.

Lebenslange Monatsrente von 1000 Euro

Eine gute Kinderinvaliditätsversicherung kostet Eltern im Jahr 300 bis 500 Euro. Das hat eine neue Untersuchung von Stiftung Warentest in Berlin ergeben. Mit den besten Policen erhalten Versicherte eine lebenslange Monatsrente in Höhe von 1000 Euro, bei einigen zusätzlich einen einmaligen Geldbetrag. Die Versicherung zahlt nicht nur im Fall einer Schwerbehinderung nach einem Unfall. Sie leistet auch bei Invalidität aufgrund einer Krankheit, erläutert die Stiftung in der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 1/2010). Die Experten raten allen Eltern, die das Geld zur Verfügung haben, zum Abschluss einer solchen Police. Sie sei sinnvoller als die weit verbreitete Unfallversicherung.

Behinderungsgrad von 50 Prozent oder mehr

Denn etwa eines von 100 Kindern in Deutschland ist aufgrund einer Erkrankung schwerbehindert. Unfälle spielen der Statistik zufolge eine untergeordnete Rolle. In der Regel zahlen Versicherer bei der Kinderinvaliditätsversicherung, wenn das Versorgungsamt dem Kind einen Behinderungsgrad von 50 Prozent oder mehr bescheinigt. Je nach Vertrag schließen Versicherer aber auch die Zahlung aus, zum Beispiel wenn die Schwerbehinderung auf psychische Erkrankungen wie Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen zurückzuführen ist.

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