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Eltern von Heimkindern meist auf staatliche Hilfe angewiesen

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Hartz IV  

Eltern von Heimkindern brauchen oft staatliche Hilfe

07.01.2010, 12:28 Uhr | dapd

Eltern von Heimkindern meist auf staatliche Hilfe angewiesen. Junge sitzt auf Container.

Eltern von Heimkindern sind oft auf staatliche Hilfe angewiesen. (Bild: Imago)

Kinder und Jugendliche, die in Heimen untergebracht sind, oder ihre Eltern sind vielfach auf staatliche Unterstützung angewiesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, begann 2008 für bundesweit rund 32.000 junge Menschen eine Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform. In 60 Prozent der Fälle bezogen deren Familien oder sie selbst Hartz IV oder andere Sozialleistungen. Zu diesen sogenannten Transferleistungen gehören den Angaben zufolge staatliche Finanzhilfen wie Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter beziehungsweise bei Erwerbsminderung.

Erziehungsberatung und Familienhilfe

Von den 14.500 jungen Menschen, die in Pflegefamilien aufgenommen wurden, erhielten sie selbst oder ihre Eltern sogar in 75 Prozent der Fälle entsprechende Unterstützung, wie es weiter heißt. Insgesamt begann im Berichtsjahr für 502.000 Kinder und Jugendliche eine erzieherische Hilfe. Neben Heimerziehung, sonstiger betreuter Wohnform oder der Unterbringung in einer Pflegefamilie (Vollzeitpflege) gehören dazu auch Leistungen wie Erziehungsberatung und sozialpädagogische Familienhilfe. Von allen jungen Menschen, für die eine erzieherische Hilfe begann, bezogen 35 Prozent zusätzlich auch staatliche Transferleistungen.

Mangelnde elterliche Erziehungskompetenz

Hauptgrund für eine Heimunterbringung war laut Statistik die unzureichende Erziehungskompetenz der Eltern oder Sorgeberechtigten. Unter den Kindern, für die eine Vollzeitpflege begann, waren die unter Einjährigen mit 14 Prozent am häufigsten vertreten. In diesen Fällen war die Gefährdung des Kindeswohls der Hauptgrund.

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