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Barbaratag: Die Geschichte der heiligen Barbara

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4. Dezember  

Der Barbaratag und die Geschichte der heiligen Barbara

04.12.2017, 12:52 Uhr | km (CF), anni

Barbaratag: Die Geschichte der heiligen Barbara. In der Wohnung treiben die Barbarazweige auch im Winter neue Knospen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In der Wohnung treiben die Barbarazweige auch im Winter neue Knospen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Christen gedenken auch am 4. Dezember 2017 wieder der heiligen Barbara. Der Barbaratag gilt als Gedenktag für die christliche Märtyrerin, die im 3. Jahrhundert in Nikomedien gelebt haben soll. Obwohl ihre Existenz historisch nicht gesichert ist, ist ihre bewegende Geschichte noch heute vielen Gläubigen bekannt.

Die Geschichte der heiligen Barbara

Der Überlieferung zufolge lebte Barbara als Tochter eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei. Anstatt zu heiraten, wollte die junge Frau ihr Leben Christus widmen. Ihr heidnischer Vater war mit ihrem Bekenntnis zum Christentum nicht einverstanden. Trotz seiner teils grausamen Maßnahmen behielt Barbara ihren christlichen Glauben bei. Ihr Vater brachte sie vor Gericht und enthauptete sie schließlich eigenhändig.

Für die Christen ist die heilige Barbara eine Märtyrerin, derer sie jedes Jahr am 4. Dezember, dem Barbaratag, gedenken. Allerdings ist nicht eindeutig belegt, ob die heilige Barbara wirklich gelebt hat.

Die heilige Barbara als Schutzpatronin

Aufgrund ihrer bewegten Geschichte und ihres starken Glaubens gilt die heilige Barbara als Schutzpatronin vieler Berufsgruppen und leidenden Menschen. Sie gehört zu den Vierzehn Nothelfern der katholischen Kirche – allesamt Heilige aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. So verehren sie zum Beispiel die Bergleute als Schutzheilige, da sie sich der Überlieferung zufolge auf der Flucht vor ihrem Vater in einer Felsspalte versteckte. Diese soll sich auf wundersame Weise vor ihr geöffnet haben. Als weitere Berufsgruppen verehren etwa Architekten, Bauarbeiter und Dachdecker die Heilige.

Die heilige Barbara ist außerdem die Beschützerin der Gefangenen und der Sterbenden. Sie gilt auch als Helferin gegen Blitze und Feuer, da ihre Geschichte besagt, dass ihr Vater nach ihrer Enthauptung von einem Blitz getroffen wurde.

Brauch zum Barbaratag: Kirschzweige

Der Barbaratag am 4. Dezember ist seit mehreren Jahrhunderten mit besonderen Bräuchen verbunden. Der bekannteste Brauch ist es, frisch geschnittene Zweige von Weide, Kirschbaum oder Forsythie ins Haus zu holen und in ein Gefäß mit Wasser zu stellen.

In der Wärme der Wohnung treiben die sogenannten Barbarazweige dann neue Knospen, sodass sie zu Weihnachten in voller Blüte stehen. Im Winter stehen diese blühenden Zweige für Hoffnung und neues Leben. Besonders in Westfalen, Bayern und Schwaben ist dieser Brauch bekannt.

Wie Sie die Barbarazweige pünktlich zum Fest zum Blühen bringen, erfahren Sie hier.

Brauchtum: Barbaraweizen, Geschenke, Barbarabrot

Ein weiterer Brauch: Als sogenannten Barbaraweizen säen Gläubige am 4. Dezember einige Körnchen Weizen in einer Schale aus, sodass sie bis Weihnachten sprießen. In einigen Regionen des Rheinlands bekommen Kinder bereits am Barbaratag Geschenke. Mancherorts begleitet die heilige Barbara den Nikolaus am 6. Dezember und unterstützt ihn bei der Bescherung.

Auch Bergleute und Feuerwehrleute in einigen Regionen Europas ehren die heilige Barbara mit speziellen Bräuchen. Früher war es in Österreich üblich, dass Bergleute am 4. Dezember Barbarabrot aus Pfefferkuchenteig erhielten.

Gedicht zum Barbaratag: Geh in den Garten

Ein bekanntes Gedicht zum Barbaratag stammt von dem Dichter Josef Guggenmoos:

Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:

Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, ein Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:

Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.

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