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Kinderlähmung nicht ausgerottet: Poliovirus kann eingeschleppt werden

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Kinderlähmung  

Poliovirus kann nach Europa eingeschleppt werden

29.10.2013, 08:13 Uhr | dpa

In Europa gilt die Kinderlähmung als ausgerottet. Der US-Mediziner Jonas Salk legte den Grundstein dafür, als er den ersten Polio-Impfstoff entwickelte.

Mit dem Welt-Polio-Tag am 28. Oktober soll an seine Arbeit erinnert werden. Das Poliovirus könne in Europa schnell wieder eingeschleppt werden, warnt der Präsident des Robert Koch-Instituts in Berlin, Prof. Reinhard Burger.

Die Krankheit sei weltweit fast ausgerottet, doch immer wieder gebe es Rückschläge. "Es gab in diesem Jahr zwei Exporte von Polioviren in vormals poliofreie Gebiete", sagte Burger über den Brennpunk Horn von Afrika. "Der Bereich wird von der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz kontrolliert, die Impfungen erschwert. In Israel wurden in verschiedenen Orten Polioviren im Abwasser nachgewiesen. Erkrankungen gab es dort aber nicht." Kürzlich habe es zudem zwei Verdachtsfälle in Syrien gegeben, die aber noch nicht bestätigt wurden. Außerdem erschwerten Anschläge auf Impfhelfer die Bekämpfung der tödlichen Krankheit.

Kinderlähmung ist unheilbar

Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist eine hoch ansteckende Krankheit. Sie trifft nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem Kinder unter fünf Jahren. Eine von 200 Infektionen mit dem Poliovirus führt zu dauerhaften Lähmungen. Etwa fünf bis zehn Prozent der Gelähmten sterben, weil ihre Atemmuskeln unbeweglich werden. Die Krankheit ist unheilbar. Einer Ansteckung kann aber mit Impfungen vorgebeugt werden.

1988 startete die WHO ein globales Programm zur Ausrottung der Kinderlähmung. Die Zahl der Infektionen ist seither um mehr als 99 Prozent zurückgegangen - von geschätzt 350 000 im Jahr 1988 auf 223 im Jahr 2012. In diesem Jahr trat die Krankheit nur noch in drei Ländern gehäuft auf: Afghanistan, Nigeria und Pakistan. 1988 waren noch 125 Länder betroffen. In Deutschland gab es 1992 die letzten Polio-Fälle.

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