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Bundesgerichtshof erlaubt Exhumierung für Vaterschaftstest

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BGH hat entscheiden  

Leiche wird für Vaterschaftstest exhumiert

14.11.2014, 15:20 Uhr | dpa

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Exhumierung eines 2011 verstorbenen Mannes für einen Vaterschaftstest erlaubt. Das Gericht gab der mutmaßlichen Tochter recht, die einen DNA-Test verlangt hatte.

Dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung komme besondere Bedeutung zu, teilte das Gericht zur Begründung mit (Az.: XII ZB 20/14).

Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen contra Recht des Kindes

Das "postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen" müsse hinter dem Recht der Kinder zurückstehen. Mit seiner Entscheidung gab der BGH einer heute 70-jährigen Frau aus Sachsen recht. Sie war in der DDR aufgewachsen. Als sie 18 war, habe ihr allerdings ihre Mutter erklärt, ihr Vater sei ein Mann aus dem Westen. Bei einem späteren Treffen seien auch beide davon ausgegangen, Vater und Tochter zu sein.

Nach dem Tod des mutmaßlichen Vaters beantragt sie nun eine Exhumierung der Leiche, um mit einem DNA-Test die Vaterschaft sicher zu klären. Der eheliche Sohn des mutmaßlichen Vaters verweigerte hierfür die Zustimmung und war auch nicht bereit, eigenes Genmaterial zur Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse herauszugeben. Hintergrund des Streits ist eine offenbar größere Erbschaft.

Anspruch auf Gewissheit der Abstammung

Wie nun der BGH entschied, hat die Frau Anspruch darauf, Gewissheit über ihre Abstammung zu bekommen. Diesem Recht komme sowohl nach dem Grundgesetz wie auch nach der Europäischen Menschenrechtskonvention eine große Bedeutung zu. Es habe daher grundsätzlich Vorrang gegenüber der Totenruhe.

Dieses Recht werde auch nicht dadurch geschmälert, dass die Frau zuletzt eigentlich keinerlei Zweifel mehr an der Vaterschaft hatte und den DNA-Test vorrangig für ihre Erbschaft benötigt. Neben dem Wissen um die eigene Herkunft sei auch "die Teilhabe an dem väterlichen Erbe ein legitimes Interesse des leiblichen Kindes", betonten die Karlsruher Richter.

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