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Sprachentwicklung durch Musik fördern

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Sprachentwicklung Kinder  

Musik unterstützt die kindliche Sprachentwicklung

27.12.2010, 08:07 Uhr | ddp

Sprachentwicklung durch Musik fördern. Musik unterstützt die kindliche Sprachentwicklung.

Positiver Einfluss auf Bereiche der Sprachentwicklung und für die allgemeine Intelligenz. (Bild: Imago)

Es lohnt sich, Kinder so früh wie möglich an Musik heranzuführen. "Musik ist Kindern ein Bedürfnis und wichtig für die Sprachentwicklung", sagt Professor Gudrun Schwarzer von der Universität Gießen.

Zuhören und mitmachen

Sinnvoll sei alles, was den Kleinen die Musik näher bringe, ob man nun Kurse besuche oder für das Kind singe. Es sei allerdings nicht damit getan, dem Kind einfach CDs vorzuspielen. "Musik, die nebenher läuft, bringt wenig. Die Kinder müssen aufmerksam zuhören und am besten mitmachen." Eine CD, die ein Kind dazu bringt, gebannt zu lauschen, sei also durchaus eine Bereicherung.

Spielerischer Unterricht

Mit dem Erlernen eines Instruments könne man etwa ab fünf Jahren beginnen, rät die Expertin. Wichtig sei, dass der Unterricht spielerisch und das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler gut sei: "Man sollte sehr darauf achten, dass die Freude am Spielen nicht verloren geht. Dazu gehört großes didaktisches Geschick."

Körperliche Eignung

Welches Instrument ein Kind erlernen möchte, sollte es selbst entscheiden: "Natürlich muss man schauen, dass das Kind körperlich in der Lage ist, das Instrument zu spielen. Die großen Blechblasinstrumente sind für kleine Kinder nicht geeignet", gibt Schwarzer zu bedenken.

Sprachentwicklung und Intelligenz

Doch fördert das Musizieren ein Kind wirklich umfassend? "Es gibt einen positiven Einfluss, was bestimmte Bereiche der Sprachentwicklung und auch die allgemeine Intelligenz angeht", sagt Schwarzer. "Die Effekte sind zwar nicht so groß, wie man lange angenommen hat, aber sie sind da und sie sind langfristig stabil."

Fördermaßnahme bei Sprachproblemen

Derzeit werde untersucht, ob Musik nicht als Fördermaßnahme bei Sprachproblemen eingesetzt werden könne. "Das hätte den Vorteil, dass die Kinder in der Förderung nicht immer mit genau dem Bereich konfrontiert werden, mit dem sie Probleme haben. Da sind sie oft nicht wirklich motiviert", erläutert die Psychologin.

Kein Zwang

Auf keinen Fall solle man ein Kind zur Musik zwingen, um seine Intelligenz zu fördern: "Musik hat das Potenzial, andere Dinge anzuschieben. Aber Musizieren hat auch einen Wert an sich, und der sollte im Vordergrund stehen. Sonst bringen die Kinder langfristig die Energie zum Üben nicht auf."

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