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Kindermuseum Frankfurt: Sammelfieber bei Kindern

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Ausstellung im Museum: Sammelfieber von Kindern

25.02.2013, 09:30 Uhr | mmh, t-online.de, dapd

Kindermuseum Frankfurt: Sammelfieber bei Kindern. Ausstellung im Kindermuseum Frankfurt: Sammelfieber (Quelle: dapd)

Kinder sind fasziniert vom Sammeln, ob Tassen, Schlümpfe oder Fußball-Sticker. (Quelle: dapd)

Eltern kennen die Sammelwut von Kindern: Panini-Sticker, Schlümpfefiguren. Ü-Eier-Inhalte, Match-Attax-Karten, Kronkorken - eigentlich alles wird gehortet und sortiert. Das Kindermuseum Frankfurt würdigte diese oft verkannte Leistung der Kinder im Jahr 2014 mit der Ausstellung "Sammelfieber. Von den Dingen und ihrer Geschichte".

"Kinder sind ja eigentlich alle Sammler und eignen sich darüber die Welt an", meint der Direktor des Historischen Museums Frankfurt, Jan Gerchow. Die Ausstellung versuche, von "der Erfahrungswelt der jungen Besucher auszugehen" und sie dann weiterzuentwickeln.

Kinder haben ganz eigene Sammelprinzipien

Sammeln, Ordnen, Forschen, Bewahren, Präsentieren und Tauschen, das sind die Aspekte des Sammelns, die die Faszination ausmachen. Bei der Darstellung der Exponate werden drei Schwerpunkte gesetzt: Zunächst stehe die reine Sammlung im Vordergrund, also das scheinbar wahllose Zusammentragen "von allem was gefällt", erläutert die Leiterin des Kindermuseums, Susanne Gesser.

Oftmals hätten gerade Kinder "Sammelprinzipien", die Erwachsene nicht nachvollziehen könnten. Es werde aufgehoben, was fasziniert, fügt sie hinzu. "Das kann auch Schokoladenpapier sein." Davon ausgehend folgten Ordnungssysteme und die Möglichkeiten der Präsentation, sagt Gesser. Zuletzt werde das durch das Sammeln erlernte Expertenwissen thematisiert.

Sammlungen aus Kinderzimmern und Künstler-Wunderkammern

Dinge zu suchen und zu finden, sie zu horten und zu ordnen, sich in den Objekten zu spiegeln und zu verlieren ist ein menschlicher Impuls. Es gibt kaum etwas, was nicht gesammelt würde und so sind nicht weniger als 30 unterschiedliche Sammlungen in der Schau ausgestellt. Das Spektrum der gezeigten Sammlungen reicht dabei von einem Einblick in den Aufbau einer Tierschädel-Sammlung aus dem Senckenberg Naturmuseum über eine 80-teilige Tassen-Sammlung aus dem Historischen Museum, bis hin zu Fußballtrikots und Schlümpfen aus Privatsammlungen von Kindern.

Tauschware in den Kinderzimmern und Pausenhöfen

Das Kindermuseum legt augenscheinlich großen Wert darauf, dass die Zielgruppe selbstständig Dinge erlernt und entdeckt. Am Tisch in der Mitte des Ausstellungsraumes können die Kinder ein Spiel ausprobieren, bei dem bestimmte Karten gesammelt werden müssen. Nebenan wird sortiert, ausgestellt und restauriert. Denn auch in diesem Museum sind die viele Dinge nicht brandneu: So waren zum Beispiel Sammelkarten etwa von Filmstars schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts begehrte Tauschware in den Kinderzimmern.

Emotionale Verbindung zu den Dingen

Ein weiteres zentrales Ausstellungsstück hat das Kindermuseum mit einer "Wunderkammer" aus dem Jahr 1655 als Leihgabe gewinnen können. Dieser Vorläufer eines heutigen Museums zeige auch, dass sich die Sammelleidenschaft früher mehr auf kostbare, luxuriöse oder exotische Dinge erstreckt habe, sagt Gesser. Mittlerweile müsse Sammeln aber nicht mehr unbedingt etwas mit Geld zu tun haben. "Oft geht es um einen emotionalen Erinnerungswert", betont sie.

Und tatsächlich sind einige Sammlungen schon durch die Hände von mehreren Generationen gegangen. Die elfjährige Carina, die bereits vor der Eröffnung in das Kindermuseum gekommen ist, hat sich zum Sammeln die Schlümpfe ausgesucht. "Ich hab etwa 60 Stück und zwei Pilzhäuser bei mir zu Hause", sagt Carina und beweist, dass Sammeln offenbar auch vererbbar sein kann: Einige der Schlümpfe waren schon der ganze Stolz ihrer Eltern, als sie in Carinas Alter waren.

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