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Kleine Singvögel  

Meise: Lebensraum, Lebensweise und Gesang

17.10.2014, 15:25 Uhr | helack

Meise: Lebensraum, Lebensweise und Gesang. Die Haubenmeise und die Blaumeise lassen sich leicht voneinander unterscheiden durch ihr spezifisches Aussehen (Quelle: imago/blickwinkel)

Die Haubenmeise und die Blaumeise lassen sich leicht voneinander unterscheiden durch ihr spezifisches Aussehen (Quelle: blickwinkel/imago)

Rund 50 verschiedene Meisenarten gibt es weltweit. Die Meise ist ein kleiner, gedrungener Vögel mit einem kräftigen Schnabel. Je nach Art, ist ihr Gefieder graubraun mit weiß oder auch farbenfroh blau und gelb, wie bei der Blaumeise. Weitere Informationen zum Lebensraum, der Nahrung und dem Gesang der Meisen, finden Sie hier.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum der Meisen

Die Meise kommt fast überall auf der Welt vor. Die Singvögel sind sowohl auf der Nordhalbkugel in Europa, Amerika und Asien verbreitet als auch im Norden Afrikas und südlich der Sahara. Einige Meisen sind Standvögel, sie bleiben also das ganze Jahr über in ihrem Lebensraum. Andere Meisen wiederrum zählen zu den Teilziehern, das heißt einige Vögel überwintern in ihrem Brutgebiet, ein Teil der Population nimmt hingegen am Vogelzug teil, um in ein wärmeres Winterquartier im Süden zu fliegen.

Paridae, wie der lateinische Name der Meisen lautet, bevorzugen baumreiche Lebensräume wie Laub- und Mischwälder, Parks oder Gärten, in denen sie im Gehölz Nahrung finden und in Baumhöhlen ihre Nester bauen können. Die Meise ist ein anpassungsfähiger Vogel, viele Meisenarten kommen auch in menschlichen Siedlungen vor, wo sie vom Futterangebot der Menschen profitieren.

Wie viele Meisenarten gibt es?

Weltweit gibt es circa 50 verschiedenen Meisenarten, die in 13 Gattungen unterteilt sind. In Deutschland sind neun verschiedene Meisen heimisch. Dem Naturschutzbund (NABU) zufolge, werden drei dieser Meisenarten zwar als Meisen bezeichnet, zoologisch betrachtet gehören die Vögel jedoch nicht zur Familie der Meisen. An "echten" Meisenarten sind hierzulande die Kohlmeise, die etwas kleinere Blaumeise, die an ihrer Federhaube erkennbare Haubenmeise, die Tannenmeise, die Weidenmeise und die Sumpfmeise zu finden.

Wie lassen sich die Meisenarten bestimmen?

Die Meisenarten lassen sich an der unterschiedlichen Färbung ihres Gefieders und ihrer Größe erkennen. Außerdem lassen sich die Meisenarten anhand ihres Gesangs unterscheiden. Je nach Art werden die Meisen zwischen elf und 16 Zentimeter groß und haben eine Flügelspannweite von rund 20 Zentimeter. Die verschiedenen Arten erreichen ein Gewicht von bis zu 20 Gramm.

In Deutschland heimische Meisenarten unterscheiden

Die Kohlmeise ist die größte Meisenart in Europa und an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite mit dem schwarzen Bruststrich eindeutig zu erkennen. Auch die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite unverwechselbar.

Ebenfalls nicht allzu schwierig zu bestimmen ist die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle. Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck.

Schwieriger wird das Bestimmen der Meisenarten bei den beiden recht ähnlich aussehenden Sumpf- und Weidenmeisen. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Der Kopf beider Meisen ist schwarz mit einem schwarzen Kinnfleck, der bei der Weidenmeise etwas größer ist. Außerdem glänzt die Kopfoberseite bei der Sumpfmeise, bei der Weidenmeise ist sie hingegen matt. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus.

Nahrung der kleinen Singvögel

Die Meise ist ein Allesfresser, hauptsächlich stehen Insekten auf ihrem Speiseplan, aber auch Larven, Spinnen, Blattläuse und Pflanzensamen werden nicht verschmäht. Gerade im Winter werden die kleinen Vögel häufig zu Vegetariern und ernähren sich von ölhaltigen Samen und Nüssen.

Auch vom Menschen angelegte Futterstellen werden zur kalten Jahreszeit gerne angenommen, besonders fetthaltige Meisenknödel, an denen die Tiere sich mit ihren Krallen festhalten können, haben es den elf bis 16 Zentimeter kleinen Vögeln angetan.

Meisen sind Höhlenbrüter

Ihr Nest baut die Meise in Höhlungen in Bäumen, Felsen oder Mauern. Die Kohlmeise beispielsweise bevorzugt morsche Baumhöhlen, weshalb sie in jungen Waldbeständen selten zu finden ist. Stehen nicht ausreichend natürliche Höhlen zur Verfügung, brüten viele Meisen in speziellen Nistkästen. Gerade in stark vom Menschen beeinflussten Lebensräumen werden diese sogenannten künstlichen "Meisenkästen" von den Höhlenbrütern gerne bezogen.

Während der Brutzeit im Frühjahr legen die Meisen zwischen fünf und zwölf Eiern, dies ist von Art zu Art unterschiedlich. Nach etwa zwei Wochen Bebrütung schlüpfen die Jungen. Die Nestlingszeit, bis die Jungtiere flügge werden, beträgt je nach Meisenart ungefähr zwölf bis zwanzig Tage.

Wie klingt der Gesang der heimischen Meise?

Die verschiedenen Meisen können Sie an ihrem unterschiedlichen Gesang unterscheiden. Die Kohlmeise etwa hat einen hohen Gesang, ihr Ruf ist ein klares "zi-zi-bä". Der Gesang der Blaumeise hingegen ist ein lebhaftes "zizi" oder "tscheretetet". Tannenmeisen geben ein singendes "sitü-sitü-sitü" von sich und der Gesang der Haubenmeise ist ein wiederholtes "zizi gürr". Die kleine Weidenmeise fällt durch ihr tiefes "dädä" auf. Der Ruf der schwarzköpfigen Sumpfmeise ist ein hohes "zjezjezje".

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