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Tipps für Familien: Hauptsache gut versichert

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Tipps für Familien  

Mutter, Vater, Kinder: Hauptsache gut versichert

02.08.2017, 11:45 Uhr | rw, Stiftung Warentest, t-online.de

Tipps für Familien: Hauptsache gut versichert. Vier Hände umschließen den Scherenschnitt einer Familie mit zwei Kindern (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Ridofranz)

Für eine vernünftige Grundsicherung sind vor allem die private Haftpflicht- und die Risikolebensversicherung wichtige Policen, mit denen die Lieben für den Schadens- oder Unglücksfall abgesichert werden sollten. (Quelle: Ridofranz/Thinkstock by Getty-Images)

Versicherte können aus einer Unmenge unterschiedlicher Angebote auswählen, doch viele verlieren da den Überblick. Vor allem in Familien passiert es schnell, dass ein bestimmter Risikofall doppelt oder gar dreifach versichert ist. In vielen Fällen sind jährliche Einsparungen von mehreren hundert Euro möglich, ohne dass auf irgendeinen Versicherungsschutz verzichtet werden müsste.

"Hauptsache gut versichert", dieser und ähnliche Slogans der bekannten Versicherungen begegnen uns immer wieder: im Werbefernsehen, auf Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen. Aber was heißt das eigentlich? 

Die meisten könnten rund zehn Prozent sparen

Jährlich steigt die Gesamtsumme, die Versicherte in Deutschland für private Policen ausgeben. Dabei ist das Einsparpotenzial enorm. Wie die Stiftung Warentest mitteilt, sind Einsparmöglichkeiten von etwa zehn Prozent der gesamten Versicherungsausgaben einer Familie keine Seltenheit, sondern eher die Regel. In einem Mehrpersonenhaushalt kommen da schnell einige hundert Euro zusammen.

Grundsicherung

Bei allen Einsparmöglichkeiten gibt es natürlich auch Versicherungen, die unbedingt erforderlich sind. Für eine vernünftige Grundsicherung sind vor allem die private Haftpflicht- und die Risikolebensversicherung wichtige Policen, mit denen die Lieben für den Schadens- oder Unglücksfall abgesichert werden sollten.

Privathaftpflicht

Bei der Haftpflichtversicherung sollten Sie darauf achten, dass die versicherte Schadenssumme mindestens drei Millionen Euro beträgt. Sie sollte außerdem sowohl bei Sach- als auch bei Personenschäden greifen. Es gilt: Eine Police reicht für die ganze Familie. Mutter und Vater brauchen nicht jeweils eine eigene Versicherung. Bei Ehepaaren kann die jüngere der beiden bestehenden Haftpflichtpolicen fristlos gekündigt werden. Auch für Kinder muss keine extra Versicherung abgeschlossen werden. Sie sind ebenfalls in der einen Familienpolice eingeschlossen.

Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung ist für Eltern sehr zu empfehlen. Sie ist im Vergleich zur Kapitallebensversicherung die günstigere Möglichkeit, für seine Angehörigen eine ordentliche Hinterbliebenenversorgung zu garantieren. Preiswert ist die Risikolebensversicherung aber nicht zwangsläufig. Stiftung Warentest weist auf eklatante Preisunterschiede hin.

Krankenversicherung

In Deutschland ist der Krankenversicherungsschutz vorgeschrieben. Die meisten Arbeitnehmer müssen sich gesetzlich krankenversichern. Erst ab einem Jahreseinkommen von 57.600 Euro können abhängig Beschäftigte sich auch für eine private Krankenversicherung entscheiden.

Für Familien mit Kindern ist es wichtig zu beachten, dass der Nachwuchs und der Ehepartner nur bei den gesetzlichen Kassen automatisch beitragsfrei mitversichert sind. Bei den Privatversicherungen muss für jeden Mitversicherten auch separat Beitrag gezahlt werden. Zwar fällt die Prämie für Kinder meist deutlich geringer aus, trotzdem ist für Familien die gesetzliche Krankenkasse häufig die günstigere Alternative. Auch an dieser Stelle sollten Versicherte Preise vergleichen. Bei gleichen Leistungen gehen die Kosten bei den verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen spürbar auseinander.

Keine Krankenhaustagegeld-Versicherung

Abzuraten ist laut Stiftung Warentest von einer Krankenhaustagegeld-Versicherung. Verdienstausfälle, die durch einen Krankenhausaufenthalt zustande kommen, würden schließlich zunächst durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abgefedert und später durch das Krankentagegeld abgedeckt, das die Krankenkasse zahle. Ist die Zahlung von Krankentagegeld nicht Bestandteil der Leistungen des Versicherers, empfehlen die Tester den Abschluss einer entsprechenden Ergänzungspolice. Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung abzuschließen, sei auch in diesem Fall nicht sinnvoll.

Auslandsreise-Krankenversicherung

Für Familien, die regelmäßig ins Ausland verreisen, empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung. Zwar sind innerhalb der EU die Kosten für ambulante und stationäre medizinische Notfallbehandlung in der Regel mitversichert, jedoch muss der Versicherte einen möglichen Krankentransport in ein deutsches Krankenhaus oder einen früheren Rückflug aus eigener Tasche bezahlen. Da die Auslandsreise-Krankenversicherung für Familien mit rund 30 Euro Jahresbeitrag sehr günstig ist, lohnt sie sich schon dann, wenn die Familie nur einmal pro Jahr in den Sommerurlaub fliegt.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder, der Erwerbseinkommen mit in die Familie einbringt, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Sie greift dann, wenn der Versicherte seinen bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Sofern das Einkommen eines Elternteils wesentlicher Bestandteil des Gesamteinkommens einer Familie ist, sollte dieser gegen Berufsunfähigkeit versichert sein. Sind die Eltern noch jung, ist die Versicherung auch noch nicht so teuer.

Die Entscheidung für eine solche Versicherung sollten Interessierte möglichst früh treffen. Sonst wird es schnell deutlich teurer. "Kunden, die älter sind als 40 Jahre, haben es schwer, einen bezahlbaren Vertrag zu bekommen. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Krankheitsrisiko und damit auch das Risiko für die Versicherungsgesellschaft", so Stiftung Warentest. Außerdem gibt es bestimmte Risikoberufsgruppen, die gar nicht gegen Berufsunfähigkeit versichert werden.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die günstigere Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie greift, wenn der Versicherte, zum Beispiel nach einem Unfall, nicht nur seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kann, sondern insgesamt nicht mehr in der Lage ist drei Stunden täglich zu arbeiten (volle Erwerbsminderung) beziehungsweise nur noch vier bis sechs Stunden täglich arbeiten kann (teilweise Erwerbsminderung). Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch bei dieser Versicherungsart Berufsgruppen, die ausgeschlossen sind.

Unfallversicherung

Wer weder für eine Berufs- noch für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Frage kommt, sollte in jedem Fall eine gute, auf seine individuellen Besonderheiten abgestimmte Unfallversicherung haben. Grundsätzlich zahlt diese, wenn nach einem Unfall bleibende Schäden zurückbleiben. In den meisten Fällen sind in den Policen bestimmte Progressionswerte ausgewiesen. Das bedeutet, dass die Zahlungen nicht linear höher werden, je stärker eine körperliche Beeinträchtigung nach einem Unfall ausfällt. Stattdessen steigt die auszuzahlende Summe exponentiell zum erlittenen Invaliditätsgrad. Der Vollinvalide erhält also nicht nur das Doppelte, sondern ein Vielfaches von dem, was ein nur zu 50 Prozent Invalider erhalten würde.

Unfallversicherung mit großer Progression für Risikoberufe

Vor allem Eltern in Berufen mit allgemein hohem Unfallrisiko, die in Beruf- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen nicht aufgenommen werden, sollten sich bei der Unfallversicherung für einen Tarif mit großer Progression entscheiden. Die Versicherer lassen sich zwar auch hier das höhere Risiko ordentlich bezahlen, so dass die Versicherung zum Beispiel für Berufskraftfahrer deutlich teurer wird, jedoch ist die Unfallversicherung für solche Risikogruppen die einzige Möglichkeit für sich und ihre Familie vorzusorgen.

Auch für Kinder kann eine Unfallversicherung sinnvoll sein, sofern keine spezielle Kinder-Invaliditätsversicherung für sie abgeschlossen wurde.

Kinderinvaliditätsversicherung

Gegenüber einer Unfallversicherung hat die Kinderinvaliditätsversicherung den Vorteil, dass sie nicht nur solche bleibenden Schäden abdeckt, die Folge eines Unfalls sind, sondern zum Beispiel auch die, die aus einer Krankheit resultieren. "Nur 0,45 Prozent der schwerbehinderten Kinder und Jugendlichen haben sich ihre Beeinträchtigung bei einem Unfall zugezogen", weiß die Stiftung Warentest in diesem Zusammenhang zu berichten und zieht den einzig logischen Schluss: "Eine Kinderinvaliditätsversicherung ist sinnvoller als eine Unfallversicherung." Sie ist allerdings auch etwas teurer. Für eine monatliche Rente von 1000 Euro im Schadensfall werden zwischen 300 und 500 Euro jährliche Prämie fällig, wogegen eine Unfallversicherung schon für etwa 60 Euro zu haben ist.

Preise vergleichen ist ein absolutes Muss

Egal um welchen Versicherungstyp es geht: Die Marktsituation ist für den Otto Normalbürger nahezu unüberschaubar. Im Internet finden sich aber eine Vielzahl von Preisvergleichen für praktisch jede Versicherung. Vorsichtig sollten Interessierte trotzdem sein. Nicht immer sind die ausgewiesenen Preise aktuell. Außerdem ist nicht jeder Anbieter wirklich unabhängig. Für eine gute Orientierung, welche Preise für welche Leistungen marktüblich oder günstig sind, taugen sie aber auf jeden Fall.

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