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Elterngeld: Bezugszeit auf beide Elternteile aufteilen

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Elterngeld  

Eltern sollen sich Elternzeit in Zukunft teilen

28.09.2010, 08:54 Uhr | dpa

Elterngeld: Bezugszeit auf beide Elternteile aufteilen. Geld, Nuckel und Kugelschreiber auf Elterngeldantrag.

Elternzeit gerecht zwischen den Elternteilen aufteilen. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Noch immer wird das Elterngeld ganz überwiegend von den Müttern beantragt. Auch wenn die Väter hier aufholen und inzwischen immerhin rund 20 Prozent der Anträge von ihnen gestellt werden, geht das vielen nicht weit genug. Sie fordern, den Elterngeldbezug künftig je zur Hälfte zwischen den beiden Elternteilen aufzuteilen.

Änderung der Unternehmenskultur

Die Verfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt hat angeregt, das Elterngeld nur noch zu gleichen Teilen an Eltern auszuzahlen. Damit müssten Mütter und Väter zu gleichen Anteilen Elternzeit nehmen, um für volle 14 Monate Elterngeld zu erhalten. "Dann würden sich Unternehmen darauf einstellen, dass auch Männer für längere Zeit aussetzen", sagte Hohmann-Dennhardt auf dem 68. Deutschen Juristentag in Berlin. Bislang würden rund 90 Prozent der Väter lediglich für zwei Monate zur Kinderbetreuung aus dem Beruf aussetzen.

Anreize für mehr Frauen in Führungsverantwortung

Hohmann-Dennhardt sprach sich dafür aus, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. "Natürlich kann man auch mit einer Quote vorgehen. Gleichzeitig sollte man jedoch fragen: Wie kann man Anreize für Unternehmen schaffen?", sagte die Verfassungsrichterin. Denkbar sei es, bei der Vergabe öffentlicher Auftrage auch die Gleichstellungspolitik eines Unternehmens als Kriterium heranzuziehen.

Die Berliner Rechtsprofessorin Susanne Baer betonte, dass Frauen an sich zwar keine klügeren Entscheidungen treffen. Gemischt besetzte Gremien würden jedoch Themen aus breiteren Perspektiven beleuchten und deshalb oft bessere Entscheidungen treffen. "Firmen mit hoher Diversität haben in der Finanzkrise weniger Verluste gemacht", so Baer.

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