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Scheues Großraubtier  

Wieder zurück: Wölfe in Deutschland

01.06.2015, 11:30 Uhr | ji, uc (CF)

Wieder zurück: Wölfe in Deutschland. Der Wolf fühlt sich heimisch: In deutschen Wäldern gibt es wieder Nachwuchs der edlen Tiere. (Quelle: imago/Westend61)

Der Wolf fühlt sich heimisch: In deutschen Wäldern gibt es wieder Nachwuchs der edlen Tiere. (Quelle: Westend61/imago)

Einst war der Wolf eines der am weitesten verbreiteten Säugetiere der Welt – und auch in Deutschland war er bis ins 19. Jahrhundert keine Seltenheit. Die Wölfe wurden allerdings derart intensiv gejagt, dass sie praktisch ausstarben. Heute kehren die Tiere zurück – nicht zur Freude von jedermann.

Wölfe in Deutschland: Viele Legenden rund um das Tier

Wölfe werden in Deutschland nicht immer willkommen geheißen, denn um das Tier ranken sich zahlreiche Mythen. Sei es die Geschichte von Rotkäppchen, die vom bösen Wolf gefressen wird, oder das Kinderspiel "Wer hat Angst vorm bösen Wolf": Dem Rudeltier wird stets etwas Bestialisches angeheftet. Dass in Deutschland wieder Wölfe in freier Natur leben sollen, wird daher nicht von jedermann mit Begeisterung aufgenommen.

Die ersten Wölfe wurden bereits 1998 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen gesichtet. Seitdem wächst die Anzahl der Tiere in Deutschland. Die meisten frei lebenden Wölfe sind in Ostdeutschland beheimatet. Laut dem Portal "Wolfsregion-Lausitz" kommen die Tiere mittlerweile aber auch in Niedersachsen vor – sie breiten sich also weiter nach Nordwesten aus.

Im Jahr 2000 wurden erstmals wieder Jungtiere von einer frei lebenden Wölfin geboren – zum ersten mal seit rund 150 Jahren. Seither gab es weiteren Nachwuchs, vorranging in Sachsen. In diesem Jahr wird erstmals auch mit Wolfswelpen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gerechnet. Laut dem Naturschutzbund leben in Deutschland derzeit 31 Wolfsrudel, 8 Wolfspaare und 6 territoriale Einzeltiere. (Stand: Mai 2015).

Der Wolf: Ein scheues Tier

Die Vorurteile sind meist völlig unbegründet, denn der Europäische Wolf gilt allgemein als sehr scheu: Er ist vorsichtig und kommt Menschen im Normalfall nicht zu nah. Deshalb haben es sogar Naturschützer schwer, die Rudeltiere zu observieren. Wölfe sind viel in Bewegung, sie legen täglich 20 Kilometer und mehr zurück, um Beute zu jagen.

In vereinzelten Fällen kommt es vor, dass die Tiere Schafe reißen. Um dies zu verhindern, reichen oft bereits einfache Schutzmaßnahmen wie Herdenhunde oder ein Elektrozaun.

Steckbrief: Merkmale des Europäischen Wolfs

Der Europäische Wolf (Canis lupus lupus) erreicht eine Schulterhöhe von 70 bis 90 Zentimetern und wird bis zu 140 Zentimeter lang, sodass er einem großen Haushund ähnelt. Im Vergleich zu Hunden sind Wölfe jedoch hochbeiniger und fallen im Rücken nicht zum Schwanz hin ab. Der Schwanz ist buschig, gerade und nicht selten zur Spitze hin schwarz.

Männliche Wölfe sind größer und schwerer als weibliche. Das Fell variiert beim Europäischen Wolf zwischen dunkelgrau, graubraun und gelblich grau, wobei die Unterseite im Hals- und Kehlenbereich in der Regel heller ist. Charakteristisch ist ein schwarzer Sattelfleck auf dem Rückenfell.

Lebensraum der Wölfe

Insgesamt streifen nur noch wenige Exemplare durch Europa, Nordamerika und die Polarregionen. Auch wenn Wölfe heute in den verschiedensten Regionen der Erde leben und dadurch mit arktischen Temperaturen und sengender Hitze zurechtkommen, finden sich die meisten Exemplare in gemäßigtem Grasland oder Wäldern.

Trotz der steigenden Population hierzulande ist der Räuber aus weiten Teilen Europas ganz verschwunden. Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass sich der Bestand seit rund 30 Jahren aufgrund strenger Schutzmaßnahmen wieder erholt. In Mitteleuropa leben Wolfsrudel meist in Revieren von 100 bis 300 Quadratkilometern. Die Reviergrenzen werden mit Urin, Losung oder auch akustisch durch das charakteristische Wolfsheulen markiert.

Nahrung des Großraubtieres

Zur Nahrung des Canis lupus lupus gehören vorwiegend Rehe, Hirsche und Wildschweine, sodass ihm innerhalb des Ökosystems die wichtige Rolle zukommt: Er reguliert den Bestand mittelgroßer Huftiere. Auch von kleineren Tieren wie Hasen oder Füchsen ernährt sich der Wolf. Der Räuber bevorzugt als Nahrung kranke, alte oder sehr junge Tiere.

Wölfe in Deutschland unbeliebt bei Jägern?

Aufgrund seiner Lebensweise fühlt sich der Europäische Wolf in den deutschen Wäldern wohl. Da der Wildbestand in den östlichen Bundesländern sehr hoch ist, mangelt es dem Tier nicht an Beute. Manche Jäger ärgert das, da sie unter Umständen weniger Tiere vor die Flinte bekommen als gewohnt. Das Abschießen der Jagdkonkurrenz ist jedoch verboten, denn Wölfe stehen in Deutschland unter Naturschutz.

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