Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Familie & Beruf >

Kind kassiert Kindergeld – Eltern zahlen Rückforderung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Urteil  

Kind kassiert Kindergeld – aber Eltern müssen Rückforderung zahlen

07.07.2016, 18:00 Uhr | dpa-tmn

Kind kassiert Kindergeld – Eltern zahlen Rückforderung. Kindergeld: Wenn die Familienkasse Kindergeld zurückfordert, sind in der Regel die Eltern in der Pflicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Eltern das Kindergeld direkt an die Kinder auszahlen lassen, kann es eine unangenehme Überraschung geben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Damit haben die Eltern nicht gerechnet: Sie ließen das Kindergeld von der Familienkasse direkt auf das Konto der Tochter überweisen. Aber als von der Behörde eine Rückforderung kam, mussten die Eltern den Betrag begleichen. 

Der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) macht Eltern auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes (Az.: III R 29/15) aufmerksam: Demnach ist der kindergeldberechtigte Elternteil meist in der Pflicht, Rückforderungen von Kindergeld zu begleichen - und nicht das Kind. 

Kein Kontakt zur Tochter - Eltern stehen trotzdem in der Pflicht

In dem verhandelten Fall hatte eine Mutter beantragt, dass die Familienkasse das Kindergeld direkt an die Tochter auszahlt. Sie hatte mit ihr schon länger keinen Kontakt mehr. Die junge Frau hatte eine Ausbildung begonnen, doch ihr Vertrag wurde vorzeitig gekündigt. Daraufhin forderte die Familienkasse Zahlungen zurück, die sie nach dem Ausbildungsende gezahlt hatte - und zwar von der Mutter. Dagegen klagte sie und argumentierte, das Geld habe sie nie erhalten.

Die Richter des Bundesfinanzhofs bestätigten den Anspruch der Familienkasse gegenüber der Mutter. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Kindergeldberechtigte - also hier die Mutter - für die Rückzahlungen verantwortlich sei. Dabei spiele es keine Rolle, ob sie seit längerer Zeit keinen Kontakt mit ihrer Tochter mehr hatte. Die Pflicht bestehe, auch wenn sie von zu viel gezahlten Leistungen an die Tochter nichts wusste.

Wann ein Abzweigungsantrag möglich ist

Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des NVL, macht darauf aufmerksam, dass es eine Ausnahme gibt: wenn die Eltern dem Kind gar keinen Unterhalt oder weniger als den Kindergeld-Betrag zahlen, beispielsweise weil sie für die Zweitausbildung ihres Kindes nicht mehr aufkommen müssen. In solchen Fällen können die Eltern einen sogenannten Abzweigungsantrag stellen - dann kann die Familienkasse sie bei Rückforderungen nicht mehr belangen.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Familie & Beruf

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017